Mantra Musik

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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Erwachen der Kundalini



Vor einigen Tagen bekam ich meine Kundalini Reiki Fern Einweihung dritter Grad.
Seit dem fühle ich mich wie ein anderer Mensch. In mir schlummert noch das alte Wesen, das ich davor war. Ich fühle es, es macht sich bemerkbar, erzählt mir etwas und geht wieder, kommt, bleibt lässt sich nieder, ist da und geht wieder. Das vollkommen Neue in mir erlebt die Welt mit anderen Augen. Farben erscheinen mir intensiver, ich höre in der Nacht wundersame Klänge die aus meinem Kopf zu kommen scheinen, denn niemand sonst hört es. Manchmal ist es ein Flötenspieler, dann wieder sind es Klaviertöne und manchmal singt eine Stimme, sanft und zart. Da ich meine Innenpersonen kenne, weiß ich, diese Melodien sind neu und fremd.  Manchmal ist meine Aura ganz hell, dann wieder hellblau, dann wieder violett. Besonders an dem Handrücken kann ich die Farbe meiner Aura erkennen. Das konnte ich zwar früher auch schon, aber jetzt muss ich mich nicht mehr konzentrieren, ich sage Aura und ich sehe sie.

Mit der Kundalini Erwachung hat sich mein Leben verändert - intensiviert. 

Ich meditiere seit einigen Tagen intensiver und über den Tag verteilt bis zu drei Stunden - immer wieder mehrere Minuten, wenn es meine Zeit zulässt. Was dazu führt, das ich mittlerweile auf Knopfdruck ruhiger werde. Mein Atem geht tiefer, mein Herzschlag passt sich meinem Atem an. Mein ganzer Körper kribbelt, vom Scheitel bis zu den Fußsohlen. Meine Hände strahlen, ich denke nur an Energie und schon fühle ich mich wie ein Tunnel durch warmes weißes Licht hindurch fließt. Es ist angenehm, warm, geborgen. Ich spüre wie sich meine Aura weitet, meine Schmerzen in den Gelenken und der Muskulatur haben nachgelassen. Und seit gestern fühle ich einen Bewusstseinszustand den ich mit einem "Wusch" beschreiben möchte. Während ich in tiefer Meditation bin, rast ein Energiestrahl durch meinen Körper. Und genauso schnell wie er kam, verschwindet er auch wieder in den Boden unter mir. Ich fühle besonders drei Blockaden in mir. Die eine befindet sich im Kehlchakra, die zweite auf der Mentalen Materiellen Ebene und die dritte im Herzchakra. Die Blockade im Herzchakra löste sich recht schnell und ich fühlte wie dieser - für mich - sanfter Energiekanal sich noch weiter öffnete.
Besonders die Blockade im Kehlchakra hat mir erst einmal Probleme bereitet. Bereits nach der ersten Einweihung fühlte ich meinen Hals anschwellen, meine Kehle fing an zu pochen. Ein Gefühl als würde mir jemand den Hals zudrücken. Da ich vor der Einweihung schon einiges zum Thema Kundalini erfahren und gelesen hatte, war mir klar, woher dieses Gefühl kam, trotzdem hatte ich erst einmal Angst vor meinen Erinnerungen und Gefühlen. Ich fing an mich intensiver mit meinem Hals zu beschäftigen und ich fing an meine Chakren jeden Tag zu reinigen. Seit Gestern ist die Schwellung im Hals kaum mehr fühlbar.

Anfangs habe ich die Kundalini als Wild und Unbändig wahrgenommen, ich hatte während der ersten Einweihung eine innere Begegnung mit wilden Frauenwesen mit Tiergesichern, die vor mir tanzten und Messer schwangen. Ich fühle mich während dieser Begegnung wie hinter Glas, eine Beobachterin ihres eigenen Innenlebens. Es machte mir keine Angst, ich war nur gleichsam irritiert über diese Distanz und vorallem über diese Bilder. Gleichzeitig strömte es heiß in meiner Wirbelsäule, es fing am Steißbein an und zog sich weiter nach oben, bis es am Herzchakra ankam. Ich fühlte mich wie in einer wohlig warmen Badewanne. Meine Wirbelsäule pulsierte und die Schmerzen in meiner Wirbelsäule nahmen fast schlagartig ab und dann fühlte ich mein Herz. Ich weiß nicht ob ihr diese Gefühle kennt, wenn man sich bewusst wird, das man ein Herz besitzt. Ich fühlte das Blut durch meine Adern fließen und ich fühle das Pumpen meines Herzschlags, ich fühlte wie sich beide Kamern mit Blut fühlen und wie das Blut vom Herzen wieder weiter fließt durch mich hindurch. Auch wenn ich vorher noch relaxt war, das hat mich dann doch etwas aus der Ruhe gebracht. Mein erster Gedanke wahr. Ok jetzt bekomme ich gleich einen Herzstillstand.

Mir war das erste mal WIRKLICH bewusst, was mich am Leben hält.

Die zweite Einweihung war dagegen wie ein zarter Windhauch.

Die dritte Einweihung war wieder ganz anders, diesmal fühlte ich wie sich der Kanal in meinem ganzen Körper erweiterte und dann in einem immer größer werdenden Kopf endete - so habe ich es zumindest empfunden, mein Kopf dehnte sich aus. Durch meinen ganzer Körper durchliefen Schauer, von der Wirbelsäule aufwärts war es warm und vom Kopf abwärts wurde es kühl. In mir war ein einziges weißes Licht, intensiv hell und pulsierend. Ich hatte das Bedürfnis die Arme weit auszustrecken um zu wachsen, mit allem eins zu werden, in allem zu verschwinden. Es war ein merkwürdiges und gleichsam großartiges Gefühl, als würde ich über mich hinaus wachsen, aus mir hinaus treten. Ich sah mich selbst wie ich dort saß. Dieses Gefühl hielt zwei Tage und Nächte an. Nachts wachte ich auf, weil ich kein Bett mehr unter mir fühlte, es war so als wäre alles verschwunden, das Bett, der Boden, die Erde. Als würde ich im Nichts schweben.
Und dann höre ich diese Melodien. Ich höre sie jede Nacht, wenn es still wird. Ich glaube nicht an Engel, aber würde ich an Engel glauben, dann würden sie so singen und ihre Instrumente spielen. Es ist unglaublich schön. Seit dem ich diese Melodien höre, liebe ich es einzuschlafen. Es ist wie ein sanftes Schlaflied, das mich einlullt und mir Geborgenheit gibt.

Sei heute sind diese Begleiterscheinungen  stark gemildert, bis fast gänzlich verschwunden, bis auf die sanfte Melodie. Die Energie die durch meinen Kanal fließt fühle ich nur noch als sanftes zartes pochen in den Handflächen und die Kanal Öffnung in meinem Kopf als zarter Luftzug.

Besonders überraschend finde ich die Tatsache,  das ich weniger schmerzen habe. Die Schmerzen in meinem Fuß durch einen älteren Bänderriss und einem abgestorbenen Knochen, sind kaum noch fühlbar. Die Schmerzen in meiner Wirbelsäule sind fast verschwunden. Das ist für mich ein Wunder. Da ich durch die Skoliose,  Osteochondrose und der Spondylose eine degenerierte, in sich verformte Wirbelsäule habe. Schmerzen sind für mich Alltäglich. Alles was ich jetzt fühle ist eine sanfte pochende Wärme. Bei Bewegung knackt es (was normal ist für mich), aber der ziehende, sich ausdehnende Schmerz bleibt weg. 
Das nenne ich ein wirkliches Wunder und egal wie lange dieser Zustand bleibt, ich genieße es.

Ich weiß noch vor ca 25 Jahren habe ich das erste Mal über die Kundalini Energie gelesen und ich habe mich innerlich total dagegen gesperrt. Ich wollte damit nichts zu tun haben, es machte mir Angst, mir vorzustellen, dass in mir eine Schlange wütet. Ich verband diese Vorstellung mit einer Art der Vergewaltigung durch mich selbst.
Eine - wie ich heute finde - übertriebene Angst, die mit dem was die Kundalini wirklich ist, nichts zu tun hat.
Erst durch A. wurde ich wieder mit meiner Angst konfrontiert. Als sie davon sprach, fühlte ich erst die alte Angst in mir lodern, aber gleichzeitig eine Neugier, ein Gefühl von ankommen. Es war so als würde sich in mir eine fest verschlossene Tür öffnen. Normalerweise war ich sehr skeptisch was Reiki anbetraf. Ich hatte meine eigene Erfahrung mit Energien, das reichte mir voll und ganz. Reiki war für mich etwas fremdgesteuertes, ich konnte mir unter einem Kanal nicht viel vorstellen. Trotz meiner eigenen Erfahrung vor einigen Jahren (wie ich heute weiß, meine erste Erfahrung mit Kundalini), war mir die Vorstellung fremd, nur als Kanal zu dienen, damals dachte ich, die Energie bin ich sebst.

Durch meine Gespräche mit A. veränderte sich das Gefühl in mir. Ich fühlte Offenheit. Und eine Art Sog durch die Tür hindurch zu gehen. Aber es war nicht das Usui Reiki, es war sehr klar die Kundalini die sich in mir bemerkbar machte.

Und so ging ich hindurch. Und ich bin für diese Erfahrung sehr dankbar.
Seit dem ist diese Energie in mir von der ich mich geschützt fühle.
Wie als hätte die innere Weisheit einen Namen bekommen.

Ich empfinde die Kundaline als Ur-Kraft oder Ur-Energie und ich empfinde sie als sehr Weiblich, wild, zart, hingebungsvoll, vereinend und doch freiheitsliebend. Wenn ich mich mit ihr Verbinde, dann zwinkert sie mir zu oder streckt mir die Zunge heraus und ich bin gewillt es gleichfalls zu tun.
Dann wieder ist sie ernst und gibt mir auf meine Fragen Antworten. Ich fühle mich gefühlt und genährt.
Und geliebt.

Ich weiß das der Weg mit meiner Kundalini erst angefangen hat.
Durch einige Erfahrungsberichte, weiß ich dass das Erwachen der Kundalini sehr unterschiedlich wahrgenommen wird, die einen beschreiben es als Heilig, den anderen macht es angst. Ich rate euch das, was auch mir geraten wurde: Lest euch gut durch, lest auch die Kritiken zu Kundalini Reiki. Und Wenn euch das nicht geheuer ist, dann last die Finger davon. Hört auf eure Intuition und vertraut darauf. Für mich ist dieser Weg wichtig und richtig, weil ich fühle das es mein Weg ist.

Dennoch ist meine Art zu lernen und zu erfahren, nichts was ich empfehlen würde. Ich gehe durch meine Angst, um sie kennen zu lernen, mit ihr zu arbeiten, mich mit ihr anzufreunden um sie dann wieder zu verabschieden. Das ist meine Art. Diese Art ist absolut Grenzüberschreitend. Das was ich tue, wird von den meisten Reikilehrern abgelehnt. Bevor die Kundalini geweckt wird, wird oft zu einer Ernährungsumstellung geraten, sanften Entspannungsübungen, Yoga, Meditation um sich auf das Erwachen vorzubereiten.
Von all dem habe ich die Meditation vorgezogen, das ist mein ganz persönlicher Zugang zu meiner Intuition und hier habe ich die Antwort erhalten, das es richtig ist den Weg zu gehen. Ich würde diesen Weg jederzeit wieder gehen - ich habe die Schlange lieben gelernt.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Erfahrung geben. Im Anhang habe ich einige gute (wie ich finde) Texte verlinkt.

Ich wünsche euch alles Liebe

Namasté 
eure Andarnil




Links zum Thema:
http://www.paranormal.de/ebooks/pdfVersionen/Kundalini.pdf
http://www.tantra-tradition.de/18.html
http://www.lightoasis.de/index.php?id=35
https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/was-ist-kundalini/kundalini-erwecken/

Montag, 21. September 2015

Zu: Stell dir vor...

... es ist Krieg ... 

Mein vorheriges Bild ist sozusagen die Vorbereitung zu diesen Blogeintrag.

Stellt dir vor es ist Krieg...

Ein Krieg kann unterschiedlich aussehen, es kann ein Krieg mit Waffen sein, der den Konflikt unterschiedlicher Länder zeigt und in die Geschichte der Länder eingeht. Sowohl karmisch als auch Psychologisch hinterlässt ein solcher Krieg großes Leid.
Ein Krieg kann auch ganz persönlich sein, ein Krieg der mit Missbrauch, Vergewaltigung und Folter anfängt und vielleicht nie endet.
Ein Krieg der sich in der Seele eines Menschen verhakt wie ein Beil.

Jeder Krieg ist schmerzvoll, leidvoll und bringt neue Qualen mit sich. Die Opfer sind zahlreich auf beiden Seiten. Am Ende eines Krieges gibt es keine Täter mehr nur noch Trümmer, Verzweiflung, Angst, Hass, Blut und Tod.


Mein obiges Bild mag verstörend sein, es ist ein kleines Mädchen mit einem Band um die Augen, stoppt Folter. Es hätte auch ein anderes Band mit einer anderen Aufschrift sein können: Stoppt Krieg! Stoppt Gewalt!

Dieses kleine Mädchen bin ich im Alter von vier Jahren. Einen Tag bevor das Bild (ohne Band) aufgenommen wurde, war meine Welt noch in Ordnung.
Ich hatte Menschen um mich herum die ich Mama und Opa nannte, ich bekam genug zu Essen, einmal in der Woche wurde ich in eine große Zinkbadewanne gesteckt, die Mama dafür von Draußen herein holte, es war mollig warm in der Küche, dabei lief das Radio und meine Mama sang während sie mit mir im Wasser plantschte.
Ich weiß noch es gab Sonntags immer Sauergraut mit Szegediner Gulasch und Opa holte einen Streuselkuchen, den wir dann gemeinsam Nachmittags aßen, dazu gab es Muckefuck, eine Art Kaffee aus Pflanzenteilen, den ich mit viel Milch und Zucker trinken durfte.
Ich fing gerade an zu lesen, denn Opa las jeden Tag mit mir in der Zeitung. Und hin und wieder bauten wir Sachen auseinander und wieder zusammen. Ich lernte wie man einen Wecker auseinander baut und wieder zusammen. Ich liebte es die vielen kleinen Rädchen zu berühren. Es gab auch Dinge die ich nicht verstand, so durfte ich nicht nach Draußen, weil es "Draußen gefährlich" war. Ich durfte auch nicht mit dem Kindern spielen, die im gleichen Haus lebten wie wir: "Weil es gefährlich war". Ich bin also die ersten vier Jahre meines Leben sehr isoliert aufgewachsen, nur mit diesen zwei Menschen die für mich die Welt bedeuteten. Ich verließ nicht die kleine Wohnung in der wir lebten und meine Notdurft verrichtete ich in einem Eimer der von Mama jeden Tag ausgeleert wurde.

Mein persönlicher Krieg fängt ganz anders an als andere Kriege und doch ähneln sie sich sehr. Es war wie eine Bombe die eines Abends in unserer Küche einschlug. Wenn ich zurück blicke, dann gab es eine Art Vorbereitung. Mama hatte alle Türen verriegelt und vor die Küchentür unseren Esstisch geschoben, Opa war morgens schon mit dem Motorrad weggefahren, beide hatten sich gestritten und im ganzen Haus war es laut. Wenn es laut wurde, hielt mir meine Mama die Ohren zu, sie stellte das Radio auf volle Lautstärke um das Gebrüll von Draußen zu übertönen, manchmal sang sie auch ganz schief und je lauter es von Draußen brüllte, desto lauter sang meine Mama.
An diesem Abend kam das Gebrüll in unsere Wohnung.

Ich weiß noch welche Angst ich den ganzen Tag über hatte. Mama hatte ihre Arme um mich geschlungen und wiegte mich hin und her, dabei weinte sie die komplette Zeit über. Es wurde Abend als irgendjemand von Draußen gegen die Küchentür schlug und laut brüllte man solle die Tür aufmachen. Der Tisch vor der Tür vibrierte und Mama hielt mich fest an sich gedrückt. Dann wurde es im Nebenzimmer laut und meine Mama lies mich los und rannte durch die kleine Wohnung um die zweite Tür im Nebenzimmer zu verbarrikadieren. Sie schaffte es nicht. Ich hörte wie die Tür eingetreten wurde und dann sah ich Männer in Uniformen die in unser kleines Zimmer kamen, es waren viele Männer und sie hatten Pistolen die sie auf Mama richteten. Ich schrie und dann warf sich Mama auf mich und die Männer warfen sich auf Mama. Ich weiß noch das ich das Gefühl hatte erdrückt zu werden, ich bekam keine Luft aber ich schrie mir die Seele aus dem Leib.

Die Männer in Uniform hielten Mama fest, einer bedrohte sie mit einer Waffe und dann wurde ich einer mir völlig fremden Milchkaffeefarbenen Frau übergeben und Mama wurde weggebracht. Ich weiß noch wie ich meine Hände nach ihr ausstreckte und nach ihr brüllte, um mich schlug und tritt und ich weiß noch wie Mama ihre Hände nach mir ausstreckte, Hände die sich nie wieder so berührten sollten wie davor. Ab da veränderte sich alles in meinem Leben, meine Mama und mein Opa kamen eine kurze Zeit ins Gefängnis und ich kam zu einer anderen Familie. Zu einer Frau die behauptete meine richtige Mutter zu sein und einem Mann der sagte er sei mein richtiger Vater. Da waren Kinder die sagten sie seien meine Geschwister ...

Das war der Anfang meines ganz persönlichen Krieges der 16 Jahre meines Lebens andauerte. Ich habe all das erlebt was Kinder und Frauen in anderen Kriegen auch erleben. Vergewaltigung, Missbrauch, Gewalt und Folter, Angst und Tod. Und es gibt Momente in meinem Leben, wie jetzt zum Beispiel, da sind diese Bilder sehr real.  Ich bin dem Grauen in diesen 16 Jahren mehrmals begegnet in unterschiedlichen Formen. Ein Kind wurde abgetrieben und ich war dabei, ein Mädchen wurde getötet, Kinder weinten und schrien, Blut floss... dann sollte ich sterben.
Wenn ich über den Tod nachdenke sehe ich Hände die meine Kehle zudrücken, bis ich sterbe. Ich erinnere mich an meinen Tod. Ich sehe mich von oben, sehe die Gestalt die über mir liegt und mich würgt. Dann wird es dunkel, ich sehe einen Tunnel, dann ein gleisendes pulsierendes helles Licht, es wird warm um mich herum und der Schmerz hört auf.
In meiner Erinnerung bin ich 9 Jahre alt als ich sterben sollte. Wieder verändert sich die Welt.

Vor dem Tod habe ich keine Angst. Nach dem Licht habe ich mein ganzes Leben gesucht und ich suche immer noch und ich weiß heute, wenn ich sterbe, wird es nicht schlimmer sein, als damals als die Hände mir die Kehle zudrückten.

Warum erzähle ich euch von diesem Grauen?

Ich erzähle euch davon, weil die Menschheit sich gerade spaltet, statt Mitgefühl mit dem Opfern eines Krieges zu haben, werden sie verurteilt. Statt sie aufzunehmen, werden die Grenzzäune noch höher gebaut.

Bei mit war das genauso. Es gab Momente da war ich auf der Flucht. Ich rannte mit dem am Leib was ich gerade anhatte, manchmal war es nur ein dünnes Hemdchen. Ich rannte um mein Leben. Ich rannte blutend und Barfuß durch den Schnee in den Wald um mich zu verstecken.  Ich rannte zu den Nachbarn und hämmerte gegen ihre Türen. Manchmal war es eine Gardine die sich bewegte, aber die Türen blieben die meiste Zeit verschlossen.
Man wollte sich nicht einmischen, man hatte Angst. Angst vor dem was im Haus am Wald geschah.
Es hat viele Jahrzehnte gedauert bis ich diese Angst in den Augen der Nachbarn verstehen konnte.

Es wird viel gemutmaßt warum Flüchtlinge flüchten. Oft wird angenommen sie seien Wirtschaftsflüchtlinge die sich hier in Deutschland wie in anderen reichen Ländern niederlassen und sich bereichern wollen.
Die Gedanken sind vielfältig, aber alle entspringen einer Illusion. Denn gerade die Leute die sich am meisten darüber aufregen, über die Flut der Menschen die versuchen über die Grenzen zu kommen, haben keine Ahnung von Krieg.
Sie wissen nicht was diese Leute bewegt. Sie wissen nichts von dem Grauen, dass sie erlebt haben.

In den letzten Monaten wurde ich oft über Facebook angegriffen, weil ich so wenig Position bezog, keine Solidarität zeigte für Linksradikale Aktionen.
Ich habe oft versucht es damit zu erklären, dass ich die Gewalt auf beiden Seiten sehe und ich Gewalt ablehne.
Jemand der einen Krieg erlebt hat, denkt nur noch an eines. Wenn es Krieg gibt - musst du Überleben!

Als es in Facebook anfing -  die Menschen Positionen bezogen und statt mit Waffen mit Worten schoßen.
Ab da hielt ich mich im Hintergrund. Ich wurde nach und nach zurückhaltender mit persönlichen Artikeln und jetzt poste ich wenn überhaupt nur noch Buddhistische Inhalte oder Verlinkungen zu anderen Artikeln mit klaren Aussagen zu unterschiedlichen Themen. Wenn mich Nachbarn zu dieser Thematik ansprechen, nicke ich und schweige. Mit mir über diese Themen zu diskutieren wird schnell langweilig. Ich meditiere sehr viel und ich arbeite fast Rund um die Uhr an unterschiedlichen buddhistischen Inhalten.
Ich bereite mich auf meine Art vor. Es gibt Momente da mag ich Flüchten oder mir selbst die Ohren zuhalten vor dem lauten Gebrüll der Pegida Menschen.
Aber ich halte mir nicht die Ohren zu, ich beobachte leise mit Herzklopfen. Ich schätze ab und ich versuche aus dieser Position heraus neutral zu bleiben, damit ich neutral helfen kann, wenn die Fahnen gegen richtige Waffen ausgetauscht werden. Ein Krieg kann so unterschiedlich sein. Wir stehen kurz davor. Das ist die Realität.

Ich bin kein aufbrüllender Möchtegern Soldat. Ich gehöre zu einer kleinen Gruppe von Pazifisten die versuchen sich im Hintergrund zu halten, um die verletzten Menschen zu verpflegen, wenn es soweit ist.  Es gibt jetzt schon Opfer die sich mir anvertrauen und die ich berate und tröste. Das ist meine Aufgabe in diesen Anfangszeiten eines großen Krieges.
Als Kind hätte ich mir einen Pazifisten gewünscht, der mich getröstet, mich umarmte, der mir etwas zu essen gab, als ich vor Hunger zusammenbrach. Der meine blutenden Wunden versorgte und meine Seele beruhigte: Alles wird gut!

Mein Krieg hat tiefe Narben hinterlassen, Wunden die vielleicht nie wieder vollständig abheilen werden. Auch nach 34 Jahren die vergangen sind, sind die Bilder aus meiner Erinnerung noch sehr real. Es gibt Momente da hoffe ich sehr, dass ich nicht Dement werde und wieder eintauche in die Zeit vor meinem 16 Lebensjahr. Wieder das Kind bin, dass sich das eigene Blut vom Körper schrubbt um wieder rein zu sein, mit dem Wissen das es nie wieder rein sein wird.

Ich will keinen Krieg, für nichts auf der Welt. Ich weiß, dass ich zu den Menschen gehören werde, die sich überlegen werden sich selbst zu töten, wenn es so weit ist. Einmal Krieg erleben reicht voll und ganz um zu begreifen, das Gewalt keinen Frieden bringen kann.

Das es nur möglich ist Flüchtlinge aufzuhalten, die um ihr Leben rennen, indem man sie tötet. Unsere Grenzen werden nie hoch genug sein, unsere Mauern nie stark genug sein.  Wenn ein Mensch um sein Leben rennt dann ist er bereit zu fliegen über alle Hürden hinweg.
Krieg ist wie ein Kannibale der sich selbst auffrisst. 

Ich kann euch keinen Tipp geben, wie ihr vorgehen sollt. Ich kann nicht sagen: Reißt die Mauern nieder, öffnet die Grenzen um den Kriegsleidenden hier ein Leben zu ermöglichen. Was immer ihr macht, ich habe darauf keinen Einfluss und ich will keinen Einfluss darauf haben.

Ich kann nur eines sagen: Habt Mitgefühl für alle Beteiligten.
Mitgefühl für die Unwissenden mit ihren Fahnen und ihrem Hassgebrüll und Mitgefühl für die Flüchtenden mit ihren Narben und Wunden. Habt Mitgefühl für die Opfer und Täter auf allen Seiten. Denn am Ende spielt es keine Rolle mehr wer was gebrüllt hat oder wer auf welcher Seite gekämpft hat. Am Ende zählen nur die Toten und die Überlebenden.

Hier endet nun mein Artikel.
Wenn man mich früher fragte ob ich mich als Opfer sehe, sagte ich "NEIN, ich sehe mich als Überlebende".

Überleben bedeutet man hat den Tod besiegt.
In Wahrheit lässt sich der Tod nicht besiegen, er ist Teil vom Leben.
Wenn man mich heute Fragt so zucke ich die Schulter und schweige. Denn eigentlich gibt es nur einen Satz für das was ich erlebt und überlebt habe: Ich lebe! Nur das zählt.

Es sind nicht meine Tränen und der Schmerz meiner Erinnerungen, die meine Kindheit in die Gegenwart transportieren. Es ist Mitgefühl, Metta, Ahimsa.

Es sind die Menschen denen ich begegne, die Momente in denen sich unsere Blicke kreuzen, das Erkennen auf beiden Seiten. Es sind die Schwestern und Brüder (die die Kriege dieser Erde überlebt haben), deren Seelen sich mit meiner Seele verbinden. Dabei spielt es keine Rolle welche Nationalität, Sprache oder Hautfarbe sie haben. Wenn wir uns alle an den Händen fassen umringen wir hunderte um hunderte male die Welt.

Das sind die Menschen die mich an meine Vergangenheit erinnern und ihnen sind meine Worte gewidmet mit denen ich hier Enden werde:

"Ihr seid nicht alleine!"


In diesem Sinne

Namasté
Eure Andarnil






Stell dir vor...


Link zum Urheber des Bildes: Facebook Foto
(c) Falk Bräcklein

Mittwoch, 1. Januar 2014

Abschließende Neujahrsgedanken - Rückblicke

Guten Morgen und ein schönes neues Jahr... 2014!!!



Unsere Nacht war wie viele eurer Nächte recht kurz, wenn auch anders als viele andere eurer Nächte.
Britta blieb bei den Schafen bis die letzten Raketen im Himmel zu Asche zerfielen und ich blieb bei unseren Katzen und Hunden.
Bella verbrachte eine gute Stunde zitternd und hecheln auf meinem Schoß, dieser große Hund wurde wieder zum ängstlichen Welpen, Blue hatte seinen Knochen und war damit beschäftigt und unsere Katzen waren relativ relaxt.
Shaya war dieses Sylvester das erste Mal auf, wir weckten sie kurz vor 12. Aber es schien ihr nicht sonderlich gefallen zu haben, ihr Kommentar als sie wieder rein kam: "Es ist mir zu laut und dieses Kralawawumm nervt irgendwie!"

Ich konnte ihr  nur beipflichten.  Bevor es los ging zu Kralawawummen unterhielt ich mich mit meiner Freundin Marie, auch sie hatte 5 Hunde zu verpflegen und es war genauso wie bei uns... einige hatten Panik wie Bella. Wir sind einer Meinung, ein großes Feuerwerk organisiert durch die Stadt, reicht voll und ganz, warum müssen zig Millionen Euro in den Himmel verschossen werden und Wald,- und Haustiere so in Panik versetzen. Wir Tierschützer sehen das Ganze mit einem Traurigen Blick... der Rest feiert und vergeudet seine "finanziellen Resourcen". Was Menschen mit ihrem Geld machen interessiert mich nicht, so lange es nicht auf Kosten anderer missbraucht wird... aber was rede ich überhaupt darüber, solch eine Alternative Meinung wollen nur wenigen lesen -  Das Tiere darunter leiden, wenn ihnen diese Krawallmachenden Raketen um die Ohren fliegen... und wenn ich an die Umweltverschmutzung denke, wird es mir übel. Der Morgen riecht nach Rauch und Sprengstoff und in unserem Garten liegen mit Sicherheit irgendwelche Raketenrückstände. Richtig, ich kann Sylvester nicht ausstehen, Bella genauso wenig... Jedes Jahr habe ich den Gedanken, gleich bekommt sie einen Herzinfarkt, so sehr hechelt und zittert sie. Und wenn dieser große Hund mir in die Arme springt, weiß ich, ich bin jetzt die schutzgebende Insel...

Gut ist, das hier die Sylvesternacht nie lange andauert, letztes Jahr fielen noch um 2. Uhr Raketen vom Himmel, dieses Jahr war um 1. schon schluss. Bella beruhigte sich und um 2 schliefen unsere Hunde und Katzen friedlich in ihren Körbchen. Ich wurde auch Müde und bin dann kurz danach eingeschlafen.

Ich hatte einen sehr interessanten Traum:

Ich war in einer katholischen Kirche und saß auf einem Altar mit einer Kerze in der Mitte. Die Umgebung war kalt und grob, etwa wie in sehr alten Kirchen, sehr viel grober Stein, die Fenster waren aus Buntglas und die Kuppel war hoch. Ich saß da und überlegte in meinem Traum, wie ich auf diesem Altar gekommen war. Ich war verwirrt und hatte nur einen Gedanken, wie ich wieder runter komme. Doch der Altar war hoch, viel zu hoch um hinunter zu steigen, also hangelte ich mich an den Rand, glitt ab, ich hielt mich noch an der großen Kerze fest, die aber dann aus der Verankerung brach und so stürzte ich vom Altar. Ich kam dennoch unten sicher an, aber die Kerze hatte eine Beule. In der Kirche saßen auch andere Menschen andächtig ins Gebet vertieft, viele ignorierten mich, eine Frau sah mich an. Ich sagte ihr, das die Kerze eine Beule hat und fragte, wem ich das melden kann. Sie sagte ich solle durch eine Tür gehen, am Ende des Kirchenportals. Was ich dann auch tat. Ich klopfte mir den Staub von meiner Kleidung und ging zur Tür.

Ich kam in ein Zimmer, darin saß eine Frau am Schreibtisch. Ich erzählte ihr, das ich aus Versehen eine große Kerze beschädigt hätte. Sie wollte sich den Schaden ansehen und so gingen wir zusammen zum Altar. Sie lächelte und meinte, die Delle an der Kerze könnte man herausschneiden und ich solle mir keine Sorgen machen. Also verabschiedete ich mich und ging aus der Kirche. Und auf einmal war ich in einem Waldstück, ich lief eine Weile durch den Wald, dann kam ich auf eine Lichtung. Von weitem schon sah man eine Farm, mit vielen Tieren. Die Tiere liefen alle durcheinander, ich sah viele Jungtiere, wie Lämmer, Kälber, kleine Welpen und einige Küken. Eine Farmerin lehnte am Gatter als ich dort ankam. Sie fragte ob ich ein Kalb kaufen möchte, da sah ich, das die Tiere allesamt menschliche Gesichter besaßen. Ich lächelte einem Kalb zu und es lächelte zurück. Ich sagte der Frau, das ich mir das Kalb nicht leisten kann.

Sie fragte ob ich mir den Hof mal ansehen möchte und ich freute mich über das Angebot, "Ja sehr gerne!" sagte ich. Und so führte sie mich über ihren Hof. Ich fand es sehr interessant, denn hier schienen alle Tiere gemeinsam zu leben, ohne Abtrennung, ohne Pferch oder Gatter. Ich fragte sie wieviel Weideland sie besitzen würde und sie meinte: "Viele Hektar".
Dann fragte sie mich, ob ich bei einem Preisausschreiben mitmachen will. Ich nickte und so gingen wir in ihr Büro. Dort saß ihr Mann vor dem Computer und lächelte mir zu.
Ich fragte nicht, was es zu gewinnen gab, es interessierte mich gar nicht.
Sie stelle mir eine Reihe Fragen zu Tiere, die ich alle beantworten konnte. Dann sagte sie mir, die letzte Frage sei eine Rechenaufgabe. Ich meinte, ich müsste es aber auf einem Blatt Papier ausrechnen. Sie sagte kein Problem und gab mir einen Stift in die Hand. Ich sagte ihr, ich bräuchte noch ein Blatt Papier, da deutete sie auf einen Stapel Aktenordner und meinte ich könnte mir eine Rechnung herausnehmen und auf die Rückseite schreiben. Das fand ich zwar merkwürdig, aber ich nahm mir eine Rechnung und drehte das Blatt um.

Dann kam die Frage: "Er wollte Auto fahren..."
Ich war verwirrt.. ich hielt immer noch den Stift in der Hand und fragte ob das jetzt die Frage sei. Sie nickte... Ich sagte: "nun ja er wollte irgendwohin fahren!".
Sie sagte nein. Dann kam mir der Gedanke, den ich leider zeitgleich mit ihr aussprach:
"Er wollte den Führerschein machen!"
Ich sagte noch: "Ich war schneller!" Aber ihr Mann und auch sie meinten, leider habe ich die Frage nicht rechtzeitig beantworten können. Die Frau war richtig traurig, ich zuckte jedoch nur mit den Schultern.
"Macht nichts, ist es ist wie es ist!" sagte ich.
Dann gingen wir wieder nach draußen.

Auf einmal brach ein riesen Tumult aus, ein Hahn zankte sich so dermaßen mit einem anderen Hahn, das dabei auch andere Tiere verletzt und getötet wurden. Eine Ente und ein Huhn wurden getötet. Ich hatte panische Angst und die Farmerin ergriff die Initiative und ging dazwischen. Der Hahn rannte vor ihr davon und sie rannte hinterher und schrie: "Jetzt reicht es mir, jetzt wirst du geschlachtet!" Da fing ich an zu weinen und zu schreien: "Bitte tun sie ihm nichts, das dürfen sie nicht. Bitte!"
Die Frau hielt inne und kam langsam auf mich zu, da merkte ich, dass auch ich verletzt war.

Ich blutete stark aus dem Bauchraum. Ich wusste in dem Moment das ich sterben werde. Auch die Farmerin wusste das. Sie fragte ob sie meine Frau benachrichtigen soll.
Ich lächelte und sagte: "Nein das möchte ich nicht, aber bitte bleiben sie solange bei mir bis ich sterbe?"
Sie nickte, kniete sich neben mich und hielt meine Hand.
Ich wusste, würde Britta davon erfahren, würde sie alles tun, damit ich am Leben blieb und genau das wollte ich nicht. Ich wollte wissen wie sich ein Tier fühlt wenn es stirbt. Das sagte ich der Frau auch und sie nickte nur als sei es das normalste überhaupt.
Und dann starb ich.

Ich wachte auf und war erst mal verwirrt... Britta schlief noch. Also nahm ich mir mein Handy und schrieb über WhatsApp Marie an, ich musste mit jemanden reden, aber ich wollte Britta nicht wecken...
Während ich Marie von meinem Traum erzählte, wurde mir klar was er bedeutet... ich hatte einen Teil meines Leben geträumt, meine Entscheidungen... alles lag offen vor mir. Ich musste weinen... vor Trauer, aber auch vor Glück!

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Viele Menschen stehen während ihres Lebens an einem Schneidepunkt, sie entscheiden sich für oder gegen die Karriere, für oder gegen Heirat, Kind, Umzug... usw. Ich habe mich für Tiere entschieden. Am Anfang meines Traumes, saß ich auf einem Altar. Dies war meine Zeit der Spiritualität, ich war spirituelle Lehrerin für einige Menschen, ich war eine buddhistische selbsternannte Nonne, ich praktizierte den Buddhismus, wie andere den Katholizismus, ich saß sehr hoch auf meiner Leiter, weil viele zu mir hinauf blicken wollten. Als ich entschied ein anderes spirituelles aber auch einfaches Leben zu leben, Tieren zu helfen, fiel ich gleichzeitig von der Leiter, in meinem Traum fiel ich vom Altar. Ich habe dennoch meine Verantwortung für die Menschen nie ganz begraben, wenn jemand Hilfe wollte, war und bin ich für ihn da. Dennoch war mein Weg ein anderer, raus aus der "Kirche", in den Wald und aufs Land.

Durch meine Arbeit mit Tieren wurde mir bewusst, das es Dinge gibt, die viele Menschen nicht wissen, und oft auch nicht wissen wollen. Das Sterben spiele eine große Rolle, weniger das Leben. Ums Leben der Tiere geht es in dieser Gesellschaft nicht. Menschen überlegen sich vielmehr, wie kann ich ein Tier so effizient füttern, das es dick wird und ich gutes Fleisch verkaufen kann...
Die Farm war ein Stücken, dass was ich eigentlich für "Nutztiere" möchte, dass sie gemeinsam leben dürfen, das es keine Zäune gibt und keine Pferche, das Kälber und Lämmer bei ihren Müttern bleiben dürfen.

Das alle Tiere ein menschenähnliches Gesicht besaßen, liegt an meinem Menschlichsein. Ich fühle oft für Tiere wie für Menschen. Da gibt es keinen Unterschied, in meinem Traum kam das noch offensichtlicher hervor. Tiere und Menschen waren gleich. Und somit war es auch logisch, das ich kein Kalb kaufen wollte. Ich hätte auch keinen Menschen kaufen wollen. Die Frage der Farmerin ergab im Traum kaum einen Sinn. Aber ich antwortete dennoch so wie ich im wahren Leben auch geantwortet hätte: "das kann ich mir nicht leisten!" Wobei das: Ich kann es mir nicht leisten, eine viel tiefere Bedeutet hat, als nur zu denken das es hier um Geld geht.
Es geht um die innere Einstellung, dass ein Tier das gleiche Recht auf Leben hat, wie ein Mensch. Das gleiche Recht auf Entwicklung.
Auch im wahren leben hätte ich kein Kalb gekauft, einfach weil es mir nicht zusteht, ein Tier zu kaufen, genauso wenig steht es mir zu einen Menschen zu kaufen.

Menschen mischen sich oft in tierische Belange ein, Hähne, Hunde... usw. werden geschlachtet oder getötet wenn sie Unfrieden machen, oder andere Menschen angreifen. Ich habe momentan aktuell ein kleines Problem in meiner Katzensippe, eine Katze wird gemobbt und zwar weil zwei andere Katzen Angst vor ihr haben. Ich bin schon einige Male zwischen die Sreitereien gegangen und bislang dachte ich es läge an meiner Knuffel die unfrieden stiftet. Ich habe sogar darüber nachgedacht, Knuffel in gute Hände zu vermitteln. Der Traum zeigte mir, das Tiere genau wie Menschen ihren Platz untereinander erst finden müssen. Knuffel und ihre beiden Streitkatzen sind noch nicht angekommen und brauchen einfach Zeit. Genau diese Zeit habe ich mir im Traum für den Hahn gewünscht.

Die Farmerin wollte ihn schlachten, weil SIE es nicht aushielt, das der Hahn um sein Revier kämpfte.
Ich halte manchmal den Knatsch zwischen meinen drei Katzen nicht aus...
Das Endergebnis für die Frau im Traum: Schlachten!
Für mich: ich suche einen guten Platz!

Beides bedeutet: Wir entscheiden darüber... und im Traum fand ich das nicht richtig. Ich bat um das Leben des Hahns...

Das Ende des Traums - ich starb, weil ich letztendlich fühlen wollte, wie ein Tier fühlt. Am Ende war ich wieder Tier, ich war angekommen in mir. Teil von allem. Das höchste spirituelle Gut, Teil von allem, die totale Verschmelzung... Nirvana...
So zumindest stelle ich mir Nirvana vor, einzugehen in allem. Alles sein.

Ich entschied mich bewusst für den Tod, gegen meine Familie, gegen das menschliche Leben. Im Traum wollte ich wie ein Tier fühlen. Tier sein!

Ein Stückchen Hoffnung für all die misshandelten und getöteten Wesen, im Tot sind wir alle gleich, wir sterben und werden wieder Teil des Kreislaufs dieser Erde.

Dass ich den Traum in der Neujahrsnacht träumte, hat für mich eine große spirituelle Bedeutung.
Als mir das bewusst wurde, musste ich weinen, vor Trauer und vor Glück. Trauer und Mitgefühl für die Tiere die tagtäglich für uns Menschen sterben müssen und Glück, weil mir bewusst ist, dass sie Teil von mir sind, wie ich Teil von ihnen.
Das es da keine Grenzen mehr gibt. Vielleicht habe ich heute Nacht das erlebt, was viele Erleuchtung nennen. Klarheit, Verstehen, Einsicht und wieder einen weiteren Schritt auf meinem buddhistischen Weg hinzu gewonnen.

Das letzte Jahr war nicht einfach, aber es war eines der erfülltesten Jahre meines Lebens. Die Arbeit mit den Tieren hat vieles was vorher selbstverständlich war, in Frage gestellt.
Ich habe viele wundervolle Menschen kennen gelernt und zwei die uns und die Tiere im Team begleiten, die ähnlichen denken wie wir. Ich habe auch Missgunst und Neid, Eifersucht kennen gelernt - Menschen die uns torpedieren wollten, deren Gefühle wir letztendlich verletzen mussten, um wieder gerade stehen zu können, weiter machen zu können, Frieden zu schaffen. Menschen die uns letztendlich nicht gut taten. Es gab Momente da dachte ich ans Aufgeben, als unsere 16 Katzen an einem Katzenschnupfen erkrankten. Oder vor zwei Tagen als unsere Toilettenspühlung den Geist aufgab und wir erst einmal vor dem Problem standen, dass uns die finanziellen Mittel fehlen, um diese größere Reparatur vornehmen zu lassen.
Doch auch da kam die Lösung in Form von Kai unseren Handwerker Held, der kurzentschlossen morgens am 31. mit einem Ersatzteil vor der Tür stand und die Spühlung reparierte. Ich kann es kaum in Worte ausdrücken wie Toll ich diesen Mann finde, er ist uns in der kurzen Zeit in der er in unserem Team ist, ein echter (Tierhof Amoa) Held geworden.

Wir haben so viel unglaubliches Glück, Menschen die uns eigentlich nicht kennen, spenden für unsere Katzen, damit sie bei uns bleiben können. Stefano ein veganer Koch organisiert ein Spendenevent für unseren Tierhof, damit konnten wir endlich Elo unsere Tierärztin bezahlen.
Marie unsere beste Freundin steht uns mit Rat und Tat zur Seite und fühlt einfach wie ich. Die Gespräche mit ihr, taten mir so unglaublich gut, sie baut mich in null komma nichts auf und rückt mich zurecht, wenn ich das Gefühl habe, vielleicht schaffen wir das ja doch nicht mit unserem Hof. Marie ich liebe dich!!!
Es gab Gefühlswirrungen, ich fühlte mich in diesem Jahr wie eine Tochter und hatte das erste Mal eine Mutter. Ich erlebte wie aus ihrer Mutterliebe Frauenliebe wurde, was uns beide in einige Konflickte stürzte. Wir haben es gemeinsam geschafft zu wachsen und nun entwickelt sich daraus eine platonische Beziehung, die uns allen gut tut und mir ein Gefühl von Liebe vermittelt, die ich so noch nicht kannte. Ich liebe sie sehr meine mütterliche Freundin.

Es gibt so viele Menschen die uns begleitet haben in diesem Jahr, Menschen die mithalfen, die mit aufbauten. Die da waren, wenn man sie brauchte. Manche gingen aus oben genannten Gründen auch wieder. Aber auch das gehört zum Leben dazu.... es war ein ereignisreiches,  mit viel Arbeit verbundenes starkes und glückbringendes Jahr.
Ein tolles Jahr!

Wir haben in diesem Jahr das erste Mal gemeinsam die Steuer machen können - sehr positiv für uns. Es gab auch Rückschläge politischer Natur, eine Gleichstellung wird es in dieser politischen Kombination nicht geben. Ich bin enttäuscht von meiner Partei... aber wer ist das nicht. Vielleicht habe ich nie die Möglichkeit gesetzlich eine vollständige Mutter sein zu dürfen - aber für meine Tochter ist das egal, sie liebt ihre Mami nur das zählt.

Wir haben viel vor in diesem so frischen Jahr.
Kai und Britta wollen sich eine Werkstatt einrichten.
Wir wollen eine Katzenvoliere bauen, damit unsere behinderten 10 Katzen Frischluft schnuppern können. Dann wollen wir eine Chipkatzenklappe einbauen, damit die restlichen 6 nach draußen können.
Wir haben vor den Hühnerstall zu erweitern, so das wir noch weitere "Rettet das Huhn" Hühner aufnehmen können. Wir wollen einen Schaffutterstand und Unterstand für unsere Schafe errichten. Zäune neu setzen, einen Gemüsegarten ausbauen usw.
Wir wollen den Tierhof systematisch weiter ausbauen und erweitern. Zur Zeit arbeiten wir zu viert. Keine leichte Aufgabe, aber ich habe dennoch ein gutes Gefühl. Wir haben viel geschafft in diesem Jahr.
Unser Tierhof trägt zu Recht den Namen Amo(h)a.

Ich bin sehr glücklich da wo ich jetzt bin... mit all den kleinen und großen Baustellen, den kleinen Hindernissen, den großen lehrreichen Erlebnissen.
Den Momenten voller (Er)Leben und Lieben.

Danke euch allen die uns unterstützt habt auf unserem Weg.


 unserem Amoa Team:


Marie für deine Liebe, deine Zuversicht, deine Weisheit, deinen jugendlicher Esprit, deine Leichtigkeit, deine Natürlichkeit, dein Dasein. Du bist eine echte Inspiration für mich. Und zu meiner und unserer besten Freundin geworden, die ich eigentlich nicht mehr haben wollte...  Ach ich lieb dich so sehr Maus!!!

Danke Kai für deine selbstlose Hilfe, du bist echt der Hammer Bär!!! Auch wenn wir uns noch nicht so lange kennen, ich will dich nicht missen, nicht nur weil du uns Frauen einfach so zur Seite stehst, sondern weil du einfach so bist wie du bist, ein liebenswerter Mensch mit einem großen Herzen. DANKE das du da bist!!!

Meiner Familie:

Frau meiner Träume, du bist das Beste was mir je begegnet ist und ich freue mich schon auf weitere Jahre voller Liebe und Zuneigung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen, eines davon ist deines. ICH Liebe Dich bis in alle Ewigkeit.

Meiner Tochter, die liebste, vernünftigste, süsseste und verrückteste Tochter die sich eine Mutter nur vorstellen kann. Du bist mein Leben!! Nicht unter meinem Herzen geboren, aber in meinem Herzen für immer und ewig. Götter wie sehr ich dieses Kind liebe!

Meinen Begleitern...

Ingrid Isentrud ... Dafür das du so eine verrückte Frau wie mich liebst, ich fühle mich unendlich geehrt, deine Freundin sein zu dürfen. Danke für deine Spiritualität die mir noch mal zeigt, wie unwichtig Grenzen zwischen den Religionen sind, dein Leben, das meinem sehr ähnlich ist, deinen Mut Zäune einzureißen und neue Ufer zu betreten und natürlich DANKE für deinen Mut auf diese ungewöhnliche Freundschaft.

Und all die anderen Menschen in meinem Leben...
Manchmal weiß ich gar nicht für wen ich eine Freundin bin, weil ich versuche jeden gleich zu behandeln, ergibt sich in mir ein Gefühl der Liebe allen Gegenüber die mir begegnen. Es ist so ein unglaubliches Glück euch zu an meiner Seite zu wissen, mich an eurer Seite wissen zu dürfen.
Viele Begegnungen sind erst sehr kurz, ältere Freundschaften gibt es kaum noch (mit einer Ausnahme).
Es gab eine Zeit, da wollte ich mich ganz von Menschen entfernen, mich nur noch auf meine Familie, die Tiere und meine Spiritualität konzentrieren. Freundschaften wollte ich keine eingehen, keine Verbindlichkeiten, keine tiefen Gefühle die mich in Trauer und Gefühlswirrungen stürzen, sollte eine Freundschaft zerbrechen oder sich Probleme innerhalb einer Beziehung entwickeln.

Während des letzten Jahres ist mir das nicht gelungen, ich bin gescheitert an meinen Vorsätzen. Natürlich bin ich Freundschaften eingegangen, ich bin auch zeitweise sehr traurig gewesen, als gerade entstehende Freundschaften wieder zerbrachen.

Im Leben geht man viele Risiken ein, Menschen kommen und gehen und pflastern deinen Weg auf dem du gehst - es ist als würde man über einen Fluß laufen mit einem reißenden Strom, und jeder Stein auf dem man sicher tritt, ist ein Mensch der dich in und zu deiner Entwicklung begleitet. Ich nenne das "Entwicklungssteine"... Manche Menschen gehen wieder, andere kommen, einige bleiben.

Es ist ein ewiges Erinnern an Dinge die man gemeinsam erlebte, ich liebe es, mich zu erinnern, es sind fast immer wohlwollende Gedanken die die gehenden Menschen begleiten. Und es stürzt mich in Aufregung wenn ich erneut Menschen begegne, die ich faszinierend finde.

Zwei Buddhisten die meinen Weg kreutzen und mich immer wieder aufs neue überraschen und erfreuen, Danke Wasana und danke Matthias. Wasana du musst unbedingt weiter schreiben und Matthias... DANKE ich fühle mich wirklich sehr geehrt deinen Blog lesen zu dürfen. Ich mag euch beide sehr!!

Viele Veganer von denen ich lernen konnte und die mich inspiriert haben meinen veganen Weg weiter zu entwickeln und zu verfolgen. Stefano einen ganz lieben Gruß an dich!!

Künstler die mich daran erinnerten, dass auch ich eine Künstlerin bin. Linda ich grüße dich ganz lieb, du und deine Comics - ihr seid Fabelhaft, wundervoll, einzigartig!!!

Autoren die mich einfach umhauten, weil sie Dinge aufschreiben, die ich in meinem Kopf habe... und die auch noch Erfolg damit haben, Gitta du bist einfach Irre GUT (nicht nur weil du das Zeug schreibst was ich fühle...  :), sondern weil du damit Menschen erreichst und ihnen hilfst.... ) DANKE für deine Zuneigung und Freundschaft...

Menschen die für mich "echte aktive" Tierschützer sind, weil sie ihr komplettes Leben danach ausrichten, aktiv im Tierschutz tätig sind und gemeinsam mit den Tieren alt werden wollen. Anja,Wolfgang und Korinna... DANKE ihr drei, ihr seid einfach Engel auf zwei Beinen!!! Karin, Danni, Jens und Mira ich kenne euch  (noch) nicht persönlich, aber ihr seid mir unglaublich nah gekommen... DANKE für euer DASEIN!!! Und eure Hilfe!!

Den Spendern, Paten und Sponsoren unseres Tierhofes

Ihr Lieben, ohne euch gäbe es unseren Tierhof nicht, er könnte nicht wachsen und gedeihen, einige der Tiere wäre nicht am Leben... Nicht nur wir Danken euch von Herzen - für unsere Tiere seid ihr der Nährboden... ihr helft uns, sie zu pflegen und zu hegen. Ihr legt den Grundstock für unsere Arbeit. Das ist Großartig und Wundervoll. Ich hätte Anfang des Jahres nie gedacht, so viel Hilfe und Zuneigung zu bekommen... DANKE euch von Herzen!!!

Ich bin inspiriert durch euch alle, ich bin so voll von Glück und Tatendrang - auch durch euch.
Ihr teilt mit mir meine Liebe zum Aussergewöhnlichen, egal ob es nun Tiere, Kunst, vegane Ernährung, oder die Leidenschaft der Religion ist...es ist unglaublich schön nicht alleine zu laufen... Schritt für Schritt...

Im Laufe der letzten Wochen sind neue Bekanntschaften hinzu gekommen... Menschen die Freunde werden können...DANKE ...

Ich starte dieses Jahr mit Dankbarkeit, Zuversicht und Glück im Herzen.

Namasté
Eure Jo