Mantra Musik

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Donnerstag, 28. Dezember 2017

Das Ende des Blogs?



Tagebuch - philosophische Gedanken

Ich bin durch den Buddhismus aus den Buddhismus herausgewachsen... ich weiß nicht ob ich noch Buddhistin bin. Glauben stößt mich eher ab. Da gibt es nichts was mich noch mit irgendeinem Glauben verbindet. Alles was ist IST. Keine Lehre dieser Welt kann das IST erklären, man muss es fühlen. Es atmen, Es SEIN. Und wenn man ES ist - ist Es NICHTS.
Es wird bedeutungslos.


Ich habe mich oft realistisch gefühlt, doch ich habe mich noch nie so realistisch gefühlt wie jetzt in diesem Moment innerhalb dieser Bedeutungslosigkeit.

Bis heute wusste ich nicht das ich ein Nihilist bin. Ich dachte von mir das ich alles mögliche bin. Und in Wahrheit ist auch der Nihilismus nur eines von vielen Möglichkeiten innerhalb der Illusion überhaupt irgendwas zu sein.
Ich stehe mit mir selbst auf den Kriegsfuß. Das menschliche will erkannt werden und will sich erneut auf die Suche begeben um sich selbst zu verstehen.
Das Andere hat sich erkannt und lehnt jegliche Suche ab.

Es müsste mir egal sein, das Leben, das Tatsächliche, die Realität hinter dem Tatsächlichen. Aber noch ist da der Phönix der sich erneuern möchte... Eines Tages wird er endlich verbrennen....

Ich weiß diese Gedanken mögen negativ sein, aus einer Ecke des psychologischen mag es schon richtig sein, diese Empfindung. Aber das ist das wenigste was mir gerade vollkommen egal ist.

Ich weiß nicht ob ich hier noch weiter schreiben soll...
Manchmal denke ich, ich habe eigentlich alles gegeben. Jede erdenkliche Stufe meiner buddhistischen Entwicklung habe ich festgehalten. Meine Blog erzählt eine SEINS-Geschichte. Vom Werden und Vergehen.

Das Ende ist in Sicht vom Blog, vielleicht auch von mir... vielleicht löse ich mich doch eines Tages auf, wie der Phönix der zur Asche wird.

Meine Tochter meinte heute:"vielleicht gibt es Menschen damit sie die Welt zerstören und ihr Sinn ist, damit etwas Neues entstehen kann. Vielleicht eine Zuflucht für Marsianer"


Was für ein Glück ich habe Mutter zu sein. Ich bin gesegnet mit diesem Kind...




Donnerstag, 24. August 2017

Tagebuch - Zwischen Schatten und Licht


Es ist komisch, solange die Augen ihre Arbeit tun, geben wir ihnen höchstens die Aufmerksamkeiten um sie frischer aussehen zu lassen, beim Jährlichen Brillen Check, und um jemanden mit diesen berühmten tiefen Blick zu betrachten, der nur eines andeuten will: "Komm ins Bett".

Ich habe schon als Kind befürchtet irgendwann Blind zu werden, dass diese Befürchtung nun vielleicht eintrifft, damit habe ich mich nie so intensiv beschäftigt, um z.B. die Brailleschrift zu lernen oder mich mit anderen Sehhilfen auseinander zu setzen. Etwas zu wissen, heißt nicht unbedingt sich damit zu beschäftigen, in meinem Fall habe ich es ganz weit von mir geschoben.

Vor einer Woche hat sich dann alles verändert. Seit dem sehe ich Blitze am linken Augenrand und vor meiner Linse läuft ein schwarzer Balken mal hoch, mal runter.

Für mich hat Sehen eine große Bedeutung, das Spiel mit der Wahrnehmung, zwischen den Welten, zwischen Schatten und Licht.
Die Kleinen Dinge die Menschen gerne übersehen, haben mein Interesse oft geweckt. Glasscherben wenn Sonnenstrahlen darauf fallen, trockener Sand der im Tageslicht unscheinbar aussieht, aber wenn ein sehr heller Lichtstrahl darauf fällt, fängt er an wie Millionen kleiner Edelsteine zu glitzern. Blätter die im Herbst die Farbe wechseln. Ich liebe Spinnennetze im Tau oder nach einem sanften Regen (auch wenn ich keine Spinnen mag).

Es gibt so vieles was ich liebe und was ich als natürlich empfunden habe, all das sehe ich mit beiden Augen und die Vorstellung, dass ich es vielleicht irgendwann nur noch mit einem Auge sehen kann, ist irrational. Und doch könnte diese Vorstellung wahr werden.

Mein linkes Auge gibt den Geist auf, oder anders mein Glaskörper fließt davon und nimmt die Netzhaut mit.

Ich weiß nicht wie die Geschichte meines linken Auge endet, ich erfahre mehr am Dienstag, wenn ich in der Augenklinik in Bremen bin, sie hat einen guten Ruf und ich bin froh wenn dieses Kapitel gut ausgeht.

Drückt mir bitte die Daumen... das soll ja angeblich Glück bringen. Mein Auge kann es gebrauchen.


Euch alles Liebe von eurer Andarnil

Samstag, 1. Juli 2017

Jo im Regenbogen


Es war ein wunder - wundervoller Tag und noch immer zehre ich von diesem Glück. Ja wir haben es endlich geschafft. Wir dürfen heiraten. Dieser Tag fing bei mir um kurz nach fünf an und wird wohl lange nicht enden, denn ich bin noch voller Endorphine, voller Serotonin.

Das ist MEIN Tagebuch für heute:



Tagebuch - Unser Tag

Wir saßen zusammen auf den Bett und ich hatte insgesamt 3 Seiten geöffnet: Bundestag, ZDF und Spiegel Online. Als dann klar war wir haben die Mehrheit für einen Antrag sind wir das erste Mal in Tränen ausgebrochen und ich konnte ein Freudenschrei nicht zurück halten. Britta nahm meine Hand und küsste sie. Eine Chance endlich. Zwischendurch hatten wir Probleme mit dem Streamen und als dann die Kantine eingeblendet wurde rastete Britta fast aus.
Die Rede von Kahrs und Beck fand ich am beeindruckendsten. Bei Kahrs hatte ich das Gefühl endlich darf er das sagen was er all die Jahre unterdrückt hat. Grossartig. Volker Beck hätte ich am liebsten geknutscht.

Als es dann endlich zur Auszählung kam machte unser Internet dicht.
Aber dann erfuhren wir es, ich hab geschrien und bin auf dem Bett herumgehopst. Ich muss so laut gebrüllt haben, dass Shaya aus ihrem Zimmer kam. Wir haben geweint und uns umarmt, dazwischen unser Kind das sich mit uns mit freute. Britta sah mir in die Augen und sagte: "Meine Frau endlich!"

So emotional und überglücklich.
Es war der Wahnsinn.
Heute abend werden wir mit unseren Freunden feiern. Auch sie haben vor dem PC gesessen zwischen ihren Kindern und auch sie werden heiraten, als wir uns heute morgen sahen gab es Umarmungen und gegenseitige Glückwünsche. Die Freude ist Bombastisch. Unsere Kinder werden Blumenmädchen sein, das steht schon fest.

Ich bin immer noch am weinen, während ich hier sitze, auf dem Weg zu Ikea. Wir haben erst vor ein paar Tagen unsere Ringe gefunden -nach all den Jahren ohne Ring. Trag ich sie nun mit Stolz.

Ich liebe dich unendlich meine Frau und ich freue mich auf unsere Hochzeit. Endlich!!! ❤❤❤


Fazit heute:

In der Welt Online lese ich: "lesbisches Liebespaar und zur Hochzeit soll die Kanzlerin kommen",ich lese von einer Ronja die ihr Leben in Abhängigkeit von Merkel sieht.
In der FAZ lese ich, dass sich ein angeblich schwuler Mann unter einem Pseudonym absolut homophob über die Ehe für alle und den damit verbundenen "Selbstverrat" ausgelassen hat. Und über den Flashmob den er ausgelöst hat. Eigentlich wollte ich mehr lesen, aber dann überkommt mich dieses leise Gefühl von Bitterkeit, einen Moment lang zumindest, bis mein Serotonin wieder die Überhand gewinnt.

Was passiert mit den Menschen da draußen, was macht es mit ihnen, dass wir (das fast möchte ich hier streichen) gleichgestellt sind?
Wen außer uns, sollte es tangieren?
Wieso fühlen sich alle verpflichtet sich zu äussern, zu kommentieren, wütend zu sein, voller hass zu sein?
Viele behaupten: Wir sind nicht homophob, wir haben nur unsere (homophobe) Meinung und ihr solltet Tolerant genug sein, das zu akzeptieren, ihr erwartet ja auch Toleranz von uns. Und ich denke mir: Ist euch nicht bewusst wie schwachsinnig dieser Satz ist, er spiegelt mehr als nur eine homophobe Sicht. Er zeigt euren egozentrierten Stand in der Gesellschaft - so was wie: "Ich habe ältere Rechte als du und ich habe nicht vor meine Rechte mit dir zu teilen und das hast du gefälligst zu akzeptieren!". Als würde euch die Ehe gehören, als hättet ihr sie im letzten Supermarkt gekauft.

Manche greifen öffentlich an, drohen mit Karlsruhe, andere geben sich geradezu heroisch: "Ihr werdet es erleben wenn die Islamisierung kommt, seid ihr als erstes dran". Viele schwören es läge nur an den Sozialisten und dem linksversifften Pack. "Und die Merkel wird es sehen, wir lassen uns nicht von ihr verkaufen".
Verkaufen? Wen hat sie verkauft?? Ich verstehe es nicht.

Deutschland begibt sich auf die rechte Seite und merkt es noch nicht mal. Ich habe selten so einen scheiß gelesen wie: "Kann ich meinen Hamster auch heiraten?" oder: "jetzt gibt es auch die Kinderehe und die Vielehe, wir sind jetzt so weit, die Moslems haben es ja vorgemacht!"

Erschreckend wie unreflektiert und wie unglaublich dumm manche Kommentare sind.
Und bei all dem fühle ich mich wie auf einer Samtblauen Wolke, ganz oben. Die Bitterkeit war nur eine Sekunde und dann hat mich wieder das Glück eingeholt.

Es ist als wäre ich in Watte getaucht, egal was kommt, den heutigen Tag, die heutige Nacht kann uns niemand nehmen.
Daran halte ich mich fest, trotz des öffentlichen Hass, trotz der Widerlichkeit so mancher Kommentare.
Was immer da in den Köpfen der Menschen vor sich geht, es kam heute ganz deutlich zu Tage. Wir haben hier in Deutschland gespaltene Persönlichkeiten, sehr viele Rechtsextreme die sich hinter einem C verstecken. Menschen die eine tiefe Wut in sich tragen, gegen alles was nicht in ihr Weltbild passt. So viel Zorn und Gewalt. Was muss passiert sein in ihnen, das so zerstörerisch ist.

Aber wir haben auch die andere Seite, es gab heute viele Gratulanten, viele Menschen die mitweinten und feierten. Es gab Familien die sich für ihre Töchter und Söhne freuten und es gab und gibt einige Partys. In vielen Städten wird gefeiert, das Glück ist sichtbar. So sichtbar wie ein Regenbogen nach einer verregneten Zeit, wenn die Sonne hervorkommt und das Land erhellt.
Ich erlebe sehr viel Liebe und Zuneigung. Nur das zählt, dieses Näherrücken, diese unendlich schöne Liebe. Das Gemeinsame ist wie eine zarte Umarmung. Ich habe selten so geliebt wie heute, es strömte in mir, es floss über vor Mitfühlen und Miterleben.

Kein Mensch kann uns das nehmen, wenn ich an einen Gott glauben würde, wäre dieser Tag Göttlich. Im Buddhismus sagen wir mettâ dazu, allumfassende liebende Güte.
Das ist es was ich heute fühle, für jeden meiner Brüder und Schwestern, jeden der sich involviert fühlt. Von mir aus die ganze Welt, egal ob Homo, Trans oder Hetero. Wir alle sind in meinen Augen nur eine große Familie.

Auch wenn die hass und wutverzerrten Kommentare die andere Seite zeigen, zeigen sie doch nur eine Welt in der ich nicht bin, mit der ich nichts zu tun habe. Diese Menschen können niemals mitfühlen was ich fühle, nie das Glück erleben das ich erlebte als ich heute morgen die Hand meiner Frau hielt während ich gleichzeitig schrie vor Glück und Fassungslosigkeit.
Es ist wie eine warme Welle die mich immer noch umarmt.

Sie tun mir leid, diese wütenden traurigen Menschen. Es wird noch eine Weile so weiter gehen, es werden hasstiraden über den Äther laufen, vielleicht wird es erneut eine Zeit mit Merkel an der Spitze geben, vielleicht versinkt auch irgendwann unsere Welt in einen braun/schwarzen Loch.
Momentan ist mir das egal. Momentan zählt nur dieser Blick in die Augen meiner Frau - MEINER FRAU!!! Und nur das zählt, nur diese tiefe unendliche Liebe die ich fühle.

Möge dieser eine Augenblick nie enden....

DANKE von Herzen, dass es euch liebende mitfühlende Menschen gibt.

Es war ein wundervoller Tag.

Herzlichst eure Jo


Namasté ihr wundervollen Menschen... mein Traum wird sich erfüllen, es darf sein!

Freitag, 7. April 2017

Offenheit

Bildergebnis für Tagebuch


Seit dem ich Tagebuch auf Facebook schreibe, schreibe ich weniger in meinem Blog. 
Entschuldigt bitte ihr lieben Abonnenten. Ich würde euch am liebsten alle mit in meinen Tagebuch Blog auf Facebook nehmen, aber dann müsste ich meine Freundesliste öffentlich gestalten. Und das will ich nicht. Ich bin gerade sehr zufrieden mit meiner Liste. 

Ja es hat sich viel verändert seit dem ich meine Freundesliste reduziert habe, ich bin entspannter auf Facebook, kann mich wieder neuen Themen öffnen und ich gehe ehrlicher - oder besser offener mit meinen Themen um - ich schreibe nur noch was ich denke. Manchmal kommen Kommentare und manchmal ist - es ist mein Tagebuch, noch nicht mal meinen Freunden muss das gefallen, was ich schreibe. 

Mit dieser Sicht gehe ich einen neuen Weg, Offenheit im Sinne von Selbstverwirklichung? Ich denke nicht, aber ich kann es euch noch nicht einmal genau sagen, ich denke es ist der Weg der Ehrlichkeit mit meinen eigenen Schweinehund. 

Wer ist schon wirklich ehrlich zu sich selbst?
Wirklich ehrlich in dem wie er lebt und liebt, spricht und denkt. Wir haben mit Sicherheit alle eingebaute Zensuren die sofort aufleuchten, wenn wir offen Gesellschaftskritisch sind. Facebook ermöglicht es zwar anonym ein Ekel zu sein, aber die wenigsten sind es offensichtlich. 

Ich mache gerade die Erfahrung, das ich über Grenzen gehe mit dieser Offenheit, ich scheue mich nicht zu stolpern, zu fallen, schmerz zu erleiden. 
Das ist sehr lehrreich und sehr sehr ehrlich mir selbst gegenüber. So hatte ich heute das Thema Toleranz und mir wurde klar, das ich bei bestimmten Dingen nicht tolerant sein kann.

Ich bin konsequent. Wenn das eine Form der Toleranz ist, dann nur eine Form mir selbst gegenüber Tolerant zu sein. 

Ungerechtigkeiten gegenüber kann ich nicht toleranz üben. Da geh ich auf Distanz. 
Ich lerne mich neu kennen, meine Schatten, wie lichten Seiten. Das ist sehr spannend für mich.
Auch lerne ich dadurch meine Freunde kennen. Manches was ich erfahre, wie ich es erfahre gefällt mir überhaupt nicht und da springt natürlich wieder die Toleranz an, kann ich damit leben oder nicht?
Und wenn ich damit nicht leben kann, wie reagiere ich dann. Heute hat mir eine Freundin weh getan, ich habe reagiert. 
Dadurch tat auch ich ihr weh - wir beide wollten einander nicht weh tun. Das ist das was momentan übrig bleibt, zu wissen das keine von uns dem anderen Leid zufügen wollte und doch ist es passiert. 

Solche Dinge passieren. Momentan weiß ich nicht ob ich die Freundschaft weiter leben kann. Es tut zwar weh, aber es ist auch gut. Das klingt komisch ich weiß. Gut ist es, weil dadurch klare Strukturen hervor kamen, die vorher nicht da waren. Wir lernten uns heute neu kennen. 
Wir lernten einander die Dinge kennen, die wir am anderen nicht mögen - ablehnen. Womöglich ist das eine Qualität. 

Ich denke das mein Tagebuch mir diese Qualität eröffnet, Menschen noch einmal anders kennen zu lernen. Trotz heutigem leid fühle ich keine Ablehnung. 
Das ist das Fazit. Ich weiß nicht wohin mich diese Offenheit führt, aber ich weiß sie wird mich führen, es ist kein Stillstand in Sicht, es geht weiter immer weiter. 

... in diesem Sinne

Lauft ihr Lieben - Lauft der Sonne entgegen und bleibt nicht dort hängen wo ihr denkt es bringt euch Sicherheit. In Wahrheit gibt es so etwas wie Sicherheit nicht. 

Namasté bis bald (versprochen) eure Andarnil 


Mittwoch, 14. Dezember 2016

Selbsttest - Vitamin D3 hoch dossiert (Tag 3)

3 Tag meines Selbstversuches mit Hochdosierten Vitamin D3

Ich nehme folgende IE pro Tag ein:
Vitamin D3 11200 I.E.
veganes Omega 3 & Vitamin E
Magnesium 400mg
Kalium 300mg
Magnesium/Kalium ist eine Kombipackung und je nach Krämpfen nehme ich mehr oder weniger ein.

(Ich habe jeden Tag mehrere Krämpfe in den Armen, den Rippenbogen (sehr schmerzhaft), Brustmuskulatur, Wirbelsäule, Schulterbereich (die Schultern stehen dann unterschiedlich ab), Hände, Finger, Fußen, Zehen, Waden, Oberschenkel, Diese Krämpfe begleiten mich seit 16 Jahren. Manchmal kann ich keine Gabel halten, bzw. wieder loslassen, So verkrampft ist meine Hand. Ausserdem hab ich einen leichten Tremor in den Händen (Zittern), das je nach körperlicher Verfassung auf den kompletten Körper übergeht. Meine Erkrankung konnte bislang noch nicht richtig Diagnostiziert werden, Fibromyalgie ist eine Ausschlussdiagnose. Hochdossiertes Magnesium und Kalium  sind bislang die einzigen Mineralstoffe die mir wirklich gegen die Krämpfe geholfen haben, Obwohl mein Magnesium und Kalium Spiegel ausreichend versorgt ist.)

Dazu kommen dann noch die "normalen" Vitamine weil ich Vegan lebe. Also alle B Vitamine, Eisen und Calcium. Und Gelomyrthol gegen meine Monster-Erkältung

Seit heute geht es mir körperlich schon besser, ich habe heute Nacht weniger gehustet und hatte auch weniger Schleimauswurf. (Gestern dagegen ging es mir noch so richtig schlecht, ich hatte Fieber und fühlte mich nicht in der Lage das Haus zu verlassen).
Besonders hervorheben möchte ich, das ich mich nicht so müde wie sonst fühle. Heute morgen war ich noch kurz am Hafen und konnte auch mal ein paar Schritte gehen, ohne wie sonst heftige Schmerzen zu haben. Ich habe zwar einen leichten Schmerz gefühlt, aber der ist im Gegensatz zu sonst aushaltbar.

Ich habe mittlerweile einiges über das Vitamin gelesen und mich auch mit mehren Leute darüber unterhalten, die Meinungen gehen weit auseinander.
Wichtig ist hier, ich bin sehr krank, ich werde langsam aber sicher im Rollstuhl landen. In den letzten 16 Jahren ist meine Erkrankung so weit fortgeschritten, dass ich kaum noch am gesellschaftlichen Erleben teilnehmen kann. Ich kann weder lange Spaziergänge machen, noch längere Bummel durch die Stadt. Ich bin sehr schnell müde und überfordert. Die körperlichen Probleme ähneln einer Multiplen Sklerose, nur wurde die nie festgestellt,
Was ich hier tue, tue ich weil ich bereits mit Allergien auf Medikamente reagiere. Ich möchte von den Schmerzmitteln weg die mich seit 16 Jahre täglich begleiten. Ich kann daher keine Empfehlung aussprechen, noch kann ich sagen (ich werde es auch nicht sagen, wenn ich nach meinem Selbsttest feststelle, das ich mich "gesund" fühle) Vitamin D3 Hochdosiert jeder nehmen sollte.

Ich werde nach 6 Tagen für mich die Entscheidung treffen, ob die die Dosis erhöhen soll, oder auf eine normale Dosis runter gehen soll.... ich muss darüber noch einiges lesen, um sicher zu sein.
Fest steht für mich, dass was ich bislang gelesen habe, überzeugt mich. Sollte ich die Dosis erhöhen, werde ich im Januar richtig damit anfangen.

Mehr dann in 2 Tagen.


Liebe Grüße eure Jo Andarnil






Sonntag, 11. Dezember 2016

Warum ich politisch werde

Ich der Öko-linksversifte-Gutmensch und wie es dazu kam.


Ich habe oft überlegt mich Politisch intensiver zu engagieren, genauer gesagt seit ich 18 Jahre alt bin, ist Politik ein Thema für mich. Als ich 18 wurde gab es noch nicht die Grünen, damals hab ich das wählen abgelehnt, es war mir zu konservativ spießig., trotzdem habe ich mich mit den einzelnen Parteien auseinander gesetzt. Nur damals gab es nichts was mich wirklich an deren Parteiprogrammen gefesselt hat. Ab den 90gern habe ich die Grünen gewählt, aus Überzeugung. Später dann über einige Jahre die SPD und ab 1998 zurück zu den Grünen und da bin ich dann bis zur letzten Wahl geblieben.

Erschreckend fand ich, dass die Grünen sich immer mehr Richtung Mitte bewegt haben und somit ihre anfänglichen Ziele gänzlich aus den Augen verlieren. Natürlich geht es um Entwicklung, aber sich so zu entwickeln das kaum noch ein Unterschied zur SPD besteht, finde ich Rückschrittlich, statt Fortschrittlich.
Nachdem bei der letzten Länderwahl in Hessen die Grünen dann mit der CDU eine Koalition gründeten, war klar für mich, die Zeiten "meiner" Grünen sind echt vorbei. Und somit auch die Zeit in der ich mich selbst als "Grün" bezeichnet habe.

Mein politisches Interesse ist einfach gegliedert:

1) Mehr Menschlichkeit, mehr Tierrecht, mehr Ökologisches Bewusstsein für die Probleme dieser Erde. Wasser für alle, Nahrung für alle, Massentierabschaffung und mehr Landwirtschaft. Mehr Unterstützung der vegetarisch/veganen Ernährung in der Gesellschaft, mehr Aufklärung zum Thema Tierschutz in den Kindergärten und Schulen. Ein vegetarisch/Veganes Grundnahrungsprogramm in allen sozialen Einrichtungen - vom Kindergarten, bis zum Krankenhaus. Weg vom Fleisch und der Ausbeutung unserer Tiere.
2) ein gerechtes Steuersystem, ein Kindgerechtes Schulsystem (weg vom militärischen Trill der Preußenzeit, mehr Individualität, kleinere Klassen), Gleichberechtigung, die Möglichkeit gesetzlich heiraten zu dürfen mit den gleichen Rechten und Pflichten die auch ein Heterosexueller Mensch hat.
3) das bedingungslose Grundeinkommen und somit eine menschenwürdige Rente, die Abschaffung von Harz4 (das Übel schlecht hin), keine Armut für Kinder. Individuelle Freiheit und Entfaltung der Persönlichkeit. Ich bin auch für eine Bürgerversicherung, die die Krankheit nicht als Makel ansieht, sondern als Teil unserer menschlichen Existenz. Es darf meiner Meinung nicht sein, das Gesunde besser bewertet werden als kranke Menschen, reiche besser behandelt als arme. Die Absicherung eines Menschen muss Deutschlandweit gleichberechtigt sein.
4) ich bin gegen Faschismus und Rassismus, Imperialismus und Militarismus.

Als ich letztens meine Wünsche bezüglich einer Politik für mich notiert hatte, wurde mir klar in welche Richtung ich gehe, von einem Öko-grünversiften-Gutmenschen, zu einem Öko-linksversiften-Gutmenschen. In dem Sinne hat sich für meine Umwelt gar nicht so viel verändert ;)
Zumindest nicht was meine Meinungsäuserung und meine "extreme" Kritik an Tierleid und Menschenleid anbelangt. Ich bleibe also meinen Idealen treu.
Trotz das ich die Partei gewechselt habe.

Man findet mich jetzt also auch als Parteimitglied der Linken... ganz neu seit November. Und sobald ich wieder einigermaßen Fit bin (bin momentan seit fast drei Wochen Dauererkältet), werde ich mir mal den Kreisverband in Cuxhaven anschauen. Bin sehr gespannt.

Wer mehr über die Linken wissen will, auf der Webseite findet ihr alle wichtigen Infos, unteranderem auch das Parteiprogramm:

https://www.die-linke.de/partei/partei/

Für mehr Menschlichkeit

In dem Sinne
Herzlichst eure Jo Andarnil

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Tagebuch - Wenn Träume zur Wahrheit werden



Wenn Träume zur Wahrheit werden


Oft freue ich mich darüber das sich meine Träume erfüllen. Aber dann gibt es diese Nächte und Tage ...
Es gibt Realitäten fern von dem was man weiß, es gibt Träume /Visionen die zur Wahrheit werden, von denen man wünschte, man hätte sie nie geträumt.
Ich bin gerne Feinfühlig und Sensitiv, aber es gibt Zeiten, da hätte ich gerne ein dickes Fell, dass mich vor dieser Welt schützt - und vor dem Wissen, welches ich gar nicht wissen sollte.

Heute morgen hatte ich so einen Traum, ich träumte das jemand der mir einmal wichtig war, sterben wird.
Ich kann nichts tun, außer zu warten...

Ich stell mir nicht mehr die Frage, ob dieser Traum nur ein böser Traum ist, da ich den Unterschied zu normalen Träumen kenne.
Sie sind wie Wolken die vorbei ziehen, sie hinterlassen ein kurzes Gefühl und dann nichts mehr. Schnell geträumt und schnell vergessen.

Und dann gibt es solche die wie Visionen sind. Ein kompletter Moment eines Lebens zieht vorbei und hinterlässt Eindrücke und während mein Ich hier schläft oder meditiert, beobachtet mein anderes Ich das zukünftige Geschehen. Es nimmt Eindrücke wahr und Gefühle und wenn die Vision beendet ist, wache ich auf mit genau diesen Gefühlen. Je nach Erlebnis reagiert mein Körper indem er Adrenalin ausschüttet, ich bin schlagartig wach und klar. Das Erlebnis ist als hätte ich es wirklich erlebt, wie eine Erinnerung an den gestrigen Tag, ein Aufflackern vom gelebten Erleben. Kein normaler Traum hinterlässt diese Gefühle in mir, diese Klarheit.
Bei manchen dieser Visionären Träume habe ich versucht die Umgebung zu erkennen. Manchmal anhand von Straßenschildern. Aber es gelingt mir nie, meist sind die Schilder vollkommen verschwommen oder sie enthalten keine Schrift. Auch Autokennzeichen habe ich schon versucht zu entschlüsseln, aber das ist genau das gleiche, das Kennzeichen ist verschwommen, ich kann nichts erkennen.

Es gibt Visionen da sehe ich Ereignisse die mich nicht betreffen, ich finde solche fast noch schlimmer als die die mir Menschen aus meinem Leben zeigen.
Solche Visionen sind oft grausamer in ihrer kommenden Realität, ich brauche viel länger um sie zu verarbeiten und sie haben noch einmal ungeheure Nachwirkungen, wenn ich erfahre das es passiert ist. Manchmal sind es Attentate oder Morde die dann später in den Zeitungen auf den ersten Seiten erscheinen, oder in Dauerschleife im Radio oder Fernsehen.

Früher habe ich versucht meine Visionen aufzuhalten, es ist nicht möglich. Und so lebe ich damit das ich manchmal weiß, das jemand bald stirbt den ich sehr mag oder den ich mochte oder das etwas passiert, von dem ich nicht weiß wo es passiert und wann es passiert.

Diese Gabe begleitet mich mein ganzes Leben.

Ich hoffe eines Tages sehe ich meinen eigenen Tod voraus und kann die Zeit bis dahin noch nutzen, all das zu sagen und zu tun, was wichtig ist, um mit einem Lächeln gehen zu können... das wünsch ich mir.

Einen guten Morgen!!!
Namasté
eure Andarnil

Nachtrag: Am 22 Oktober starb ein Freund.
RIP möge deine Seele Frieden finden Semael.
Du wirst niemals vergessen werden...
Alles liebe von der Jo 

Freitag, 26. August 2016

Assimilation

Was zum Nachdenken (Achtung Lang)
Seit Hunderten von Jahren denken Menschen mit weißer Haut, sie seien besser oder wertiger als Menschen mit dunkler Haut.
Die Kämpfe um Unterjochung und Macht gehen weit über das Mittelalter hinaus. Sklavenhaltung, Imperialismus, Kolonialismus und Missionierung haben dafür gesorgt, das Kulturen und Religionen ausgelöscht wurden.
Und wenn man sich durch unsere Menschheitsgeschichte bewegt, wird eines bewusst, immer ging es darum, das der weiße Mensch den Dunkelhäutigen Menschen für seine Zwecke missbrauchte.

Auch heute noch gibt es die moderne Sklavenhaltung. Kakaoplantagen, Kaffeeplantagen, Obst, Reis und Getreideplantagen, sowie Kleiderfarbriken, wie oft liest man das Kinder auf den Plantagen ausgebeutet werden. Ich frage mich seit dem ich denken kann, warum dass so ist und warum es nie einen Krieg gegen die Weißen gab der langfristig gewonnen wurde, Wenn man überlegt, dass es mehr dunkelhäutige Menschen auf diesem Planeten gibt, als Weißhäutige dann wundert es mich das es überhaupt noch weißhäutige Menschen gibt, denn durch die Assimilation und die vielen Mischehen, ist es eigentlich unmöglich, das irgendwo noch ein sogenannter Arischer Stellvertreter der Weißen Rasse existiert - Gut so!!!

Eigentlich müssten sie ausgestorben sein die Arier und ich denke das sind sie auch, nur ist es heute schick, sich mit "Sonnengebräunter Haut" zu zeigen und so zu tun, als hätte man arisches Blut in den Adern. Die Nachrichten sind voll davon, von den Weißen die "mehr wert" sind als andere Völker.

Liegt es vielleicht daran, das andere Völker nicht so machtbesessen sind wie die Weißen, die sich so lange schon mit Gewalt etwas nehmen das ihnen nicht gehört.

Ich denke alleine, dass Menschen in Katalogisierungen denken verhindert ein friedliches Miteinander.

Wenn ich Berichte lese das man z.B. eine Burka verbieten lassen will, weil man denkt man tut den Frauen etwas gutes, dann erinnert mich das daran, das man vor einigen 100 Jahren noch dachte, das Dunkelhäutige Menschen wie Kinder seien die man Erziehen müsse. Sklavenhaltung bassiert auf der Vorstellung der Erziehung.
Immer noch stellen sich die Europäischen Völker - die weißen über die Menschen und Kulturen mit andersfarbiger Hautfarbe. Immer noch gibt es den Begriff: Apartheid.

Heute bin ich durch Zufall auf eine "Nebenbaustelle" der DIE ZEIT Zeitung geraten, diese nennt sich: Christ und Welt.
Darin wurde bewusst gemacht, dass man sich vor dem Islam fürchten muss. Nein es stand nicht explizit vor der IS, es stand Islam.
http://www.christundwelt.de/…/die-deutsche-islam-angst-ja-…/

Da man die Seite nur lesen kann, wenn man sich hierfür registriert, habe ich sie im Quelltext gelesen und dort stand folgendes:

"Dass sich die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland friedlich verhält, verspricht keine Sicherheit. Im Gegenteil: In der Masse der harmlosen Glaubensbrüder gelingt es den Fanatikern, sich perfekt zu verstecken. Trügerisch sind die Hoffnungen, soziale Maßnahmen und Integrationsprogramme würden die islamische Bombe entschärfen. Die islamische Gefahr erwächst nicht aus Armut und Unbildung, sondern aus der politischen Religiosität des Islam. Er will den autoritären Gottesstaat, also das Gegenteil von Demokratie, und verfolgt das Ziel der Weltherrschaft. Der Friede Allahs kehrt ein, wenn alle Völker dem Unglauben abgeschworen haben. Und die Bekehrung geschieht mit Gewalt, das Krummschwert ziert bis heute die saudi-arabische Flagge. Mohammed war ein gnadenloser Heerführer, kein waffenloser Prediger in der Wüste.

Sicher, die Deutschen haben immer Angst. Das A-Wort ist bei den Engländern sogar ein Fremdwort: German Angst. Auf keine Kuhhaut geht, was uns nicht schon alles geängstigt hat: der Russe am Brandenburger Tor, die Wolke von Tschernobyl, der Golfkrieg mit dem brennenden Öl, der Atomstrom und die Castoren, das Ozonloch und die Erderwärmung, der Rinderwahnsinn und die Vogelgrippe, die Genmanipulation, die Globalisierung und die Finanzkatastrophe. Und jetzt der Islam. Womit wir europaweit nicht die Einzigen sind, wie die noch ängstlicheren Schweizer mit Minarettverbot und dem Volksentscheid über die „Ausschaffung“ krimineller Ausländer gerade bewiesen haben.

Es stimmt ja, womit uns die innere Stimme besänftigt. Nach der Schwarzmalerei der Untergangspropheten hat stets wieder die Sonne geschienen. Et hät noch immer jot jejange, sagen die Rheinländer. Aber mit dem Islam ist es anders. Denn gegen die Bedrohung, die von ihm ausgeht, kann kein Kraut wachsen, weil sie aus dem Jenseits kommt. Für dieses Jenseits gibt es laut Kant weder Begriffe noch Anschauung. Es ist dem menschlichen Wissensdrang vollständig verschlossen. Deshalb müssen alle denkbaren Abwehrmaßnahmen versagen. Kein Rettungsschirm kann aufgespannt werden, hilflos mutet das Abwehrsystem gegen iranische Raketen an, an dem jetzt Russen und Amerikaner basteln wollen. Es hilft nicht gegen Selbstmordattentäter. Zu Recht fürchten sich die Deutschen vor dem Islam, weil sie vergeblich nach einem autorisierten Verhandlungspartner Ausschau halten, mit dem sich Friedensverhandlungen führen oder wenigstens Kompromisse in Streitfragen aushandeln ließen.

Möglich wäre ein Waffenstillstand mit den eingesickerten Terroristen, wenn im Gegenzug die Kämpfe der Bundeswehr gegen die Taliban eingestellt würden. Aber es existiert kein muslimischer Papst, keine kirchenähnliche Organisation, nicht einmal eine wissenschaftliche Theologie. Jede historisch-kritische Forschung ist verboten, selbst die Übersetzung des Korans. Das erscheint raffiniert, weil die arabische Sprache so vieldeutig ist. Dschihad, der Heilige Krieg, kann Vernichtung bedeuten oder nur innere Reinigung. Das macht das Vorgehen gegen die Hassprediger so schwer"

Und schon wieder ist es geschehen. Es ist in Wahrheit ein Glaubenskrieg, hier geht es um nichts anderes, als darum, dass zwei Glaubensrichtungen die Alleinmacht erhalten wollen.

Statt mit offenen Karten zu spielen werden wir belogen.

Erinnern wir uns an die Assimilation der Aborigines, damals wurden ihnen die Kinder weggenommen um ihnen eine ordentliche Christliche Erziehung zu ermöglichen, hieß es.
Aborigines waren die Mündel des Staates, was bedeutete, dass Erwachsene Menschen zu Kindern degradiert wurden.

Erst wenn sie sich wie "weiße" Menschen verhielten bekamen sie die vollen Bürgerrechte. Und weiß war man erst dann wenn man auch den Glauben der Weißen annahm.

Interessant ist, dass ein komplettes Land von weißen Unterjocht wurde und man heute so tut als sei es nur den weißen zu verdanken, das es heute den Aborigines besser geht. Wenn man überlegt das es immer noch Reservate gibt in denen sie leben, dann Spottet es jeder Beschreibung wie Weiße sich dafür feiern lassen, dass ein Volk überleben darf.

Die Geschichte der Aborigines, die Geschichte der Indianer, der Sinti und Roma, der Afrikanischen Stämme, der Juden - sollte uns eigentlich eine Lehre sein.

Bei all diesen Geschichten ging es um Assimilation oder um Vernichtung.

Und immer spielte die Angst eine Rolle.
Die Indianer galten als Wilde. Man erzählte Schauergeschichten am Bett der Kinder und immer waren es die Indianer, wenn irgendwo etwas geschah.

Merkt ihr den Zusammenhang zu Heute?

Es ändert sich nichts, sobald der weiße Mensch angst hat, muss ein andersfarbiger Mensch darunter leiden.
Das ist unsere Menschheitsgeschichte.
Nun haben sich viele Völker bereits den Sitten und Gebräuchen der Weißen angepasst, nun ist also der Islam im Fadenkreuz der Assimilation steht.
Man möchte die Burka abschaffen, als erster Weg zu weiteren Angleichungen. Auf das der Europäer seine Angst besiegen möge. Wieviel Völker müssen noch dran glauben, bis wir endlich psychologisch betreut werden, denn eine Angst hat immer eine Ursache und die liegt selten an anderen, sondern meistens an uns selbst. .

Und je mehr Angst vorherrscht, desto wahrscheinlich ist es auch, das etwas passiert, denn wer sich nur mit dem Unglück beschäftigt, sollte sich nicht wundern, wenn er Unglück erhält.

In dem Sinne...
Nur etwas zum Nachdenken.

Guten Morgen
Eure Jo Andarnil

Donnerstag, 18. August 2016

Ich nehm mir alles zu Herzen - Grundsätzlich!

Nach einem emotionalen und schmerzhaften Tag, schrieb mir ein lieber Freund:
"Nimm dir nicht alles so zu Herzen"
Ich dachte über den Satz nach und dann wurde mir bewusst, dass ich mir alles zu Herzen nehme - Grundsätzlich. Auch wurde mir klar, die wenigsten Menschen werden das verstehen.


Das komplette Erleben steht vor dir, sobald du geboren wirst. Alle Sinne sind bis zum Anschlag geöffnet. Wir lernen also von Anfang an, das wir die Sinnesreize selbst dosieren müssen.
Hinzu kommt die Vorbildfunktion der Mutter, die unsere Überreizung mildert, indem sie uns beruhigt.

Wenn man keine Mutter hat, übernehmen das normalerweise andere Menschen und wenn auch diese nicht da sind, übernimmt es die Natur.

Nach meiner Geburt gab es Krankenschwestern die sich um mich gekümmert haben. Ich war also 6 Wochen ohne das innige Muttererleben vollkommen mit meinen Sinnen alleine, denn wer den Krankenhaus Alltag kennt, weiß das Krankenschwestern keine 24 Stunden um einen Patienten sind.
In diesen 6 Wochen habe ich die Welt erlebt. Ich habe Schmerz erlebt, kurze Momente der Freude, ein Gefühl von Kälte und Wärme. Es war laut, es war leise. Ich nehme an, diese 6 Wochen haben mich auf mein restliches Leben und Erleben vorbereitet.

Ich weiß nicht wie meine Kindheit zwischen dem 1 und dem 4 Lebensjahr aussah. Aber ich weiß aus familiärer Erzählungen, dass ich immer schon anders war. Aufmerksamer, ein wenig tapsiger, mitfühlender, ängstlicher. Ich habe lesen gelernt, da war ich 4, aber ich habe mich nur sehr einsilbig unterhalten und mehr zugehört.
Später dann war die Welt der Sprache für mich eine Welt der Buchstaben. Buchstaben haben mich immer begeistert, ich konnte mich schon als Kleinkind damit beschäftigen das ich Buchstaben gemalt habe, immer einen Buchstaben winzig klein auf einem Din a 4 Heft. Mal von links nach rechts, mal von rechts nach links, mal in der Spirale. So habe ich viele Blätter bemalt über Jahre. Irgendwann kamen dann Sätze hinzu, der Satz. "Ich bin" hat mich sehr fasziniert. Der Gedanke: "Wer bin ich" noch mehr.

Im Inneren war ich schon immer emotional, ich trug meine Seele in Worten bei mir. Schon sehr früh habe ich angefangen Gedichte zu schreiben, Tagebücher voll zu schreiben und dann wieder zu verbrennen. Wenn ich mich leer geschrieben habe, war ich leer. Es war ruhig in mir.
Doch das was in mir war, kam nicht nach Außen, es blieb in mir.
Mein Außen bekam diese Gefühle nur aus Wutausbrüche mit, ich explodierte wie ein Vulkan, brüllte, rannte weg, schlug um mich. Dann veränderte sich mein Leben erneut. Mir begegneten die ersten Grausamkeiten, mein Innenleben teilte sich und so konnte ich auch meine Gefühle im Inneren teilen. Ich war nicht mehr alleine.

Wenn man wie ich absolut Grenzenlos Emotional durchs Leben läuft, dann ist alles schlimm und alles schön. Es gibt kein WENIG in meinem Leben.
Es gibt nur Viel, egal in welcher Richtung. Fülle an Schmerz, Fülle an Glück.
Ich glaube das ich nie gelernt habe zu dosieren.
Man muss verstehen, dass ich viele Jahre im Außen ein komplett anderes Leben lebte als in meinem Innenleben. Das Außen war unwichtig, da funktionierte ich einfach nur wie eine aufgeladene Batterie und wenn die Batterie nicht mehr funktionierte, war ich körperlich krank.

Der wahre Kern meiner Persönlichkeit spielte sich 48 Jahre in meinem Innern ab. Dort lebte ich all das aus, was ich heute öffentlich auslebe.
Dort gab es keinerlei Begrenzungen. Für mich war das Außen voller Grenzen, Stacheldrahtzäune, wie ich einst in einem Gedicht schrieb.
Das Normale Begrenzte, war unerträglich für mich.
Menschen begegneten mir in winzig kleinen Kokonähnlichen Schutzmänteln. Ich sah nur was sie fühlten und oft war das komplett anders als das was sie sagten. Dieses Ungleichgewicht verstand ich nicht. - Ich begriff lange nicht, dass ich eigentlich genauso war - im Außen emotional erkühlt, im Inneren ein Gespinnst an Gefühlten Leben.

Als ich 32 Jahre alt wurde veränderte es sich. Ich lernte meine Frau kennen, ich kam das erste mal mit einem PC in Kontakt. Ich lernte mein Inneres nach Außen zu transportieren.
Endlich konnten alle meine Innenpersonen am äusseren Leben teilnehmen, durch Buchstaben, Worte, Satzzeichen. Nach wie vor ist mein liebstes Satzzeichen die Mehrfachpünktchen am Ende des Satzes. Es zeigt, dass ich in meinem Denken eine Pause mache, der Gedanke mich aber weiterhin beschäftigen wird - oder kurz: "Das Geschriebene ist noch nicht zu ende gedacht - denke selbst weiter, oder lies später. Ich werde noch mal darauf zurück kommen..."

Das schriftliche Eintauchen meiner Innenpersonen hat mich erst einmal vollkommen überfordert. Ich wurde sehr krank, ich dachte ich sterbe. - So zumindest erkläre ich es mir heute.
Mit diesem Eintauchen in die Welt des Außen, kamen auch Erinnerungen an meine Kindheit hervor, die die einzelnen Personen erleben haben. Das was für mich immer ein großes Puzzle war, wurde nach und nach vervollständigt. Je mehr meine Innenpersonen über ihr Erleben schrieben, desto mehr wurde ich ganz.
Ich lernte mich kennen.
Immer mehr und mehr.
Aus heutiger Sicht war das der Anfang von einem langen Weg der Verschmelzung meiner Persönlichkeiten zu einer einzigen Person, welches dann letztes Jahr stattfand.

Vorhin schrieb ich meinem Freund:
"Ich habe irgendwann uneingeschränkt Ja zum Leben gesagt - zu allem was kommt. Dazu gehören auch alle Emotionen, das Eintauchen, Auftauchen, in Kontakt bleiben. Den Schmerz fühlen, Wahrnehmen, ihn nicht wegkicken, nicht verdrängen..."

Ich schrieb: "Ich weiß das ich extrem bin und für viele Menschen kaum aushaltbar. Viele verstehen das nicht. Sie fühlen sich wie ein Beobachter dieser Emotionalität die sie selbst nicht fühlen. Sie halten mich dann für verrückt, überdreht, grenzenlos. Das fasziniert und gleichzeitig macht es Angst.

Für mich als Mensch ist diese Gefühlsvielfalt, alles wahrnehmen zu können ein Geschenk. Natürlich tut es manchmal irrsinnig weh. Menschen die mich lieben müssen das aushalten können, sonst schaffen sie den Umgang mit mir nicht. Ich nehme wirklich jedes Leid und jedes Glück mit. Ich verharre vor nichts, ich gehe nichts aus dem Weg. Ich verdränge nichts und ich speichere nichts. Ich lebe einfach nur diesen einen Moment aus."

Dann schrieb ich:

"...durch das schreiben wurde ich authentisch. Meine Gefühle bekamen Worte. So hab ich fühlen gelernt. Davor war ich eine Hülle mit Körper und vielen Seelen und sie alle haben durcheinander geschrien. Jetzt ist in mir Stille und wenn ich meine Gefühle geöffnet habe bin ich wohlig leer.

Ich weiß nicht wie Menschen es schaffen all das was da ist wegzukicken, diese Überfüllung von Fühlen und Denken und ignorieren und vermeiden, sich zwingen konventionell zu sein, dieses sich selbst belügen, jemand zu sein der man nicht ist weil man sich selbst nicht kennt. Die tägliche Vorsicht, den Schutzmantel nicht zu verlieren - das Leben muss so unerträglich sein.

Wir haben nur dieses eine Leben und der Mensch verdrängt es und packt es in Ziele die nicht da sind und Erinnerungen die er verdrängt.

Ich weiß das ich vollkommen anders bin. Ich nehme das Leben vollständig an. Ich nehme es wahr und habe verstanden das das Leben ich selbst bin. Das es weh tut - es sich zum Herzen nehmen gehört genauso dazu wie das Glück das ich empfinde wenn ich eine Butterblume sehe oder einen Schmetterling. In mir gibt es absolut keine Begrenzung. Nur so konnte ich überleben.
Wenn man so lebt wie ich ist es ein Wunder das ich schon 50 bin.
Ich weiß das alles, aber ich will es nicht ändern. Ich will alles aufnehmen bis es vorbei ist. Alles erleben an Gefühltem in mir.
Mach dir keine Sorgen Gestern ist vorbei, der nächste Moment kommt...
So ist das Leben in seiner gänzlichen Fülle."

Nachdem ich diese Sätze geschrieben habe, atmete ich tief durch, lies die Luft durch meinen Körper strömen.

Wenn man so lebt wie ich, dann lebt man im Dauerschmerz, denn auch Glück tut weh, wenn es undosiert und vollständig erlebt wird.

Die Entscheidung Gefühle nach Außen zu tragen, statt sie im Inneren zu behalten, ist für mich Lebensnotwendig.
Würde ich es nicht tun, würde ich sehr krank werden. Mein Körper kann diese Fülle nur begrenzt aushalten, ich reagiere bei einem Übermaß an Fühlen mit Schmerzen in den Gelenken, dem Rücken, dem Kopf. Ich habe Krämpfe am ganzen Körper, ich bekomme keine Luft. Wenn ich schweige oder aufhöre zu schreiben dann werde ich irgendwann Sterben.
Ich muss um so zu leben wie ich lebe, die Gefühle wieder los werden, sie dürfen nicht in mir bleiben und ich habe gelernt, dass ich mich durch die geschriebenen Worte entleeren kann. Aus dem Grund dieser Blog, aus dem Grund meine Facebook Seiten.

Viele Menschen erleben ihr Leben in Uhrzeiten, ich erlebe es uneingeschränkt ohne Zeit und ohne Raum. Ohne Begrenzung. Das ist meine eigene Wahl, ich hätte es auch anders haben können, aber ich habe mich dafür entschieden. Daher ist der Buddhismus für mich eine sehr logische Religion.
Ich könnte, auch wenn ich wollte keine andere Religion leben, weil sie MICH erklärt. Mein ganzes Wesen bekommt durch den Buddhismus eine Normalität, die es im Außen, mit der Art die Emotionen zu leben, nicht hat.
Ich denke wenn mich überhaupt ein Mensch versteht, dann ist es ein Buddhist, dann ist es mein Freund, der mir schrieb ich soll mich nicht alles zu Herzen gehen lassen.

Mir war es wichtig, diesen Blogeintrag heute zu schreiben.
Ich tat es für meine Freunde, damit sie ein klein wenig verstehen, das meine Worte wirklich nur Momentaufnahmen meiner Gefühle und Gedanken sind. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich teile diese Empfindungen mit ihnen, weil ich keine andere Möglichkeit habe um das was in mir ist zu verarbeiten.
Ich teile es und dann ist es aus meinem System draußen. Ich lebe diese Gefühle vollständig aus, ich weine, ich schreie, ich klammere mich an Stohhalme, ich bin so unglaublich voll mit all dem, das ich kurz vorm zerreißen bin und dann schreibe ich und mit jedem Wort werde ich leerer in mir, ruhiger, klarer, stiller. Und wenn ich fertig bin, fühle ich ein Lächeln in mir, eine sanfte Prise voller Gleichmut. All das was mich vorher so unglaublich berührt hat, das mir den Atem raubte, mich vollständig einnahm, mich so sehr schmerzte das ich dachte ich verglühe,  ich verbrenne, ich sterbe - ist verschwunden. Manchmal weine ich den Gefühlen noch nach. Ich lese meine Sätze und schwimme noch ein Stück hinterher. Aber die Ruhe in mir holt mich ein und ich genieße die letzten Emotionen.

Manchmal bleibe ich auch noch eine Weile und diskutiere. Aber irgendwann ist es gut. Dann ist alles in mir wieder gut. Die Schmerzen gehen und warten bis zum nächsten Mal.
Und dieses nächste Mal kommt mit Sicherheit. Ich habe keine Angst vor dem Leid das sich ankündigt mit einem großen Gong. Leid tut mir nicht mehr weh, denn ich weiß wie ich damit umgehen kann.

Die Entscheidung das Leben ohne Einschränkungen wahrzunehmen ist für mich eine gute Entscheidung. Die ganze Widersprüchlichkeit, einfach alles - es gehört dazu. Das ist für mich die Verschmelzung des Universum zu einem einzigen Punkt, der sich wieder ausweitet und ausweitet...

Das einzig schwierige an dieser Art zu leben - ich lebe alleine. Ich kann es nur schriftlich teilen. Mündlich fällt mir extrem schwer. Wenn ich überfüllt bin, dann schweige ich.
Dann bin ich still in meinem Leid, unfähig zu agieren, ich fühle nur.
Wenn man mich dann fragt warum ich so reagiere wie ich reagiere, gibt es keine Worte die das erklären könnten. Ich sage dann immer: "Aber ich bin so" weil es einfach nichts gibt, das es mündlich erklärt. Das schaffe ich nur schriftlich. Ich habe mir mittlerweile angewohnt zu sagen: "Ich schreibe es auf, dann verstehst du es vielleicht."

Meiner Frau sag ich oft: "Ich muss es aufschreiben um zu verarbeiten" Damit kommt sie gut klar und sie lässt mich schreiben. Ich bezweifle das sie es versteht, aber das ist in unserer Beziehung auch nicht so wichtig, wir lassen uns SEIN. Sie kann mich so wie ich bin akzeptieren und lieben, das ist wichtig. Und sie weiß, danach geht es mir besser.

Jetzt wisst, ihr warum ich so emotional bin.
Mein lieber Freund,  jetzt weißt du warum ich es mir zu Herzen gehen lasse - grundsätzlich Immer...

Alles liebe und ein herzliches Namasté

Eure Jo


Donnerstag, 11. August 2016

Tagebuch - wieder ein Gefühl von Glück


Schnecken gehören wie Katzen und Affen zu meinen Lieblingstieren, diese hier hat mich besonders fasziniert.
- In unserem Garten. 


Meine Freunde und Nachbarn hier bringen mich echt zum Weinen... alle sind so unglaublich liebenswert. Es ist da - das Gefühl endlich nach Hause zu kommen.
Ich kenne das nicht, dass Nachbarn für einander da sind - nicht so wie hier. Da hilft man sich gegenseitig, hat für einander ein Ohr, es entwickeln sich sehr schnell private Gespräche. Man duzt sich...alles sehr fremd für uns. Dadurch das wir schon immer sehr unkonventionell leben, kamen wir in Südhessen nicht so schnell in Kontakt wie hier. Hier ist vieles unkompliziert. Aber auch schlichter, dadurch das viele Tiere haben, ist ein schickes und gestyltes Aussehen nicht wichtig. Mir scheint wichtig ist nur der Kern, der Charakter. Mich hat hier noch niemand gefragt, warum ich Glatze trage, ich tue es und es wird akzeptiert.

Gegenseitige Hilfe ist hier normal. Und was ich wirklich als sehr angenehm empfinde, niemand hat bisher über Flüchtlinge gemeckert, keiner meint er währe ein besorgter Bürger - im Gegenteil, ich erlebe die Leute hier sehr offen, auch Fremden gegenüber - denn letztendlich sind auch wir das. Aber sobald wir erwähnen das wir hier her gezogen sind, fangen sie an zu strahlen und freuen sich.
Anders als in Südhessen, da bleibt man Zugezogene.

Innerhalb von nur einen Monat haben wir Menschen kennen gelernt die uns Tür und Tor öffnen. Toll ist auch, dass unsere Tochter so nett in der Schule aufgenommen wurde. Ich bin sehr happy, dass sie sich hier wohl fühlt. Sie hat innerhalb kürzester Zeit Freunde gefunden und ist in der Kindergemeinschaft so integriert, dass sie sogar ihr Tablet vergisst.

Es ist anders hier, für uns noch fremd, ungewohnt. Ich bin immer noch irritiert und sehr glücklich und auch traurig, denn ich bin in Hessen geboren und immer schon hat mir etwas gefehlt. Ich habe diese Art der Offenheit in Niederlande kennen gelernt und mich dort immer wohl gefühlt. Aber ich hätte nie geglaubt, das Deutschland auch so einen Pfleckchen Erde hat, an dem Mensch endlich ankommen kann, sich wohl fühlen kann. Sich niederlassen kann mit dem Gefühl nicht allein zu sein.
Hier wird mir bewusst, wie einsam ich in Südhessen war. Es wird mir auch bewusst, wie anders ich Freundschaften gelebt habe. Ich lerne eine ganz andere Seite an mir kennen - diese Intensität der gegenseitigen Hilfe, des miteinanders - es ist wundervoll. Wir sind mittendrin und nicht mehr am Rand.

Und das obwohl wir Homosexuell sind, obwohl wir eine andere Religion haben. Das macht mich Glücklich.


Herzlichst eure Jo

Samstag, 23. Juli 2016

Immer noch... Tagebuch...

 Zu den letzten Ereignissen:

Manchmal ...
Immer noch liest man und hört man aus der Trichterposition gewolltes, nicht wahres, vermutetes, bedeutsames.
Man hört die OHs laut im eigenen Ohr, verfolgt die an Unfallstellen stehenden, glotzenden, sich projizierenden, an den Fernsehern hängenden, in die bildenden Zeitungen vertiefenden. Die an Oberflächlichkeiten kauenden, die Nichtssagenden Vielsagenden, nicht wissen was sie meinen, weil die eigene Meinung viel zu anstrengend ist, die sich ankauernden, anbiedernden, die das glauben wollen, was andere an Unwahrheiten denken. Die am Grauen nagenden, sich größer und besser fühlenden, die mit dem Zeigefinger winkenden.
Die mit dir Streiten wollenden, weil sie das was sie nicht wissen verteidigen müssen, damit es an Zapfen von Bäumen hängt, wie Wassertropfen in den Abfluss kullert. Wie mich das nervt. Wie mich das nervt, wie es mich nervt. 

Manchmal ...
...schweigt man (besser).
...schreit gegen die Wand.
...läuft blind in Gräben
...ballt die Fäuste
...hält die Luft an, hört auf zu atmen.
...erbricht man

...fängt an die Welt zu kreieren, die in der eigenen brutalen Phantasie existiert...
Um sie nach Draußen zu lassen, um sie wahr werden zu lassen.
Manchmal ...
... erstickt man besser an seinem Erbrochenen.

(co) Johanna Andarnil Schlitzkus

Die nächsten Zeilen habe ich aus einer sehr interessanten Diskussion entnommen, die ich heute geführt habe (interessant, neutral, achtsam und respektvoll... das muss man betonen, denn normalerweise ist Facebook dafür bekannt, das solche Diskussionen Seltenheitswert haben). Die Sätze stammen natürlich von mir:

Warum es sich bei dem Begriff: "Migrationshintergrund" um Manipulation in der Berichterstattung handelt:

"... Momentan ist es absolut Kontraproduktiv den Geburtsort eines Täters mit einfließen zu lassen, da die Bevölkerung gleich darauf schließt es könne irgendwas mit IS zu tun haben. Dazu reicht schon das Wörtchen: "Migrationshintergrund": Somit wird von vorne herein suggeriert das die Zugehörigkeit eines Landes größer bemessen wird, als die Tat selbst.


Das Gehirn kann nur bestimmte Informationen speichern, der Rest geht verloren. Damit spielen die Medien, sie geben also zuerst Informationen raus, die Mutmaßlich sind, also keiner Wahrheit entsprechen, sondern auf Vermutungen basieren. Das reicht schon um Angst zu schüren UND Interesse zu wecken. Die Wahrheit die viel Später erst kleingedruckt erscheint, geht unter. Was zurück bleibt ist der erste Eindruck. Aus einem Verrückten der wild um sich schießt, ist ein Attentat eines IS geworden - das bleibt und hält sich wie Kaugummi und die Leute die das weiter verbreiten, sind sich zu 100% sicher das es die Wahrheit ist. Und wenn jemand sich zu 100% Sicher ist, erreicht er andere Menschen, wie ein Lauffeuer. Ganz egal was denn nun wirklich passiert ist, hat das Ergebnis dieses Lauffeuers verherrende Wirkung und spielt den Rechten Politikern UND der IS in die Hände.

Die Frage die man sich hier langsam wirklich stellen muss, ist - ist das so gewollt, oder handelt es sich bei diesen Berichterstattern um Vollidioten - und wenn ja warum stoppt die niemand? Ich tippe auf ersteres."

Sorry das ich politisch werde, aber ich kann es nur immer wieder betonen, ich bin so unglaublich froh, das ich keinen Fernseher habe - Facebook, Google und Twitter reicht voll und ganz um den Glauben an die Menschheit zu verlieren - ich bin froh, dass ich mich immer wieder motivieren kann um Hoffnung zuzulassen - dazu benötige ich aber genug Abstand von dem was meine Mitmenschen so schreiben, momentan habe ich fast alle Abonnements geschlossen und überfliege nur noch das was Freunde posten, von denen ich weiß, dass sie meine Einstellung zum Weltgeschehen einigermaßen teilen. Alles andere versuche ich so gut wie zu ignorieren. Anders geht es gerade nicht. 

Bitte schaltet euer Gehirn ein und hinterfragt das was ihr lest - egal was ihr lest. 

Ich verzichte heute ausnahmsweise auf das Namasté
Ich wünsche euch alles Liebe, Gute, Frieden!!!
Eure Jo Andarnil


Donnerstag, 5. Mai 2016

Weckt mich bitte auf aus diesem Albtraum (Musik)


Hier der Link zum Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=H8Jp7ZOelNc



Man mag von Xavier Naidoo denken was man will, aber dieses Lied ist Genial!
Ursprünglich gesungen von Samy Delux/Text Samy Delux von 2001


"Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum

Wir leben in `nem Land, in dem mehr Schranken stehn als es Wege gibt,
mehr Mauern als Brücken gibt, Stimmung is negativ,
und die Alten fragen warum rauch ich täglich Weed,
warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv,
wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,
umgeben von Schildern die uns sagen: Betreten verboten!
umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen,
während Bullen daneben stehn, um Problemen aus dem Weg zu gehen
umgeben von Ja-Sagern, die alles nur nachlabern,
den kaltes dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern
umgeben von Kinderschändern, die grad mal Bewährung kriegen,
genauso wie die scheiß Nazis deren Opfer unter der Erde liegen.
Hat dieses Land wirklich nich mehr zu bieten
als ein paar Millionen Arschgesichter mit ner Fresse voller Hämoriden,
die meinen dies Land sehr zu lieben, doch sind nich sehr zufrieden,
passt zu eurem Frust oder warum seid ihr hier geblieben?
Ich muss mich von euch ganzen Schlappschwänzen abgrenzen,
all den ganzen Hackfressen, die mich jeden Tag stressen,
sind die gleichen Leute an der Spitze die sich sattessen,
und Minderheiten werden zu Mehrheiten und trotzdem vergessen!

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

Ich bin der Typ der kurz nach Beginn der Party schon geht,
weil ich nich feiern kann solange ich im Babylon leb,
wir haben miese Karten, regiert von Psychopaten,
verwaltet von Bürokraten, die keine Gefühle haben,
kontrolliert von korrupten Cops die oft Sadisten sind,
Verdächtige suchen nach rassistischen Statistiken,
gefüttert von Firmen die uns Jahrzehnte lang vergifteten,
informiert durch Medien die`s erst zu spät berichteten,
scheiß auf`n Unfall im PKW, Schäden von THC,
wir ham` bald alle BSE, und du schaust noch auf dein EKG,
bevor dein Herz stoppt,
und denkst auf`n dickes Steak hätt ich trotzdem jetzt Bock (verdammt nochmal),
Gehirnwäsche pur, rund um die Uhr und Vater Staat schlägt und vergewaltigt Mutter Natur,
die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader,
und ham nen Horizont von ca. einem Quadratmeter, keine eigene Meinung,
aber zehn eigene Ratgeber,
die schwachsinnigen scheiß reden als hätten sie nen Sprachfehler,
hoffen die braven Wähler zahlen weiterhin gerne Steuergelder,
doch ich bin hier um Alarm zu schlagen,
wie`n Feuermelder!

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

(diese Strophe wurde Naidoo geändert)

Was sagt wohl Frau Merkel dazu, ich glaub ich ruf sie mal an, sag zu ihr Angi, schau dir doch unsere Jugend mal an,
1/3 starrt mit offenem Mund auf ihre Playstation,
das zweite Drittel feiert im Exzess als Rave-Nation,
abhängig von teuflischen pharmazeutischen Erzeugnissen,
weil sie nicht wussten was diese scheiß Drogen bedeuteten,
das dritte Drittel hängt perspektivlos rum auf deutschen Strassen,
Kids mit 13 Jahren ziehn
sich schon dies` weiße Zeug in die Nasen,
die keine Ziele und Träume haben, und das sind meist teure Waren,
kann nich leben, nich weiter als heute Abend,
denken zur Not geht es wie bei Nintendo noch neu zu starten,
scheißen drauf ob sie bald sterben, wer will schon alt werden,
in diesem Land, in dem mehr Schranken stehn als es Wege gibt,
mehr Mauern als Brücken gibt - Stimmung is negativ,
für die Alten: Darum rauchen wir täglich Weed,
und deshalb sind ich und meine ganze Generation so depressiv

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen"

Freitag, 25. März 2016

Karfreitag und Ostern - Gedanken



Da wir ja heute Karfreitag haben und das Osterwochenende bevor steht, hier mal ein paar Gedanken die ich mir gemacht habe (Neutral Betrachtung):

Religionen laut Wiki:
61%Christen
vom Rest sind:
2 bis 4,5 Mio. Muslime, was 2,4 bis 5,5 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
270.000 Buddhisten
200.000 Juden, 100.000 Hindus, 80.000 Jesiden, 5.000 bis 15.000 Sikhs und 6.000 Bahai.

Etwa 34 % der Menschen in Deutschland sind konfessionslos.
Wenn man jetzt überlegt, das viele Christen zwar noch in der Kirche sind (manche scheinen es wirklich vergessen zu haben, dass sie getauft wurden), aber sich selbst nicht als Christen, sondern eher als Atheisten betrachten und bedenken wir der Kleinkinder, die zwar nach der Taufe in die Kirchenstatistik aufgenommen werden, aber noch gar keine Religion leben. Und bedenken wir der Verstorbenen und denen die zwar ausgetreten sind, aber noch Statistisch geführt werden - könnten wir also noch mal 15% abziehen und dann kommen wir auf: 46% gläubige Christen (wenn überhaupt, laut einiger Artikel ist die Zahl weit niedriger). Und wenn wir uns jetzt fragen warum 46% von 100 unsere Politik und unsere gesellschaftliche Kultur prägen blinken bei mir große Fragezeichen auf.
Gesellschaftlich werden wir von einer Religion indoktriniert die sowohl politisch als auch gesellschaftlich die Fäden eines ganzen Landes zieht. Dabei werden alle anderen Religionen vollkommen ignoriert oder gar ausgegrenzt, die Frage die mir immer wieder stelle - ist das gesetzlich überhaupt rechtens?

Darf eine Minderheiten Religion sich als politische Mehrheit betrachten?
Und warum ist es nicht möglich Politik und Religion zu trennen?

Ganz ehrlich ich finde es nicht schade wenn Religionen aussterben und somit anderen weniger dogmatischen Glaubensrichtungen Platz machen. Unsere Welt verändert sich jede Sekunde, entweder man kann mit halten als Tradition oder man geht irgendwann unter. Ich spreche hier übrigens von jeder Religion und betrachte nicht nur das Christentum kritisch.
Wir müssen alle anfangen Religion freier zu betrachten und zwar fern jeglicher Konstrukte und Organisationen. Religion sollte Volksnah gelebt werden und mit den jeweiligen Entwicklungsstufen des Menschen mithalten können, das beinhaltet auch eine globale Betrachtung unserer Lebensweisen und unseres Weltgeschehens.

Ein absolutes No-Go von meiner Seite:
Wenn eine Religion es befürwortet das Mensch und Tier missbraucht und misshandelt wird, ist es keine Religion sondern eine Doktrin und dann sollte es auch als eine solche betrachtet.

Und welche Religionen dementsprechend handeln - das muss ich hier nicht ausführlich erklären. Nur so viel - keine hat es geschafft die eigenen ethischen und moralischen Grundsätze bei den Gläubigen dauerhaft am Leben zu halten.
Und DAS finde ich wahrlich schade.

Somit frage ich ganz ernsthaft, was bewegt uns wirklich religiös zu leben?
Ist es nur eine Illusion der wir erlegen sind.
Oder steckt eine positive Entwicklung dahinter die wir realistisch erkennen können?
Wenn ja welche?
Ich bin über eure Antwort sehr gespannt.



Namasté 
eure Andarnil

Link:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article119742216/Christen-in-Deutschland-werden-zur-Minderheit.html
Zahlen Wiki
Wie jedes Jahr sterben zu Ostern tausende von kleinen Babys. Keiner von denen die Lämmer essen macht sich darüber Gedanken, dass er ein kleines Baby auf dem Teller hat.
Sie hätten noch ein ganze Leben vor sich. Aber dem Menschen mit seinem gefrässigen Egoismus ist das Leben anderer Wesen egal.

Go Vegan und ändere diesen Kreislauf auf das die Kinder dieser Welt Erwachsen werden dürfen!!!


Ein wahrer Christ übt sich in Nächstenliebe zu Mensch UND Tier!!!
(Ich füge ein: Ein wahrer Gläubiger übt sich in Nächstenliebe ..., da diese aber ein christlicher Feiertag ist, müssen die Christen dran glauben - „smile“-Emoticon und es nutzt hier gar nichts, sich angegriffen zu fühlen... macht es doch einfach besser!!! )

Love Vegan !!!✌

Montag, 21. März 2016

Ein Tag der Trauer - Tagebuch

Ich glaube ich habe noch nie so viel geweint wie in den letzten Monaten.
So vieles nimmt gerade Abschied in mir und das Leben scheint gerade sehr dunkel zu sein.
Heute habe ich einfach mal losgelassen, vom Stark sein und den Schmerz fließen lassen.
Ich kann leider nicht jammern, wie gerne würde ich den Mond anheulen oder mich suhlen in meinem Schmerz. Mich einfach hingeben in das Leid und Rotz und Wasser fließen lassen, bis ein Bach entsteht aus Trauer und Schmerz.
Aber es kommt nur Phasenweise und dann sehe ich eine Blume oder irgendetwas lässt mich lächeln, der schmerz ist weg, bis zum nächsten Mal...
Er kommt und geht, manchmal im Minutentakt. Mein Lächeln wechselt sich mit einem Weinegesicht ab.
Es tut weh dauernd.

Dieser Zustand von Schmerz lässt mich noch tiefer werden, für das Leid anderer Wesen. Ich komme nicht mehr an den Punkt an dem mein Schmerz schlimmer ist. Es ist beides da und vermischt sich. Mein Weh mit dem der Anderen. Egal ob nun Tier oder Mensch. Schmerz ist Schmerz.
Und Schmerz tut immer weh.

Es gibt Momente da zerreisst es mir das Herz - und ein paar Sekunden später wundere ich mich das es noch genauso schlägt wie vorher,  nicht schneller, nicht leiser. Ich müsste eigentlich Blut kotzen, aber ich tue es nicht.
Es ist als wäre alles so wie vorher, während meine Seele schreit, hören meine Ohren wie draußen die Müllabfuhr fährt, wie eine Katze leise miaut, mein Hund schnarcht. Die leisen Atemgeräusche meiner Liebsten.
Während mein Kopfkissen sich füllt mit Feuchtigkeit denke ich darüber nach wie schön es sein wird am Meer spazieren zu gehen und gleichzeitig wird mir bewusst, das wir noch kein Zuhause gefunden haben. Mein Gehirn sagt: "Wir haben kaum noch Zeit! Scheiße!" und drängt den schönen Gedanken vom Meer beiseite und dann fühle ich es wieder dieses Zerreissen meines Herzens.
Ich fühle wie sich der Schmerz in mir ausbreitet bis er meinen Hals erreicht hat und dann kommen Töne aus mir und in der Stille der Nacht hört es sich an als würde ein kleines Baby gerade aufwachen.

Den Schmerz zuzulassen, ihn nicht abzutöten, oder wegzuradieren - ist eine Aufgabe die nicht leicht ist. Es ist zu begreifen das die Grenze vom Leid Grenzenlos ist.
Das was ich jetzt fühle scheint mir das schlimmste zu sein, das ich je gefühlt habe. Aber in Wahrheit habe ich schlimmeres erlebt, viel schlimmeres. Nur gibt es da keine Waage die den Schmerz in kleine kg aufteilt. Alles fühlt sich gleich schlimm an.

Das ist etwas das ich verstehen lernen musste. Denn so weiß ich heute, egal was wir Lebewesen erleben es tut immer gleich weh. Alles ist furchtbar schlimm wenn es passiert und relativiert sich nachdem es passiert ist.
Morgen vielleicht geht es mir besser und heute ist mein Weltuntergang.
Das Leben scheint seinen Sinn zu verlieren.
Gerade jetzt wünsche ich mir ein Loch herbei in das ich fallen kann, tiefer um tiefer und das sich über mir schließt.

Früher als ich noch viele war, habe ich meine Persönlichkeit gewechselt, mein Fell, mein ich. Ein anderer der stärker war ist statt dessen aufgetaucht und ich konnte ins innere gehen, in meine Schützhülle, meinen Kokon.

Jetzt bin ich hier, immer hier bei mir und erlebe das was wir aufgeteilt haben.
So geht es wohl  jeden der nicht viele ist und ich wünschte jetzt in diesem Moment meine vielen zurück, die mir die Sicherheit geben, die ich noch nie hatte... eine Illusion nur, aber sie tat mir gut.

Ich bin dankbar für diese Zeit.
Und ich bin dankbar für diesen elenden Schmerz der mich heilt von dem Schmerz meiner Vergangenheit...
Jetzt.

Namasté eure Andarnil





Montag, 22. Februar 2016

Ein buntes Land



Ein buntes Land

wo ist dein Herz geblieben
du deutsches Vaterland
bist im braunen Dialog mit deiner Vergangenheit
Ohne Verstand
Flankierst im Gleichschritt
Geradeaus und willst den Weißen die Füße küssen
und wieder zum Krieg aufrüsten.

Ich sehe sie die Bürger mit ihren besorgten Blicken
und den Fahnen die sie hissen
Die Wut und den Hass hinaus brüllend
Und die Fäuste in die Luft gerissen.
Und die Angst in den Augen von denen die "anders" gemacht werden
Es sind nicht die "anderen", es sind die Herden
die Deutschland ins Verderben stürzen.
Die die sich Volk nennen, sind die die das Land in braune Gülle versenken
So wie einst vor vielen Jahren
wir die Deutschen verpestet waren
In jedem Land dieser Erde spuckte man uns an
Wegen einer Volksmacht die "gott sei dank" entmächtet worden ist - und wieder kann.

So hoffe ich
Denn ich bin die Andere
Nicht weiß und nicht Arisch im Blut
Mit einem Herzen voller Liebe, statt voller Wut
Ich will euch nicht in meinem Leben
Ihr habt uns Menschen nichts zu geben
Ihr wollt nur nehmen, das Leben
Und bringt Leid in unsere Gassen
Auf das es wieder so weit kommt
Das uns andere Länder werden hassen.

Dann geht doch verdammt und macht eure eigene Insel
Auf das ihr uns nicht weiter bepinselt mit eurer scheiß Ideologie
Eurer Idiotie
Eurer "Vaterlandsliebe" die besteht aus dem Trieb zu vernichten
statt zu Verbinden.
Wir Verbünden uns gegen euch  und werden den Frieden finden
den ihr versucht zu verhindern.
Oh Nein das werdet ihr nicht schaffen
Nicht mit eurem Wutgebrüll und auch nicht mit euren Waffen.

Denn ein Herz schlägt immer lauter als der lauteste "Heilschrei"
Damit uns die Geschichte nicht überholt
Denn was einst gewesen darf nie wieder sein.

Lasst uns UNS finden
Damit wir Verbinden
Uns zu einem Land das mit Herzen regiert
Statt das es uns die Seele einfriert.
Lasst uns auf kahlen braunen Ackern Blumen pflanzen
Aus Ländern und Nationen
Auf das nicht das Braune regiert
Sondern das Bunte, die Vielfalt miteinander harmoniert.

Das ist es was ich für unsere Kinder will
Ein buntes Land und keinen Drill.


Namasté
Eure Andarnil





Bild:
“Das Leben ist bunt” von (c) Anette Göke
Text
(c) Johanna Andarnil Schlitzkus

Samstag, 20. Februar 2016

Tagebuch: Reichtum


Die letzten Wochen waren voller Polaritäten:
Dinge die mir aufgefallen sind, Dinge die passiert sind, Veränderungen unaufhaltsam die mich vorwärts tragen, ohne das ich etwas dafür oder dagegen tun kann - es tut für mich.

Wir werden unseren Hof verlieren und auch wenn ich immer noch nicht die Einzelheiten öffentlich preis geben kann, so doch das - denn es belastet uns sehr. 
Die letzten Wochen waren nervenaufreibend und zu der Trauer die da ist, ist auch ein Gefühl von Abschied gekommen, das - ähnlich wie es Hesse in meinem Lieblingsgedicht (Stufen) beschreibt - auch ein Gefühl von Hoffnung bereit hält. 
Es ist ein Auf und Ab voller Klarheiten - ich bin der Kontrolle beraubt, die mir einst Sicherheit gab - Kontrolle über mein eigenes ICH - das es nun nicht mehr gibt. - Nie gab.

Diese Kontrolllosigkeit hat vieles in Gang gebracht, unter anderem die Erkenntnis das es so etwas wie einen finanziellen Reichtum nicht gibt. Wir schwimmen alle auf einen Sack voller Papier, das von Bäumen abstammt, das jederzeit verbrennen kann, verschimmeln kann, sich im Wasser auflösen kann, verschwinden kann, wie eine Seifenblase die durch den Wind zum platzen gebracht wird. 
Finanzieller Reichtum ist eine absolute Illusion und nur der der einmal arm war, wird darüber lächeln können, wenn er sein letztes Brot an die Ratten verfüttert - Was bin ich dankbar, das ich einst arm war, denn ich kann darüber lächeln und mich darüber freuen, das es den Ratten schmeckt. 

Nach zwei ganz unterschiedlichen Telefonaten habe ich festgestellt wie unterschiedlich Reichtum definiert wird.
Für die einen bedeutet es, Golf zu spielen, oder in der größten Therme Deutschlands einen Wellnesstag zu feiern. Oder in einem Schloss zu frühstücken. Für mich bedeutet Reichtum:

Morgens aufzuwachen und den Menschen den ich liebe neben mir atmen zu hören.
Reichtum bedeutet für mich, das Lachen meiner Tochter zu hören, oder ihr Gemotze kurz bevor sie zur Schule muss.
Reichtum bedeutet für mich, das Wort Liebe, das ich seit 18 Jahren täglich höre und in den Augen meiner Frau sehe.
Reichtum bedeutet zu fühlen und zu erfahren, dass es Menschen gibt, die an meinem Leben teilnehmen - die ich teils noch nie in Wirklichkeit gesehen habe. Reichtum heißt in den Augen eines Tieres die Wunder zu sehen, wenn es das erste mal in Freiheit ist und über die Wiesen und Felder läuft. Reichtum heißt für mich, den Tau auf meiner Haut zu fühlen, nach einer Sommernacht. Es heißt warme Füße zu haben weil meine Frau sie mir mit ihren Füßen wärmt - oder kalte Füße zu bekommen, weil ich ihre kalten Füßen wärme. Reichtum heißt zu dritt im Badezimmer zu sein, das so eng ist, das man sich eigentlich nicht mehr bewegen kann und trotzdem zu lachen und zu quatschen obwohl eine von uns auf Toilette sitzt. Reichtum heißt für mich Intimität und Zuneigung, ein Gefühl von Geborgenheit, das Gefühl mit dem Rücken vor jemanden zu stehen und sich einfach nach hinten fallen zu lassen - mit dem Wissen, man wird aufgefangen. Reichtum heißt neben jemanden zu liegen der Weint, weil er traurig ist und neben jemanden zu sitzen, der krank ist und dem Rotze aus der Nase läuft. Reichtum heißt wenn mein Kind sich weh getan hat und zu mir läuft, weil es mich noch braucht und sich an mich schmiegt und wir gemeinsam einen Film ansehen. Reichtum heißt ehrlich antworten zu können, wenn jemand fragt wie es mir geht und zu wissen, das er es wirklich wissen will. Reichtum heißt das Gefühl in sich zu tragen, das Geld nur aus Papier oder Metall besteht und das es viel schöner ist, etwas zu tauschen oder zu verschenken was man nicht mehr braucht. Reichtum heißt für mich Menschen zu kennen die Katzenfutter für Tiere spenden die sie gar nicht kennen oder einfach alles stehen und liegen lassen, weil wir uns gerade scheiße fühlen - obwohl sie 24 Std. durchgearbeitet haben und eigentlich nur noch schlafen wollen. Reichtum heißt zu wissen das es einen Platz gibt, an dem ich Schlafen kann, immer und egal um wieviel Uhr und Reichtum heißt im inneren zu fühlen, man ist ein guter Mensch, weil man das Beste tut für sich und andere, um für andere da zu sein - damit sie den gleichen Reichtum fühlen wie ich selbst.

DANKE an meine Freunde und an meine Familie ! !  und ein sanftes und friedvolles (auch wenn die letzten Sätze in meinem Blog das nicht vermuten mögen)
Namasté an meine Leser.

Herzlichst eure Jo

PS: auch wenn ich mich hier politisch doch sehr zurück halte: Reichtum bedeutet für mich auch: kein "besorgter Bürger" zu sein, bzw. niemals ein "besorgter Bürger" zu werden.
Es sollten sich die Menschen schämen, die vor einem Bus stehen und Kindern angst machen, die hier her kamen voller Hoffnung und alles was ihnen begegnet, sind Augen voller Hass... Leider bleiben solche Nachrichten nicht vor mir stehen. Und auch wenn so manch eine Halbwahrheit in den Berichterstattungen steckt... Videomaterial zeigt zwar nur eine Momentaufnahme, aber der eine Moment voller ängstlicher Kinder hat mir für den Rest des Monats gereicht. Ich fühle mich ins Mittelalter versetzt...

Dienstag, 26. Januar 2016

Minimalismus ab Februar - Tagebuch 1




Gerade gelesen, ein ordinierter Freund übt sich in *Motomenai... und hat somit eine Vorbildfunktion für mich. Denn das steht bei  uns auch an... mein Wunsch ein Haus in einem 7,5 Tonner... ab Februar sind wir am Ausmisten... auf das unser neues Leben im herzlichen Überfluss ohne Verlangen nach materiellen Gütern beginnt...

Die Idee ist in meinem Kopf - das Umsetzen erstmal mit vielen Fragezeichen verbunden. Wie reduziert man ein 7 Zimmer Haus auf ein drei Zimmer Haus? Wie reduziert man 5 Kleiderschränke (in denen auch Bettwäsche, Handtücher usw. liegen) auf zwei Kleiderschränke, einen für unsere Tochter und einen für uns.
Wie reduziert man in etwa 40 Paar Schuhe auf maximal je Person 3 Paar Schuhe.

?


Was wir behalten wollen, steht fast schon fest:
Mein Atelier - die Sachen bleiben natürlich.
Mein Schreibselzeug.
Unsere Antiquitäten vom Trödelmarkt, Flohmarkt, Geschenktes.
Das wären zwei alte Jugendstilschränke, einige kleine Schränkchen von Anno dazumal. Meinen großen Spiegel, unser Metallbett (Sofa Alternative), den indonesischen Schrank, die indischen Tische - also das komplette Meditationszimmer. Shayas uraltes Holzbett, unser Ikeabett. Das blaue Küchenbuffet vom Speicher der Nachbarn, Küchenutensilien die wir auf jeden Fall brauchen. Unser Küchentisch und die zwei Bänke und unsere zwei Hocker... 
Das ist schon mal im Kopf als Bestandsaufnahme gebucht, daran wird sich auch nicht viel ändern - glaub ich.
Dann gibt es noch die 10000 Kleinigkeiten und da sehe ich eher ein Problem.
Da kommt jetzt schon Freude auf, wenn ich nur daran denke.

Zu Motomenai, es hört ja nicht einfach bei der Raumausstattung auf, es geht weiter... Nahrung - welche benötigt man, was sättigt, was macht wirklich glücklich. Ist ein zwei Meter Kühlschrank wirklich wichtig, oder reicht auch ein kleiner?
Braucht man wirklich so viele Pflegezeug? 
Braucht man Pafum und Schminke... meine ist sowieso reif für den Müll, denn als ich das letzte Mal Lidschatten benutzte ist Jahre her und das Zeug liegt immer noch im Schrank herum.
Braucht man so viel Putzzeug?
Unsere Küchen/Bad/Schlafzimmer/Dachboden/Kellerschränke sind voll mit dem Zeug, teilweise stehen noch irgendwo Umzugskartons herum die wir nie ausgepackt haben.
Shaya hat schon ordentlich aussortiert und somit ihren Spielzeugkonsum reduziert.

Es gibt so eine Type in mir die sagt: "es gibt doch Wohnungsauflösungen" Wir packen alles was wir nicht verschenken, oder verkaufen können in "Wertstofftüten" (Heißt Papier zu Papier, Plastik zu Plastik) usw. Überall kleine Haufen und den Rest lassen wir erledigen. Ich  liebe diese Type... aber vorher müssen wir noch einiges verkaufen, damit wir uns das überhaupt leisten können... es kommen also ereignissreiche Wochen auf uns zu, wenn wir das wirklich durchziehen wollen... ich bin gespannt und werde euch berichten.
Ab Februar geht es los... und dann kann ich auch endlich offen über den Stress der letzten Wochen schreiben... ich habe eine Menge hierzu zu sagen... mehr als so "ein mancher" gerne lesen mag...
Das  letzte Jahr war heftig, die letzen Wochen waren die Hölle, aber es geht aufwärts ...  

In diesem Sinne...

Ein Namasté
Herzlichst eure Andarnil



*Motomenai - ohne Verlangen (Japan, ZEN)

Freitag, 22. Januar 2016

Tagebuch: Klarheit


Die Klarheit die mit dem Erkennen der Ich-Illusion entsteht... hat ihren Preis. Weder "Ablenkung, noch Wegschieben" funktioniert, man muss sich  den Dingen des Lebens stellen. Und da es weder Erfolg noch Niederlage gibt, gehört der Kampf oft zu dem  Teil des Lebens, der vor dem Erkennen der Ich-Illusion lag...

Mit den Worten von Chan-Meister Hongzhi Zhengjue
(jap. Wanshi Shogaku, 1091-1157), wünsche ich euch eine gute Nacht.
Namasté eure Andarnil


„Leer und wunschlos, kalt und kahl, schlicht und wahrhaftig, dies ist die Weise, wie wir die verbliebenen Gewohnheiten vieler Leben überwinden und zusammenfalten können. Wenn die Befleckungen alter Gewohnheiten erschöpft sind, erscheint das ursprüngliche Licht, strahlt auf in deinem Schädel, ohne daß noch etwas anderes daneben wäre. Weit und geräumig, gleichwie im Herbst Himmel und Wasser verschmelzen, gleichwie Schnee und Mond dieselbe Farbe zeigen, so ist dieses Feld ohne Grenze, jenseits jeder Richtung, eine strahlende Einheit ohne Ecke und Naht. Und wenn du dich dann nach innen wendest und alles vollkommen losläßt, ereignet sich die Verwirklichung. Genau in diesem Augenblick der völligen Loslösung sind alle Überlegungen und inneren Dialoge tausend oder gar zehntausend Meilen entfernt. Und doch ist kein Prinzip erkennbar, worauf könnte man also zeigen, oder was erklären? Menschen, denen der Boden aus dem Eimer gefallen ist, finden vollkommenes Vertrauen. Daher werden wir gelehrt, einfach die wechselseitige Bedingtheit zu erkennen und zu erforschen, und schließlich uns wieder umzudrehen und in die Welt zu gehen. Wandere dahin und spiele in Samādhi. Jedes Detail erscheint völlig klar vor dir. Klang und Form, Echo und Schatten erscheinen augenblicklich und ohne Spuren zu hinterlassen.“

Hongzhi, Praxisanweisungen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Tagebuch 20.1 - innere Einkehr


Heute gibt es nur ein Bild von mir... und ein wenig Prosa. Ich werde mal wieder eine kleine Pause einlegen, mich besinnen, einkehren in mein Inneres. Nachdenken. Es stehen Entscheidungen an, die gut überdacht werden müssen... Leben verändern sich, weiten sich, verspannen sich, entspannen sich... ich melde mich spätestens im nächsten Monat... und dann kann ich vielleicht auch offener über das Sprechen was in den letzten Monaten und Wochen passiert ist... 

Orte die ich noch nicht kenne...
Gedanken und Gefühle die mich treiben,
mich anhalten lassen an Wegen die ich noch nie gegangen bin.
Es gibt so viel zu tun sagt mein Kopf und mein Herz möchte das festhalten, dass es kennt.
Hier bin ich Glücklich, sagt es...
Wo immer es mich hin trägt, ich warte auf Entscheidungen die nicht die meinen sind...
Aber ich lächle still in meinen Weltenschmerz hinein, der so ist wie er ist.
Und hin und wieder weine ich Regen in eine unkontrollierte Welt.
Und hin und wieder stürze ich mich in die Fluten und lasse mich gedanklich hinwegtragen an die Orte die ich bald kennen werde...
Vorbreitend fange ich schon mal an Glück zu üben... denn ich weiß, dass ist das einzige, dass ich mitnehmen werde - weil ich nicht alleine bin.


Euch ein herzliches Namasté 
Alles liebe eure Andarnil


Bild: "Weltenschmerz" von Jo Andarnil Schlitzkus - steht zum Verkauf bereit. 

Dienstag, 12. Januar 2016

Tagebuch - Ausstellung plus Update

Update 22.1.2016

Babenhausener Post


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Momentan fühle ich mich wie dieses Bild -  "Kopfüber".
Emotional bin ich wieder etwas gefestigter. Es geht mir gut... so gut wie es eben gehen kann, in der Situation in der wir momentan sind.
Die letzten Tage waren eine emotionale Achterbahn die ich niemanden wünsche.
Gleichzeitig mit der Trauer und - Wut - kamen und kommen viele Ideen, viele Illusionen die ich wieder verwerfe, weil sie Zukunftsprognosen versprechen die irrational sind. Aber auch kreative und konstruktive Gedankengänge, die ich umsetze und noch umsetzen möchte.  
Es leben lassen, erleben lassen, zulassen... was anderes bleibt mir nicht übrig. 
Jeder Tag wieder ein neuer Tag. Jeder Tag ein kleiner Kopfstand mehr... 

Es ist ein Hoch und ein Tief und wieder ein Hoch. Früher konnte ich zwischendurch die Luft anhalten, oder besser die Zeit, eintauchen in einen Zustand von nicht fühlen, vergessen. Das ist jetzt nicht mehr möglich, mir wird jetzt in diesem Moment so richtig bewusst, welch ein Geschenk die Dissoziation ist. Für Betroffene ist es ein unausweichlicher Zustand von Kontrolllosigkeit, von Fremdbestimmung, Kranksein, Anormalität, Hoffnungslosigkeit. Solange bis man akzeptiert. Danach wird es leichter und für einen selbst normaler.

Für mich war es ein geschützter Raum. Mein Bild "Geschützt" (siehe unten) erklärt genau was ich damit meine. Verletzt und Nackt sitzt meine Protagonistin in einer kokonähnlichen Höhle. Genauso habe ich während meinem Vielesein in unserem "Schutzraum" gesessen, wenn eine andere Persönlichkeit sich für mich schützend ins Außen begab.


Ich empfinde mein Leben nicht mehr geschützt. Es ist dem Wandel der Kontrolllosigkeit unterworfen, was immer passiert, passiert. Damit muss man erst einmal zurecht kommen. Das Alte System etwas oder jemanden kontrollieren zu wollen, ist noch als nicht erfüllbarer Wunsch in der Erinnerung vorhanden. In meinen Bilder verarbeite ich meine Gefühle vielleicht noch intensiver als in meinem Blog. Das wird mir gerade in diesem Moment bewusst. 
Mein letztes Bild und mein erstes das ich während meiner Ausstellung gestern verkauft habe, bekam den Namen "ICE". 



Ein Zustand von Kälte, Realität, ungeschminkter Betrachtung von dem was da ist. Hier schaut das Mädchen in Rot durch ein Fenster nach Draußen und was es sieht irritiert sie. Für den Betrachter ist es einfach nur die Realität. In der Farbe Blau bringe ich die Kühle der Realität mit rein. Illusionslosigkeit mit einer Spur von Ausgeglichenheit und Ruhe (in Form von Eisblumen). Das Rot des Mädchens signalisiert das Leben und Erleben, in ihr pulsieren Emotionen die sie nicht nach Außen trägt.  Psychologisch gesehen ist da jemand der voller Emotionen sich nach der Ruhe und Ausgeglichenheit sehnt. Und obwohl ich mehr Blau benutzt habe, ist es doch das Leben das hervorsticht, die Intensität der Emotion. 

Und genau so geht es mir gerade, ich möchte etwas tun, mich bewegen und gleichzeitig suche ich den Ausgleich der mir hilft die Ruhe zu bewahren. Das Mädchen hinter dem Fenster schaut nach Draußen mit großen Augen schaut es in die Ferne... nichts über die Zukunft wissend... das bin ich.

Sehr spannend fand ich, dass genau dieses Bild zuerst verkauft wurde. Auch spannend, wie ich es verkauft habe. Man hat mir dafür mehr Geld geboten als dann genommen habe, weil ich gefühlt habe, das es der Käuferin weh tut, sie aber nicht "unter Preis" bieten wollte und zweitens ich das Gefühl hatte, das es nicht weh tun soll... denn wer das Bild kauft, weiß was "Wehtun" heißt. Das ist ein Liebhaberstück.  Britta meinte, ich würde spinnen, aber ich habe nur gelächelt. Es ist genauso richtig und nicht anders. Bislang habe ich fast all meine Bilder so verkauft, dass ich das Gefühl hatte Käufer und Bild verschmelzen miteinander, ergeben eine Einheit, eine Verbindung. Klar gab es auch Bilderaufträge da versuchte ich meine Person herauszuhalten und das waren dann auch die schwierigsten Momente der Malerei. 

Die besten Bilder sind die in denen ich mich verliere, mich einlasse auf Farben und Geschichten. Mit jedem Pinselstrich male ich einen Roman.
Das sind die Bilder die mir viel bedeuten.
Hayati (arabisch: Mein Leben) gehört dazu.
Mein bislang - für mich - bestes Bild.


Als ich es malte wusste ich gar nicht genau warum ich es malen muss. Es war eine Art Besessenheit die mich schon letztes Jahr ergriffen hat, als ich in einem Zeitungsartikel über Syrien ein Bild sah, das mich fesselte. Ein Foto das man moralisch und ethisch gut in die Schublade "Skrupellose Presse Manipulation" stecken kann. Ein kleines Mädchen wurde kurz nach ihrem Tod fotografiert. Im ersten Moment schien es mir, als wäre noch Leben in ihr, die großen braunen Augen - und im nächsten Moment sog ich zischend die Luft ein - ein Kriegsopfer. 
Ich musste weinen bei dem Anblick - nicht weil sie tot war, sondern weil der Tod sie überraschte, es schien so, als hätte sie gerade eben noch gespielt und im nächsten Moment lag sie tot in ihrem eigenen Blut. Dieses Foto war ein Meisterwerk, denn der Fotograf hat noch die Seele des Kindes einfangen können - ich glaube das man wirklich Künstler sein muss, um hinter diese moralisch verwerfliche Betrachtung zu blicken - skrupellos erscheint es, weil der Fotograf so beherrscht war und klar um auf den Auslöser zu drücken. Ich hätte gekotzt aber mit Sicherheit kein Foto geschossen. Stattdessen habe ich es gemalt... eine Distanz später.

Ich war mir damals nicht bewusst, warum ich dieses Bild mit Pinsel und Farbe umsetzen muss. Aber aus genau diesen Gründen habe ich das Foto abgespeichert, um es zu malen. Fast ein ganzes Jahr lag es auf meinem Rechner, bis zum 30.12 und am 2.1. war ich damit fertig. Für mich ist es mein persönliches Lieblingsbild. Mit dem Skalpell stach ich mir zuletzt in den Finger und ließ mein Blut an ihren Mundwinkeln hinab fließen. 

Dieses Bild bedeutet mir sehr viel, mehr als alle anderen Bilder. Nicht nur weil es mein Blut enthält sondern weil es ein Teil meiner Geschichte in sich trägt. Aber das wurde mir erst vor kurzem bewusst.  Es ist als wäre mein eigener Tod Vergangenheit. Ich hab mich letztendlich selbst überlebt und genau deshalb liebe ich dieses Bild.
Denn der Tod ist nur eine Fassette, in Wahrheit ist es das Leben, das sich in diesem Bild zeigt... und wer genau hinschaut, kann es erkennen.

Ich bezweifle das sich irgend jemand ein solches Bild ins Wohnzimmer hängen will. Auch aus dem Grund habe ich den Preis hierfür sehr hoch angesetzt.

Meine Ausstellung "Augenblicke" (im Geiste manchmal auch: Momentaufnahmen) geht noch bis zum 29.1. (Groß-Umstadt, Volksbank)
Es war ein komischer Moment als man mir Blumen überreichte und  mich für einen Artikel der demnächst erscheinen wird fotografierte. 
Ich fühlte mich total deplatziert. Total fremd wie ich dort stand. Ich hielt mich an meinem riesen Blumenstrauß fest und lächelte steif in die Kamera. 


Kennt ihr das Gefühl, nicht so recht zu wissen, wie man stehen soll, lächeln soll, wohin mit den Armen, den Füßen, den Gedanken: "Mach endlich! Drück auf diese verfluchte Kamera, meine Mundwinkel gefrieren gleich zu Stein... also MACH ENDLICH!"
Ich war froh wieder draußen zu sein, mit diesem leichten wehmütigen Gefühl meine Bilder zurück zu lassen...

Meine erste Ausstellung. Ein komisches Gefühl.
Überhaupt fühlte ich mich an diesem Tag tollpatschig und gehemmt. Ich stehe nicht gerne im Rampenlicht. Gut das Britta und Sonja dabei waren, ich habe beide genervt, weil ich zweimal alles umwarf und sie die Bilder neu ausrichten mussten. Ich bin so ein verfluchter Perfektionist.. und wenn ich ehrlich bin, ich musste einige Kompromisse machen. Aber im großen und ganzen bin ich zufrieden wie die Bilder hängen und in welcher Komposition. Ich bin unglaublich froh, dass Sonja mich so gut kennt :) und meine Ungeduld erträgt. Und Britta mich so gut kennt und weiß wie ich mich in Wahrheit fühle... Ich wurde in einen Sessel gesetzt und da musste ich wohl oder übel sitzen bleiben, denn beim Versuch zu helfen, kam nur Mist heraus...

Als ich Gestern nachhause kam fühlte ich ein Gefühl von Melancholie in mir, mein Atelier sieht so leer aus ... 

Aber auch das ist ok für den Moment... 

Das Leben empfinde ich zur Zeit wie ein  Feuer, oder wie einen Zunami - absolut unkontrollierbar und ziemlich zerstörerisch.

Aber es trägt auch viel Hoffnung in sich:

Denn das eine geht, damit das andere kommen kann...

Und auch wenn es privat gesehen gerade nicht so einfach ist... so geht es weiter, von Stufe zu Stufe und wiedermal muss ich an mein Lieblingsgedicht denken (das ich hier schon einige Male zitiert habe)
"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben..."
Ach ja...

In diesem Sinne

Namasté
eure Andarnil