Mantra Musik

Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. Oktober 2021

Findet ihr nicht auch, es reicht?



 "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht"

Bert Brecht

Meine Gedanken:

Wir leben in einer sehr widersprüchlichen Zeit.
Demokratie wird zum Faschismus.
Ein Ungeimpfter zum Aussätzigen.
Ein Freund zum Feind.

Werte die ein Miteinander ausmachen bekommen andere Bezeichnungen und die wiederum trennen mehr voneinander als das sie verbinden.
Seit fast zwei Jahren leben wir in Distanz, die von Politik und Gesellschaft befürwortet wird.
In diesen zwei Jahren durften Kinder ihre Grosseltern nicht mehr sehen, freies Atmen wurde verboten. Spielplätze, Kindergärten und Schulen wurden zeitweise geschlossen.
Nähe und Umarmungen wurden zur Gefahr erklärt.
Gesunde Menschen wurden zu Tätern und die Individualität zur gesellschaftlichen Abnormalität.
Das Propagandawort des Jahres ist: Solidarität.
Du bist nur dann solidar, wenn du dich einer politischen Propaganda unterwirfst.

Es wurden neue Rituale erfunden, Ellenbogen die aneinander schlugen waren das neue Händeschütteln.
Die Maske, offenbar als  Symbol der Zugehörigkeit, war in Wahrheit ein Symbol der Unterdrückung, des Zwangs und der Anpassung.
Doch im Laufe der Zeit gewöhnten sich die Menschen an dieses Symbol, viele fühlen sich nackt ohne den "Stoff" vor dem Mund.

Wir leben in einer Zeit in der Menschen nur dann füreinander sind, wenn sie sich angleichen, sich gehorsam unterwerfen. Der Impfpass ist der neue Button für das Recht auf Freiheit.
Wenn du nicht geimpft bist, hast du das Recht auf Leben verwirkt, denn dir wird so ziemlich alles genommen, was du zum Überleben brauchst. Mittlerweile sogar das Recht Lebensmittel einzukaufen.

Wir sind an einen Scheidepunkt angekommen, jeder einzelne Mensch muss sich jetzt fragen in welcher Richtung er gehen möchte.
Denn die Chance neural zu bleiben ist spätestens dann vorbei, wenn das eigene Rechtsempfinden Risse bekommt.
Ab sofort müssen wir einen Weg wählen, wählen wir die Anpassung oder den Widerstand?

Ich habe für mich schon 2020 einen Weg gewählt.
Auch wenn ich nur ein kleines Licht bin wähle ich den Weg des Widerstands.
Nie wieder Faschismus - egal wie die Politik  die deutsche Regierungsform bezeichnet: eine Demokratie, so wie sie einst war, existiert in Deutschland nicht mehr.
Die Menschen die befürworten das man nur noch geimpft oder genesen zum Arzt darf, dass man nur noch Lebensmittel einkaufen darf wenn man geimpft oder genesen ist, sind in meinen Augen  (rechts)radikale Menschen ohne Gewissen.

Befürworter dieser 3G und 2G Regeln sind die wahren Faschisten.
Widerstand bedeutet nicht unbedingt Kampf.

Jesus war der erste Widerstandskämpfer in unserer christlich geprägten Geschichte. Er war kein typischer Kämpfer, er war ein Märchenerzähler, ein Philosoph und ein Gerechtigkeitsfanatiker.
Er ist für seine Überzeugung gestorben.

Ich bin kein Christ, aber ich  bin ein Mensch der genauso an die Gerechtigkeit glaubt wie Jesus und bin bereit dafür zu sterben.

Corona ist nur das Mittel zum Zweck um durch Manipulation, suptiler Gewalt, Zwang  und Suggestion  Menschen in eine kontrollierte Abhängigkeit zu bringen.
Viele fragen seit 2020 nach dem Grund all dem, alleine der Machtgedanke, alles und jeden zu kontrollieren ist zu wenig.
Ich denke es gibt genug Gründe, allein um herauszufinden wie weit Menschen im Stande sind Ideale, Ethik und Moral, Freunde und  Familie zu veraten. Das ist für jeden Wissenschaftler Grund genug um in die Psyche seiner Versuchsopjekte einzudringen und mehr über die menschlichen Abgründe zu erfahren. Mir persönlich ist das jedoch auch zu wenig. Vor 2020 hätte ich gesagt das nur absolute Psychopathen zu so etwas fähig sind.

Ich kenne die wahren Gründe nicht und nach fast zwei Jahren gravierenden Freiheitsentzug und suptiler Gewalt in Form von Unterdrückung und erzwungener Distanz ist der Grund nur noch  zweitrangig.  Alles was jetzt noch zählt ist Gerechtigkeit für die Menschen die Unrecht erfahren.

Eine Freundin sagte letztens zu mir, dass sie an Karma und Wiedergeburt glaubt und denkt das immer die gleichen Menschen zu Widerstandskämpfer geboren werden und immer die gleichen Menschen zu angepassten Mitläufer.

Es könnte etwas wahres daran sein. Denn es war immer die schweigende Masse der Mitläufer, Angepassten und Dennunzianten die das Unrecht in dieser Welt erst ermöglicht haben. In den fast zwei Jahre habe ich an das Gewissen eines jeden appelliert, ich habe aufgeklärt und gehofft das sich alles noch zum Guten wendet.  Ich glaube das zu viel passiert ist um diese Geschichte zu beenden.
Und doch denke ich, dass man  immer noch die Wahl hat sich für eine andere Seite zu entscheiden.

Ich habe leider keine Hoffnung das 2G das letzte Unrecht war.
Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren.....

Findet ihr nicht auch das es reicht?

Schweden Oktober 2021

© Johanna Schlitzkova

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Religion versus Politik


Wir schreiben das Jahr 2017 nach Christus, 2530  nach Buddha, 1396 nach Mohammed, 5778 vor Christus (jüdisch), 1938 nach dem indischen (gregorianischen) Nationalkalender.

Wir haben es in all der (unterschiedlichen religiösen) Zeit nicht geschafft Politik und Religion zu trennen, obwohl es ersichtlich ist, dass genau in der Vermischung zwischen Phantasie und Realität das große Problem der Fairen Handlungsfähigkeit liegt, die unsere Welt letztendlich zerstören wird.

Unsere Moral wird an Büchern gemessen die zu einer Zeitrechnung geschrieben wurden, die weit hinter unserem Verständnis von Entwicklung liegt. Alles was der Großteil der Menschheit über diese Zeit vermutet, entnimmt er einem Märchen über Götter und Propheten. Und dieses Märchen wird immer noch politisch dafür genutzt um ein Volk zu führen.
Wir reden von Christlichen, Islamischen, Buddhistischen, Hinduistischen und Jüdischen Werten und meinen in Wahrheit  - Werte aus einer Zeit die nicht die unsere ist und nie war (ich spreche hier ganz bewusst die großen Weltreligionen an, die sehr großen Einfluss auf unser Weltgeschehen haben).

Nationalbewusstsein, Politik, Gesellschaft, Moral, Frieden und Gewalt werden durch diese Weltreligionen beeinflusst. Die Politik bemächtigt sich dieser Religion um den Menschen in seinem Moralverständnis einzuschränken, sie gibt also Werte vor, die weit unter dem Niveau und dem Wissen der heutigen Zeit stehen und die letztendlich eine Art Rahmen um die Handlungsfähigkeit aber auch die Denkfähigkeit des Menschen setzen.  Das der Mensch dadurch unfrei in seiner Handlung, seinem Denken und Fühlen wird, ist beabsichtigt.

Ich bin der Meinung das Politik und Religion getrennt betrachtet werden sollten. Das würde vieles in unserer Welt vereinfachen.

Wenn man statt von Religiösen Werten von "allgemein gültigen Gesellschaftlichen Werten" spricht bezieht man die Entwicklung der Gesellschaften mitein, jede Gesellschaft will Frieden für das Volk, unabhängig wo das Volk auf dieser Welt zu finden ist. Eine allgemein gültige Gesellschaftliche Ordnung kann diesen Frieden aufgrund objektiven Betrachtungen leichter umsetzen, als auf Grund der Religiösen Werte des jeweiligen Landes.

Statt sich auf Traditionelle Werte aus einer Zeit zu beziehen, die nicht mehr existiert, könnte man die gegenwärtige Sozialstruktur innerhalb der Gesellschaft betrachten und näher darauf eingehen, ohne das Religion den Blick vernebelt oder einschränkt.

Ein friedliches Miteinander ist viel einfacher zu gestalten, wenn es keine machthungrigen Götter oder Propheten, gibt, die sich in das Leben der Menschen einmischen. Ein Miteinander ist nur dann Möglich, wenn statt einer Religion der Frieden im Vordergrund steht.

Philosophen und Wissenschaftler beschäftigen sich schon lange mit der Frage ob religiöse Einflüsse ganz aus der Politik zu entfernen sind. Die meisten sind der Meinung, dass eine Politik nicht auf Religion verzichten kann. Man geht davon aus, das man einem Volk Rahmen vorgeben muss, da sonst ein Miteinander nicht funktioniert und Religion gibt moralische Werte vor, die diesen Rahmen in seinen Grundfesten stärkt.
Ich habe einen sehr interessanten Artikel in der Zeit gelesen, der Artikel ist schon älter, aber er verdeutlicht letztendlich genau in welchem Dilemma zum Beispiel unsere Politik steckt, wenn es um die Frage nach der Trennung von Religion und Politik geht.

http://www.zeit.de/2012/49/Streitgespraech-Religion-Vizepraesident-Bundestag-Wolfgang-Thierse

Ich denke das Wolfgang Thierse hier die Meinung vieler Politiker wieder gibt, er geht davon aus, "dass Religionslosigkeit gefährlich sein kann und das die freiheitliche Gesellschaft fundamental darauf angewiesen ist, dass es in ihr verbindende Normen, gemeinsame Maßstäbe und eine Vorstellung von Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Toleranz gibt. Doch das diese Gemeinsamkeiten nicht von alleine entstehen können, sondern von Weltanschauungsgemeinschaften wie den Religionen traditionell lebendig erhalten werden.
Gleichzeitig sagt er jedoch das der Staat säkular sei".

Was sich für mich wie ein Widerspruch liest.

Er sagt also folgendes: Der Staat ist Säkular (Neutral, Weltlich), der Bürger sollte es jedoch nicht sein. Er sagt auch: er könne das Christliche vom Politischen nicht trennen. Da er als Politiker den Staat jedoch repräsentiert, kann der Staat somit nicht säkular sein, sondern beinhaltet christliche Werte.
Diesen Wiederspruch an sich erkennt er jedoch nicht, auch dann nicht, als der Reporter ihn darauf aufmerksam macht.

Ich finde diesen Artikel bezeichnend für die Problematik die hinter meiner Vorderung liegt, man möge Politik von Religion trennen.

Wenn ein Politiker so dermaßen voll ist mit christlichen Moral Vorstellungen und Werten und den Atheismus geradezu als Gefährlich betrachtet scheint ein Trennen so gut wie unmöglich.

Daher sage ich ganz klar, wir brauchen mehr Säkulare Politiker um wirklich ein friedvolles Miteinander zu gewährleisten.
Wir brauchen mehr ethische Werte damit das was IST im Vordergrund steht und nicht das was irgendwann von irgendwem in Bücher verfasst wurde, die dann zigmal umgeschrieben wurden und die so dermaßen fern unserer Realität sind, dass sie nahezu in jede x-beliebige Richtung interpretiert werden können.

Unsere Welt sollte seine Werte und Moralvorstellungen aus einem gerechten Topf schöpfen, der nicht durch Religionen getrennt oder vereinnahmt wird. Wir brauchen mehr Zusammenhalt und klare Linien.

Ja wir brauchen ethische Werte und keine Religion, gar keine...

In dem Sinne

heute mal ohne Namsté :D denn das würde gerade unter diesem Artikel ziemlich ironisch wirken (glaub ich zumindest)...

Eure Andarnil












Montag, 25. September 2017

Nach der Wahl


Ähnliches Foto

Nun ist es also amtlich wir sind ein Volk der Ängstlichen Rechtspopulisten. Die Leute sind vor lauter Sorgen so vergrämt, dass sie sich als Opfer eines Systems wahrnehmen. Es ist immer einfacher seine Probleme auf andere zu verteilen.
Und genau das haben sie mit ihrer Wahl getan, sie haben ihre Probleme vollflächig aufs Land verteilt, so das wir alle was davon haben.

Deutschland ist wieder Rechts! - so wird es aussehen, wenn andere Länder auf uns herabblicken. Dann werden sie wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Einem Deutschland unter dem Hakenkreuz.
Eine Schwesterpartei hat die rechtspopuläre Angst der Opfer ihrer eigenen Schande sichtbar gemacht.
Menschen die glauben das eigene Unvermögen einer Politik in die Schuhe zu schieben. Sie glauben ihre Ängste und Illusionen werden jetzt ernster genommen. Jetzt wo sie es allen gezeigt haben, dass ein Rechtsextremes Wahlprogramm weniger wert ist als Neid, Eifersucht und Missgunst gegenüber Flüchtlingen und Homosexuellen die heiraten wollen.


Die armen Opfer fühlen sich ihrer Werte beraubt und deswegen wählten sie eine Partei deren einziges Anliegen ist, ein soziales System zu zerstören und wieder alte Werte einzuführen die einst dafür gesorgt haben, das Juden vergast wurden und Homosexuelle hinter Gitter kamen.

Sie feiern ihren Sieg mit Fähnchen und hocherhobenen Händen wie einst die Deutschen feierten. Und die Posen gucken sie sich ab von Männern auf vergilbten Bildern die freudestrahlend Hitler feierten.
Nur ist es diesmal kein Führer.
Diesmal ist es eine Homosexuelle Frau mit zwei Kinder, die mit ihrer ausländischen Partnerin in einem Nachbarland lebt.

Das ist der grösste Irrsinn in meinen Augen.
Sollte hier die luft brennen. Und sie wird brennen.
Dann kann diese Frau einfach ins Auto steigen und dem Kerl das Zepter übergeben der in Wahrheit das Sagen hat.

Und dann ist die Verkörperung des Mannes wieder da, der einst Deutschland in den Ruin getrieben hat.

Es ist nicht Weigel vor der wir uns in Acht nehmen müssen. Es ist Gauland der gestern brüllte das er Merkel jagen will.

Das deutsche Volk hat einem Rechten Psychopathen ihre Stimme verliehen. 
Die Opfer haben sich somit selbst zur Schlachtbank geführt.


Ich gebe dem ganzen jetzt 4 Jahre und dann entscheidet es sich für mich, ob ich Deutschland den Rücken kehre.
4 Jahre bis zur nächsten Wahl.



Dienstag, 31. Januar 2017

Man fürchtet sich die ganze Zeit - und geniesst es ungemein





Heute ist so ein Tag JA mir platzt der Kragen. Facebook entwickelt sich zu dem Übelsten was ich bisher im Internet erlebt habe, ich schau mir das nicht mehr lange an.



"Leute drehen Reihenweise durch und diffamieren sich gegenseitig. Da werden Screenshots gepostet von Chroniken, weil irgendwer irgendein Interesse erkannt hat, das vermutlich mit einer Rechtsaktivität zu vereinbaren ist, Worte werden umgedreht und statt zu fragen, was Sätze bedeuten, wird der Satz so interpretiert, dass es zu der Erkenntnis passt, der Typ MUSS Rechts sein - die politische Mitte wird vollkommen ignoriert, er ist entweder so oder so, anders geht es nicht mehr.
Sogar die Leute auf meiner Freundesliste knallen sich untereinander frei nach Stasi rechts/links Ideologien um die Ohren. Sagt mal ticken die alle noch ganz richtig?

Das ist so krank, das ich mir überlege meinen Freundekreis auf Facebook auf ganz wenige zu reduzieren, wenn das so weiter geht, bin ich für die meisten aus meiner Freundesliste nicht mehr zu erreichen, dann könnt ihr mich im Orbit suchen. Mir reicht es wirklich so dermaßen. Ich hab die Schnauze gestrichen voll von Facebook und dieser ganzen Politischen Dünnbrettscheiße. Und ja ich bin gerade echt geladen. Habt ihr nichts anderes zu tun?
Ich bin in Facebook nur aus einem Grund Mitglied geworden, wegen unseren Tieren und die Menschen die ich erreicht habe (aber momentan lenkt ihr eure Energien ja lieber auf das wörtliche Verprügeln anderer Facebooker) , hat mich bisher hier gehalten, aber ich mach das nicht mehr lange mit. Lieber esse ich nur noch trocken Brot und verzichte auf jegliche Spende, als das ich mir das noch antun will.
So das musste jetzt mal raus.
Ich bin es leid, ich komm mir vor wie im Kindergarten und das brauch ich in meinem Alter wirklich nicht mehr. MIR REICHT ES!!!"

Diesen Text habe ich heute auf meiner Chronik geschrieben, nachdem einer meiner Freunde angegriffen wurde, obwohl er wirklich nichts geschrieben hatte, was diesen Angriff auch nur im Entferntesten gerechtfertigt hätte. Das Irre ist, er wurde von einem meiner Freunde angegriffen.
Ich habe oft das Gefühl so langsam teilt sich der Spreu vom Weizen.
Diesen Freund hab ich entfreundet, auch wenn mir das nicht leicht gefallen ist, sein Engagement gerade in der Obdachlosenbewegung ist großartig, seine Art gegen "rechts" zu argumentieren ist verrückt. Da wird wirklich jeder angegriffen der auf seiner Chronik nicht eindeutig klar macht, dass er Politisch links steht. Oder nicht seiner Meinung ist.
Ich habe diese Art der Kommunikation schon eine Weile beobachtet und nicht nur von seiner Seite aus. Es ist erschreckend.

Es ist total verrückt was auf Facebook passiert, es hat was von Stasi, dieses Spionieren, herumschnüffeln, diffamieren und beleidigen ist zur Normalität geworden. Die Leute beschuldigen sich gegenseitig, das geht soweit das öffentlich sogar Artikel geschrieben werden über Menschen die angeblich Rechtsradikal sind.

Wie letztens im Konkret - Nein ich lese diese Zeitung normalerweise nicht, aber eine Journalistin die mir bekannt ist, schrieb einen Artikel in dem sie Bekannte von mir mit Namen nannte, angeblich alle aus der rechten Tierschutz Szene, was mich ehrlich mehr als erschreckte, denn ich weiß mit Gewissheit, dass das bei mindestens einer Frau nicht der Fall ist. 
Natürlich kann man den Leuten nicht ins Herz schauen. Aber muss man das?

Ist es wirklich schon soweit, dass Menschen so bloßgestellt werden?

Mal ehrlich - wir wissen doch alle wie das endet. 


Es ist Erschreckend, auf der einen Seite machen sich Parteien wie die AFD stark, aber auch rechte Altparteilen wie die CSU erscheinen stärker als je zuvor und auf der anderen bilden sich Kriegsschauplätze auf Internet elitärer Ebene. Da werden Menschen öffentlich als Rechts bezeichnet, ohne das diese  Menschen näher betrachtet werden, da reicht es schon wenn irgendwo und irgendwann eine als angeblich "rechts" erkannte Meinung über Facebook offenbart wurde, oder es reicht - so verrückt es klingt - das man nicht offensichtlich Links ist. 

Ich hab so die Nase voll von all dem.
Als Buddhistin müsste ich jetzt bereits das OM laut ertönen lassen um mich selbst wieder runter zu bringen. Aber das will ich gerade nicht, ich will diese Gefühle fühlen und mich dazu äussern.

Was immer da passiert es ist krank und es macht krank. Es macht die Menschen da draußen verrückt.
Es bringt sie dazu den Nachbarn auszuspitzeln, es bringt sie dazu in fremde Briefkästen zu schnüffeln, es bringt sie dazu Mails zu hacken. Der Anfang ist mit Facebook gemacht, der Anfang sind die Screnshots die hochgeladen werden als Beweis einer angeblich rechtslastigen Verbindung.

Ich kann das einfach nicht mehr ertragen - aber ich muss wohl, vielleicht um Menschen zu schützen, wie meinem Freund, der vollkommen aus dem Dunklen beschuldigt wurde rechts zu sein, nur weil er das Wappen seines Fußballvereins als Foto auf Facebook postete. Oder für all die Flüchtlinge die von besorgten Bürgern wegen ihren Handys beschimpft werden. Diese Leute werden beschimpft, diffamiert, beschuldigt.
Unsere Welt ist verrückt. Aber -

Kann es noch verrückter werden?

Ja leider es kann... und wenn diese irrsinnige Menschheit so weiter macht, dann werden wir das alle noch erleben.

Eine alte Freundin von mir schrieb unter meinem Artikel auf Facebook:

"Das ist die Angst der Menschen die sie so handeln lässt"

Ich antwortete daraufhin:

"Ja Angst frisst Seele auf, dann sollten sie zum Therapeuten! Man kann sich nicht immer hinter seiner Angst verstecken, wenn man scheiße baut."

Irgendwann kommt der Zeitpunkt da werden wir wirklich Ängste fühlen und die haben rein gar nichts mit Flüchtlingen zu tun, oder mit angeblichen Links oder Rechtspopulistischen Gedankengut. Diese Angst lässt uns selbst zu Flüchtlingen werden. 

Die Saat ist gesät.

Ich hoffe mein Kind ist dann in Sicherheit. 
Ich hoffe all unsere Kinder sind dann in Sicherheit...


Auf der letzten Seite eines Romans von Charlotte link steht:
"Man fürchtet sich die ganze Zeit - und geniesst es ungemein"
Daran muss ich die ganze Zeit denken... DAS ist Facebook, so sieht unsere Welt aus.  

... Fortsetzung folgt


Eure Jo Andarnil


PS:
Lasst euch bloß nicht einfallen, mich als Rechts zu bezeichnen oder meine Worte in diese Richtung zu verdrehen!!! Meine ich ernst. Mein dunkelhäutiger Großvater und meine Hugenotten Ahnen werden euch aus dem Tiefsten der Gräber verfolgen und vielleicht existiert tatsächlich noch irgendwo eine Urtante die Vodoo praktiziert... ich schwöre es, ich verfolge euch bis ins nächste Jahrhundert!!!




Bildquelle: ein von mir gemaltes Bild: "Bal(l)ance" ich finde es passt ganz gut zu diesem Thema... lasst uns nur nicht die Balance verlieren... "Kopfüber" hätte auch gut gepasst. Aber das Mädchen ist zufrieden... bei meinem Bild Bal(l)ance ist niemand so recht zufrieden, es gibt keine Gesichter und das Balancieren auf den Bällen ist mehr als Beschwerlich...
Das Bild kann übrigens noch gegen Gebot ersteigert werden. Das Geld geht diesmal zu 80% an unsere Katzen und der Rest verteile ich unter den Kindern die ich liebe. 

.
 .

Sonntag, 11. Dezember 2016

Warum ich politisch werde

Ich der Öko-linksversifte-Gutmensch und wie es dazu kam.


Ich habe oft überlegt mich Politisch intensiver zu engagieren, genauer gesagt seit ich 18 Jahre alt bin, ist Politik ein Thema für mich. Als ich 18 wurde gab es noch nicht die Grünen, damals hab ich das wählen abgelehnt, es war mir zu konservativ spießig., trotzdem habe ich mich mit den einzelnen Parteien auseinander gesetzt. Nur damals gab es nichts was mich wirklich an deren Parteiprogrammen gefesselt hat. Ab den 90gern habe ich die Grünen gewählt, aus Überzeugung. Später dann über einige Jahre die SPD und ab 1998 zurück zu den Grünen und da bin ich dann bis zur letzten Wahl geblieben.

Erschreckend fand ich, dass die Grünen sich immer mehr Richtung Mitte bewegt haben und somit ihre anfänglichen Ziele gänzlich aus den Augen verlieren. Natürlich geht es um Entwicklung, aber sich so zu entwickeln das kaum noch ein Unterschied zur SPD besteht, finde ich Rückschrittlich, statt Fortschrittlich.
Nachdem bei der letzten Länderwahl in Hessen die Grünen dann mit der CDU eine Koalition gründeten, war klar für mich, die Zeiten "meiner" Grünen sind echt vorbei. Und somit auch die Zeit in der ich mich selbst als "Grün" bezeichnet habe.

Mein politisches Interesse ist einfach gegliedert:

1) Mehr Menschlichkeit, mehr Tierrecht, mehr Ökologisches Bewusstsein für die Probleme dieser Erde. Wasser für alle, Nahrung für alle, Massentierabschaffung und mehr Landwirtschaft. Mehr Unterstützung der vegetarisch/veganen Ernährung in der Gesellschaft, mehr Aufklärung zum Thema Tierschutz in den Kindergärten und Schulen. Ein vegetarisch/Veganes Grundnahrungsprogramm in allen sozialen Einrichtungen - vom Kindergarten, bis zum Krankenhaus. Weg vom Fleisch und der Ausbeutung unserer Tiere.
2) ein gerechtes Steuersystem, ein Kindgerechtes Schulsystem (weg vom militärischen Trill der Preußenzeit, mehr Individualität, kleinere Klassen), Gleichberechtigung, die Möglichkeit gesetzlich heiraten zu dürfen mit den gleichen Rechten und Pflichten die auch ein Heterosexueller Mensch hat.
3) das bedingungslose Grundeinkommen und somit eine menschenwürdige Rente, die Abschaffung von Harz4 (das Übel schlecht hin), keine Armut für Kinder. Individuelle Freiheit und Entfaltung der Persönlichkeit. Ich bin auch für eine Bürgerversicherung, die die Krankheit nicht als Makel ansieht, sondern als Teil unserer menschlichen Existenz. Es darf meiner Meinung nicht sein, das Gesunde besser bewertet werden als kranke Menschen, reiche besser behandelt als arme. Die Absicherung eines Menschen muss Deutschlandweit gleichberechtigt sein.
4) ich bin gegen Faschismus und Rassismus, Imperialismus und Militarismus.

Als ich letztens meine Wünsche bezüglich einer Politik für mich notiert hatte, wurde mir klar in welche Richtung ich gehe, von einem Öko-grünversiften-Gutmenschen, zu einem Öko-linksversiften-Gutmenschen. In dem Sinne hat sich für meine Umwelt gar nicht so viel verändert ;)
Zumindest nicht was meine Meinungsäuserung und meine "extreme" Kritik an Tierleid und Menschenleid anbelangt. Ich bleibe also meinen Idealen treu.
Trotz das ich die Partei gewechselt habe.

Man findet mich jetzt also auch als Parteimitglied der Linken... ganz neu seit November. Und sobald ich wieder einigermaßen Fit bin (bin momentan seit fast drei Wochen Dauererkältet), werde ich mir mal den Kreisverband in Cuxhaven anschauen. Bin sehr gespannt.

Wer mehr über die Linken wissen will, auf der Webseite findet ihr alle wichtigen Infos, unteranderem auch das Parteiprogramm:

https://www.die-linke.de/partei/partei/

Für mehr Menschlichkeit

In dem Sinne
Herzlichst eure Jo Andarnil

Mittwoch, 9. November 2016

Das Wassermannzeitalter



Wenn Amerika einen rechtsextremen Sexistischen Präsidenten wählt, der es unteranderem am liebsten sähe wenn jeder Amerikaner eine Waffe tragen würde und den Klimaschutz als Farce abtut, dann gehen wir einer sehr kalten Zeit entgegen.

Seit dem rechtsextreme Politiker unser Gesellschaftsbild prägen und Werte in den Vordergrund stellen, die unsere Empathiefähigkeiten unterbinden. sorge ich mich mich um unsere Menschheit. Gewalt scheint das Machtwort in diesem Jahrhundert zu sein. zu dieser heftigen Gewaltzuwendung in den letzten Jahren passt, dass wir im Wassermannzeitalter stehen.
Nach jedem großen Zusammenbruch kam eine Ruhephase die dann in eine neue Entwicklung übergegangen ist. Hoffen wir einfach das es auch diesmal so sein wird.

Aber fest steht, dass ist noch nicht der Zusammenbruch, der kommt erst noch...

Die letzten Jahre prägen ein Gesellschaftsbild, dass sich durch Technische Fortschritte, Wissenschaftlichen Errungenschaften, Werbung und Gewalt hervorhebt.
Die Art und Weise wie wir Manipuliert werden, zeigt in welche Richtung dieser Fortschritt geht. Es ist nahezu unmöglich sich gegen die "Spielereien" dieser Zeit zu wehren. So ist es leider in einer Zeit in der Gewalt im Vordergrund steht notwendig, dass bereits Kinder Technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Ein Handy ist nicht mehr wegzudenken, genauso wenig wie ein Fernseher mit seinem umfangreichen Medienfördernden Programmen - unsere Kinder wachsen mit dieser "Normalität an Technischen Zubehör" auf.

2014 hatten fast 94 Prozent aller privaten Haushalte mindestens ein Mobiltelefon, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2004 waren es nur 72 Prozent. Dabei ist der Trend eindeutig, je jünger, desto mehr wird gechatet, Musik gehört, gesimst, im Internet gesurft. Die wenigsten nutzen ihr Handy nur um zu telefonieren. Das Mobiltelefon hat mittlerweile die Stereoanlage, das Festnetz, die Spielekonsole, die Kamera, den Kalender, den Notizblock, die Tageszeitung und das Diktiergerät (usw) abgelöst.
Man kann damit einkaufen und seine Bankgeschäfte erledigen, die neusten Nachrichten verfolgen und gelegentlich auch Telefonieren.
Mit dem Handy kam eine Art Sprachlosigkeit in unser Leben. Als ich vor vielen Jahren das erste mal im Zug beobachten konnte, wie Jugendliche sich unterhielten war ich geschockt. Jeder hielt sein Handy in der Hand und sie schickten sich - trotz das sie nebeneinander saßen - Nachrichten. Es war die introvertierteste Kommunikation die ich bis zu diesem Zeitpunkt erlebt habe.

Zeitgleich mit dem Handy und dem Internetempfang wurde die Werbung erhöht. Ich erinnere mich noch als ich als Kind fernsehen schaute, dass es ein sehr eingeschränktes Werbeprogramm gab. Ich erinnere mich an Onkel Otto der zwischen den Werbepausen auftrat und komische Dinge tat, ich erinnere mich auch an die Mainzelmännchen aus dem 2 Programm. In meiner Erinnerung gab es nur drei Programme, das erste, das zweite und das Regionalprogramm - das dritte.

Mit dem Anstieg der Werbung wurde meine Fernsehlust sehr eingeschränkt. 2006 haben wir den Fernseher ganz aus unserem Leben verbannt. Es war unteranderem die Werbung die uns zu diesem Schritt zwang. Je mehr Werbung, desto mehr Manipulation, je mehr Manipulation desto weniger haben wir eine Entscheidungsmöglichkeit über unser Leben.
Bereits vor 2001 habe ich den Anstieg der Gewalt in unserem menschlichen Erleben wahr genommen, doch ab 2001 mit dem Anschlag auf das World Trade Center verdichtete sich diese Gewalt.

Ich erlebte es als Anfang einer Ära von Gewaltakten immenser Bedeutung. Das war dann unteranderem der Grund für die rechtsextreme Bewegung in der Welt und für das Anschrauben der Medienwirksamen Berichterstattungen über Fernsehen und Internet.
Subtil bekamen wir das Gefühl vermittelt wir wären immer gut informiert. Jedoch spätestens seit Edward Snowden aufgetaucht ist, wurde der Menschheit bewusst, das viele Medien die wir empfangen, gleichzeitig als Überwachungsmaßnahmen eingesetzt werden.
Snowdens Enthüllungen brachten eine große Unsicherheit in unser aller Leben und das war dann der Moment an dem die Entwicklung von Sicherheitsprogrammen noch weiter angestrebt wurde. Mittlerweile sind viele Haushalts Computer so gut abgesichert wie Fort Knox*

Durch die Enthüllungen von Snowden wurde auch Bewusst, das viele Öffentliche Berichterstattungen manipulativ und suggestiv arbeiten und die Wahrheit oft verschleiern oder gar zensieren, auch die Werbung bedient sich dieser psychologischen Tricks.
Gerade im Internet geistern unterschiedliche Texte zu ein und dem selben Thema, so dass es immer schwieriger wird den Wahrheitsgehalt zu recherchieren. Ich zumindest glaube nur noch das was ich selbst herausgefunden habe und lehne alles andere sehr kritisch ab. Denn das meiste was wir lesen, ist entweder erfunden oder stark manipulativ verändert.

Nun wieder zurück zur Überschrift:

Das astrologische Wassermannzeitalter*

Ich will mich jetzt nicht so sehr mit den Überlegungen aufhalten, wann das Wassermannzeitalter beginnt oder begonnen hat, da streiten sich die Gelehrten. Aber nachdem ich den Artikel " das Wassermannzeitalter am Horizont" gelesen habe, muss ich dem Autor recht geben, das Wassermannzeitalter ist bereits Teil unserer Gesellschaftsentwicklung. Die Individualität ist etwas sehr starkes das uns letztendlich alle in den Bann zieht. Jeder möchte so sein wie er ist, ohne sich in ein bestehendes Bild pressen zu lassen. Auch ich habe mehr Freunde außerhalb meiner Reichweite, oft verteilt in der ganzen Welt. Dieses Multi Kulti ist auch Teil meiner eigenen Herkunft. Ich bin weder rein weiß, noch dunkelhäutig, in mir schlummern viele Nationen.

Teil meiner eigenen Überlegungen zu diesem Blogeintrag war eigentlich darüber zu berichten wie sehr sich unsere Welt gerade verändert -im Negativen. Durch den Artikel wurde mir bewusst, wie sehr sie sich Polarisiert. Natürlich habe ich Angst, wenn ich mir unser jetziges Gesellschaftsbild ansehe, gerade die rechtsextreme Neigung mancher Menschen bereitet mir Sorge. Aber auch die Vorstellung, das man politisch klar Stellung beziehen muss, um nicht in den Sog einer rechtsextremen Schublade zu geraten - gerade in Facebook wird jeder an den Pranger gestellt der politisch nicht klar einzuordnen ist - macht mir Unbehagen, es wiederstrebt mir jedem klar auf die Nase zu binden, wo ich politisch stehe oder wen ich politisch nicht mag. 

Noch mehr wiederstrebt es mir, von anderen zu erfahren, wie ihre Politische Gesinnung ist.
Denn das vereitelt geradezu ein Kennenlernen ohne Vorurteile.
Ich selbst habe aus dem Erfahren heraus, dass jemand Rechts sein könnte, schon einige Bekanntschaften einschlafen lassen. Denn obwohl ich mich selbst als Tolerant einstufe gelingt es mir nicht, mich auf Menschen einzulassen, die sich mit Gewaltinhalten identifizieren. Es gab oft Momente da hab ich es schade gefunden, politisch mehr über den anderen zu erfahren, das verhinderte ein Eintauchen in seine Gefühle und Gedanken. So gesehen bewegen wir uns auch auf einer Zwischenmenschlichen Oberflächlichen Ebene. Entweder man liegt auf einer Welle oder man geht wieder auseinander.
Früher waren gesellschaftliche Verbindungen wichtiger als individuelle Gefühle gegenüber den Personen mit denen man zu tun hatte.
Ich höre noch das allzeit ausgerufene: "Da musst du halt durch..." wenn man mit Leuten im Beruf nicht zurecht kam. Mittlerweile ist es nahe Gesellschaftsfähig öffentlich Kritik am Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern zu üben.
Und es gibt immer Leute die das auch noch lesen, Facebook ist voll mit solchen privaten kritischen Äusserungen, meist sogar mit Name, so das jeder auch wirklich weiß wer gemeint ist.

Das Wassermannzeitalter ermöglicht das wir Egozentrik zur Normalität erheben und der der ein wenig aus der Rolle fällt oft mehr Chancen auf Freundschaften hat als der Jenige der sich möglichst neutral und angepasst verhält. 
In den 70gern galt ich noch als absoluter Sonderling mit dem man  nichts zu tun haben wollte. Erst seit der Jahrhundertwende habe ich Freunde, davor war ich - wenn auch manchmal ganz gerne - sehr einsam. Freundschaften erlebe ich erst jetzt im Alter, so wie ich mir Freundschaften wünsche, man ist für einander da, wenn man sich braucht.
Das "Für einander da sein" heißt aber - für mich - nicht unbedingt das ich im gleichen Ort mit meinen Freunden lebe. Meine liebsten Freunde leben in Australien, Frankreich, Chemnitz, Frankfurt und dem Odenwald. Der Rest ist weit verstreut.
Während ich früher noch aufs Fahrrad gesprungen bin um meine Freundin im Nachbarort zu besuchen, muss ich heute zum Handy greifen, oder zum PC.
Praktisch ist das allemal wenn die Freundin erst 9 Stunden später wach ist, während mein Tag schon lange begonnen hat. So kann ich ihr Sprachnachrichten schicken die sie dann später während ihres Tages abhört. Wir sind so dauernd in Kontakt, mehr Kontakt geht kaum noch.

Ich weiß viel über meine Freunde und sie wissen viel über mich.

Noch vor Jahren war es undenkbar über mein "Anderssein" mit Menschen zu reden. Asperger, Multi - das gab es höchstens im Fernsehen oder in der Psychiatrie. Ansonsten schwieg man sich aus, es war nicht Gesellschaftsfähig psychische Probleme zu haben. Mittlerweile redet jeder über seine Depressionen und in den Firmen wird Mobbing zur Normalität um ungeliebte Kollegen in den Burn Out zu treiben.

Das Leben ist anders als noch vor einigen Jahren und während unsere Kinder diese Veränderung als natürlichen Prozess ihrer Entwicklung mitbekommen, denke ich oft darüber nach wie schön es noch war als Sonntag morgens um 6 Uhr die Sesamstraße lief und gegen 15 Uhr das Kinderprogramm begann.
Damals war Fernsehen noch etwas besonderes. Und mein erster Walkman hatte noch die Form einer Untertasse.
Jetzt da ich selbst im letzten drittel meines Lebens angekommen bin, wird mir bewusst, warum alte Menschen früher immer sagten, zu ihrer Zeit sei alles anders und besser gewesen. Ich denke mittlerweile genauso. Es war einfach anders, als Kind ging man einfach spielen, zu wem war egal, irgendwer aus dem Ort war immer da. Man setzte sich aufs Fahrrad und fuhr einfach nach Lust und Laune durch die Gegend, kein Mensch machte sich Sorgen (bei mir sowieso nicht - aber das ist eine andere Geschichte).
Das Leben war anders, ursprünglicher, einfacher. - Kinder von heute werden nur ungläubig mit dem Kopf schütteln wenn sie unsere Geschichten von früher hören...

Kann sich noch jemand erinnern?
Uns ging es damals nicht anders.
Was soll das für eine Welt gewesen sein, in der Pferdekutschen durch die Straßen zogen...

Ich kann mich schwer an diese Zeit gewöhnen, an Leute wie Trump, Petry, von Storch, Steinbach Seehofer und wie sie alle heißen.
Ich finde unsere Politik, so wie die Politik der anderen Länder einfach nur Gruselig.
Wenn ich mich mal wirklich dazu ringen kann, die Nachrichten zu lesen wird mir bereits bei der Überschrift oft schlecht.

Nein natürlich möchte ich nicht wieder zurück in die Vergangenheit eintauchen, damals nahm ich zwar Politik nur am Rande wahr, dafür stand aber das Überleben im Mittelpunkt. Ich war damit beschäftigt  meinen eigenen Kampf zu führen. Heute sehe ich wie andere kämpfen, während ich bereits meine Ruhe am finden bin - auch wenn ich es manchmal vergesse.

Ich muss nur meine Tochter ansehen, sie erinnert mich daran, was wirklich wichtig ist. Das Wassermannzeitalter ist es nicht...
Das politische Gruselkabinett ist es ebenfalls nicht.

Wichtig ist mich selbst zu besinnen das Beste aus diesem Leben zu machen. Unabhängig davon welche Katastrophe noch auf uns zurollt. Wir können es nicht ändern.
Wir können nur ganz individuell dafür sorgen, dass wir in einem kleinen Bereich von Frieden leben.
Ja das Kartenhaus der Machtgeilen wird zusammenbrechen, ich gönne es ihnen... vielleicht entsteht dann endlich das was ich mir für dieses Zeitalter erhoffe, ein Übergang in ein neues Paradigma, ein Zeitalter des Bewusstseins, der Erfahrung und der Empathie....
Ich sag es gerne, ich schreib es noch lieber:

Hoffnungen sterben zuletzt.
In diesem Sinne, seit bewusst...
Eure Andarnil



Was charakterisiert das Wassermannzeitalter:

Der Wassermann ist ein Luftzeichen und steht für schnelle und tiefgreifende Veränderungen. Flexibilität, Individualität und Idealismus sind sein Markenzeichen. Er steht damit in direkten Gegensatz zu den Fischen, wo Anpassungsfähigkeit und Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielen. Das oberste Prinzip ist somit Freiheit und Individualität, ohne Zwänge, Vorurteile und Konventionen.
  • Wissenschaftlicher Fortschritt
  • Offenheit für neue Ideen
  • Utopische Gesellschaftsmodelle
  • Humanistische Werte, Idealismus, Altruismus (Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise)
  • Nonkonformismus (Nichtübereinstimmung der individuellen Haltung mit den allgemein anerkannten Ansichten, der gültigen Etikette, dem vorherrschenden Lebensstil oder dem kulturellen Mainstream, unangepasst, frei), Individualismus
  • Toleranz, Offenheit und Weltbürgertum
  • Weltweite Vernetzung
stehen im Vordergrund.





*Das Fort Knox ist ein Stützpunkt der US Army im US-Bundesstaat Kentucky. Es ist vor allem als Lager für die Goldreserve des Schatzamtes der Vereinigten Staaten

*https://de.wikipedia.org/wiki/Wassermannzeitalter
*sehr interessanter Artikel zum Wassermannzeitalter
https://www.hpz.com/wassermann-zeitalter-steven-forrest.html

Samstag, 20. Februar 2016

Tagebuch: Reichtum


Die letzten Wochen waren voller Polaritäten:
Dinge die mir aufgefallen sind, Dinge die passiert sind, Veränderungen unaufhaltsam die mich vorwärts tragen, ohne das ich etwas dafür oder dagegen tun kann - es tut für mich.

Wir werden unseren Hof verlieren und auch wenn ich immer noch nicht die Einzelheiten öffentlich preis geben kann, so doch das - denn es belastet uns sehr. 
Die letzten Wochen waren nervenaufreibend und zu der Trauer die da ist, ist auch ein Gefühl von Abschied gekommen, das - ähnlich wie es Hesse in meinem Lieblingsgedicht (Stufen) beschreibt - auch ein Gefühl von Hoffnung bereit hält. 
Es ist ein Auf und Ab voller Klarheiten - ich bin der Kontrolle beraubt, die mir einst Sicherheit gab - Kontrolle über mein eigenes ICH - das es nun nicht mehr gibt. - Nie gab.

Diese Kontrolllosigkeit hat vieles in Gang gebracht, unter anderem die Erkenntnis das es so etwas wie einen finanziellen Reichtum nicht gibt. Wir schwimmen alle auf einen Sack voller Papier, das von Bäumen abstammt, das jederzeit verbrennen kann, verschimmeln kann, sich im Wasser auflösen kann, verschwinden kann, wie eine Seifenblase die durch den Wind zum platzen gebracht wird. 
Finanzieller Reichtum ist eine absolute Illusion und nur der der einmal arm war, wird darüber lächeln können, wenn er sein letztes Brot an die Ratten verfüttert - Was bin ich dankbar, das ich einst arm war, denn ich kann darüber lächeln und mich darüber freuen, das es den Ratten schmeckt. 

Nach zwei ganz unterschiedlichen Telefonaten habe ich festgestellt wie unterschiedlich Reichtum definiert wird.
Für die einen bedeutet es, Golf zu spielen, oder in der größten Therme Deutschlands einen Wellnesstag zu feiern. Oder in einem Schloss zu frühstücken. Für mich bedeutet Reichtum:

Morgens aufzuwachen und den Menschen den ich liebe neben mir atmen zu hören.
Reichtum bedeutet für mich, das Lachen meiner Tochter zu hören, oder ihr Gemotze kurz bevor sie zur Schule muss.
Reichtum bedeutet für mich, das Wort Liebe, das ich seit 18 Jahren täglich höre und in den Augen meiner Frau sehe.
Reichtum bedeutet zu fühlen und zu erfahren, dass es Menschen gibt, die an meinem Leben teilnehmen - die ich teils noch nie in Wirklichkeit gesehen habe. Reichtum heißt in den Augen eines Tieres die Wunder zu sehen, wenn es das erste mal in Freiheit ist und über die Wiesen und Felder läuft. Reichtum heißt für mich, den Tau auf meiner Haut zu fühlen, nach einer Sommernacht. Es heißt warme Füße zu haben weil meine Frau sie mir mit ihren Füßen wärmt - oder kalte Füße zu bekommen, weil ich ihre kalten Füßen wärme. Reichtum heißt zu dritt im Badezimmer zu sein, das so eng ist, das man sich eigentlich nicht mehr bewegen kann und trotzdem zu lachen und zu quatschen obwohl eine von uns auf Toilette sitzt. Reichtum heißt für mich Intimität und Zuneigung, ein Gefühl von Geborgenheit, das Gefühl mit dem Rücken vor jemanden zu stehen und sich einfach nach hinten fallen zu lassen - mit dem Wissen, man wird aufgefangen. Reichtum heißt neben jemanden zu liegen der Weint, weil er traurig ist und neben jemanden zu sitzen, der krank ist und dem Rotze aus der Nase läuft. Reichtum heißt wenn mein Kind sich weh getan hat und zu mir läuft, weil es mich noch braucht und sich an mich schmiegt und wir gemeinsam einen Film ansehen. Reichtum heißt ehrlich antworten zu können, wenn jemand fragt wie es mir geht und zu wissen, das er es wirklich wissen will. Reichtum heißt das Gefühl in sich zu tragen, das Geld nur aus Papier oder Metall besteht und das es viel schöner ist, etwas zu tauschen oder zu verschenken was man nicht mehr braucht. Reichtum heißt für mich Menschen zu kennen die Katzenfutter für Tiere spenden die sie gar nicht kennen oder einfach alles stehen und liegen lassen, weil wir uns gerade scheiße fühlen - obwohl sie 24 Std. durchgearbeitet haben und eigentlich nur noch schlafen wollen. Reichtum heißt zu wissen das es einen Platz gibt, an dem ich Schlafen kann, immer und egal um wieviel Uhr und Reichtum heißt im inneren zu fühlen, man ist ein guter Mensch, weil man das Beste tut für sich und andere, um für andere da zu sein - damit sie den gleichen Reichtum fühlen wie ich selbst.

DANKE an meine Freunde und an meine Familie ! !  und ein sanftes und friedvolles (auch wenn die letzten Sätze in meinem Blog das nicht vermuten mögen)
Namasté an meine Leser.

Herzlichst eure Jo

PS: auch wenn ich mich hier politisch doch sehr zurück halte: Reichtum bedeutet für mich auch: kein "besorgter Bürger" zu sein, bzw. niemals ein "besorgter Bürger" zu werden.
Es sollten sich die Menschen schämen, die vor einem Bus stehen und Kindern angst machen, die hier her kamen voller Hoffnung und alles was ihnen begegnet, sind Augen voller Hass... Leider bleiben solche Nachrichten nicht vor mir stehen. Und auch wenn so manch eine Halbwahrheit in den Berichterstattungen steckt... Videomaterial zeigt zwar nur eine Momentaufnahme, aber der eine Moment voller ängstlicher Kinder hat mir für den Rest des Monats gereicht. Ich fühle mich ins Mittelalter versetzt...