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Dienstag, 13. Februar 2018
Krähen in Otterndorf (Artikel)
Die Doppelmoral der Menschen.
Ja die gibt es auch hier.
In Otterndorf z.B. dort leben Krähen in einem Park, der liegt neben dem Wohnhaus meiner Freundin Julia und durch Julia habe ich erneut Krähen lieben gelernt.
Es geht dort laut zu ja, sie sind nun mal Vögel und sie verständigen sich unter einander. Krähen leben in Kolonien, in großen Familienverbänden. Wenn man durch den Park geht, läuft man durch ihr Wohn und Schlafzimmer. Weit über unseren Köpfen leben sie ihren Alltag und wer mag kann ihnen dabei zusehen. Mit einem Fernglas oder mit bloßen Augen. Es ist ihre Welt dort oben in den Wipfeln der Bäume und wir sind die geduldeten Gäste.
So erlebe ich den Park, wenn ich dort Spazieren gehe, komme ich mir vor wie in einer anderen Welt. Ich würde gerne ihre Sprache lernen um den Gesprächen der Vögel zu lauschen. Es ist ein Wunder, dass sie dort ihre Heimat gefunden haben. Ihr eigenes kleines Paradies.
Nur leider gibt es Menschen die sich gestört fühlen. Anwohner und vorallem der Stadtdirektor wollen die Tiere verscheuchen oder gar töten. Sie erfinden Lügen und Schauergeschichten um die Krähen in einem Hitchcock ähnlichen Vogelbild darzustellen.
Auf der Webseite; http://www.otterndorf-holzt-sich-ab.de
wird über die Krähen berichtet.
Man kann so interessantes zu den Tieren erfahren und man erfährt auch etwas über den Kleinkrieg den die Stadt Otterndorf führt um die Tiere los zu werden.
Statt die Krähenkolonie als Wunder der Natur zu bezeichnen, sieht der Stadtdirektor es als seine Pflicht an, die Tiere mit allerlei irrsinnigen Lügen als Monster darzustellen.
Nein diese Vögel haken niemanden die Augen aus, es gab bisher keinen einzigen Unfall der mit den Krähen in Zusammenhang gebracht werden konnte. Auch keine Hunde sind gefährdet, noch töten Krähen Schafe oder Kälber. Krähen sind Aasfresser und das bedeutet dass sie tote oder auch sterbende Tiere fressen und das kann auch vorkommen, dass sie in Schaaren dort erscheinen.
Die Märchen über die von Krähen getöteten Tiere halten sich jedoch und werden regelmässig über die Presse verteilt. Vogelexperten sind sich jedoch sicher, das es sich hier um Vorurteile und Irrglauben handelt. Und das die erwähnten Lämmer und Schafe bereits tot waren.
Solche Vorurteile machen auch in Otterndorf ihre Runde.
Und sie werden regelmässig am Leben gehalten um den Otterdorfer Krähen zu schaden.
Und aus dem Grund darf dieser Artikel gerne verteilt werden.
Unten findet ihr Links zu Vogelexperten und Artikeln zum Thema.
Krähen sind wundervolle und sehr intelligente Tiere, die in Otterndorf ihre Heimat gefunden haben. Man sollte sie respektieren, statt ihnen ihren Lebensraum nehmen zu wollen. Und dafür setze ich mich ein.
Jo Andarnil Schlitzkus
Autorin und Künstlerin aus Bülkau
https://schleswig-holstein.nabu.de/…/r…/konflikte/04448.html
https://schleswig-holstein.nabu.de/…/arten-und-b…/03896.html
http://www.gefaengnis-otterndorf.de/index.php
https://www.researchgate.net/publication/298343842_Die_Saatkrahe_Corvus_frugilegus_als_Brutvogel_in_Niedersachsen_-_Vorkommen_Schutz_Konflikte_und_Losungsmoglichkeiten
Bildquelle: http://www.otterndorf-holzt-sich-ab.de/images/1293357.jpg
Montag, 7. August 2017
Mein geliebter Tierhof Amoa
Dies ist ein Abschied für immer - vom Tierschutz.
Es gibt so vieles was ich noch sagen wollte, was aber irgendwie keinen Sinn mehr gibt.
Doch einiges muss ich noch los werden bevor sich unsere Tierhof Türen schließen.
Wenn ich manche Gedanken lese, zum Thema Tierschutz, dann muss ich leise lächeln, dieses Lächeln ist Traurig, denn die wenigsten Menschen wissen wirklich was Tierschutz bedeutet.
Man sieht nur mit den Augen, das wesentliche ist unsichtbar.
Wir versuchen so gut wie möglich ein Bild zu zeigen, von der guten Welt die wir ermöglichen. Die schlimme Dinge die dazu beitrugen das die Tiere zu uns kamen, die will niemand wissen.
Die Leute wollen nur hören, sie sind in Sicherheit.
Man will auch nicht wissen, welche Probleme wir haben, um die Tiere zu ernähren, um ihnen ein gutes Zuhause zu bieten. Die wenigsten Gnadenhöfe achten auf artgerechte Unterbringung, wie soll das gehen, wenn man nur einen begrenzten Platz zur Verfügung hat, aber dafür Tiere in die Hand gedrückt bekommt, die keine Chance hätten auf ein Zuhause außerhalb unserer Höfe.
Ich habe schon oft Besuch gehabt, der die Nase gerümpft hat, weil es mal wieder nach Katzenpisse roch.
Auch das will niemand wissen, man will nicht wissen wieviel Arbeit in einem Gnadenhof steckt, man will nicht wissen, wie hoch die Scheiße ist, in die wir manchmal treten. Auch die Unfälle will man nicht wissen. Unfälle die passieren, wenn uns gesagt wird, das ein Tier kastriert ist, das aber in Wahrheit trächtig ist. Ich wurde beschimpft als wir eine Katze aufnahmen und ein paar Wochen später kleine Welpen hatten. Ich wurde beschimpft weil man mir vorwarf, ich hätte das Tier raus gelassen. In Wahrheit kam es bereits Trächtig zu uns.
Man läuft immer Gefahr das plötzlich gute Spender abspringen, weil man irgendwas sagt oder tut was nicht in ihr Weltbild passt. Ich bin in den 6 Jahren seit offiziellen Bestehen unseres Tierhofes so oft schon beleidigt, angebrüllt, beschimpft und verleumdet worden. Man hat versucht unseren Ruf zu ruinieren, weil eine andere Tierschützerin unter einem falschen Namen angab sie hätte uns Spenden geschickt die wir veruntreut hätten. Nur war die Dame nicht schlau genug und hat ihre EMail nicht geändert und so konnte ich herausfinden, das sie eine Tierschützerin war die mir schaden wollte.
Immer wieder habe ich es erlebt, das man Ansprüche und Erwartungen an mich stellte. Ich war nicht immer erreichbar, ich machte zu wenig Fotos unserer Tiere, ich schrieb zu wenig Erfahrungsberichte, ich wäre zu distanziert - ja das stimmte auch.
Manche Tiere mögen es gar nicht fotografiert zu werden. Manchmal war ich zu müde um noch Berichte zu schreiben, manchmal gab es einfach nichts schönes zu berichten. Manchmal wollte ich einfach keine Freundschaft mit einer Spenderin führen, sondern einfach nur ihre Spende für unsere Tiere.
Das bisschen Privatleben gehörte meiner Familie und meinen Tieren, manchmal blieb einfach keine Zeit um engere Kontakte zu pflegen.
Manche Menschen erwarten, dass wir Tierschützer Rund um die Uhr arbeiten, das wir immer Gesund sind, immer fit, immer lächelnd während wir die Scheiße unserer Liebsten wegwischen.
Mir wurde gesagt, ich sei zu emotional und ich sollte mir ein dickeres Fell aneignen.
Ich habe das dickste Fell das es gibt, denn ich hab mir noch nicht das Leben genommen, trotz dieser Scheiße die ich in meinem Leben erlebt habe und dieser Scheiße die ich im Leben der Tiere erlebt habe.
Ich bin wie ein Stehaufmännchen und kann auch dann noch gerade gehen, wenn ich erlebe, wie einem Reh vor meinen Augen die Kehle durchschnitten wird, um es von seinen Leiden zu erlösen, oder wie einem Huhn der Kopf abgehackt wird, weil es so unendliche Schmerzen hat und kein Tierarzt an einem Feiertag zu erreichen ist.
Es hat mich nicht umgebracht.
Ich behalte die Nerven, obwohl unsere Kaninschen auf dem Dächern herumsprangen, weil sie ein Loch in ihrer Voliere gefunden haben.
So was erzählt man nicht, man lächelt und zeigt schöne Bilder, damit die Leute sehen, dass es unseren Tieren gut geht.
Wir sind die letzte Bastion bevor sie sterben, manchmal sind es nur wenige Tage, Wochen, Monate. Manchmal auch nur wenige Stunden, die wir bei ihnen sitzen und leise mit ihnen reden bevor sie für immer ihre Augen schließen. Wir beerdigen sie mit unseren Tränen und graben Löcher mit unseren Händen.
Das Blut will man nicht sehen.
Man will auch kein Video mit einem vor Schmerzen schreienden Hund, Katze, Hase, Huhn.
Man will auch keine dreckige Wohnung oder nach pisse riechenden Flur. Alles muss irgendwie makellos sein. Natchi ist eine Katze die genau in dieses Bild passt, ihre Augenhöhlen sind zugenäht, Bebbels und Fee - mir sagten schon Leute, diese Augen sind furchtbar. Bebbles hat blinde Augen, man sieht das weiße und Fee hat gar keine Augen mehr, nur Augenhöhlen.
Ich fotografiere alle meine Tiere gerne, unabhängig ob sie den Leuten gefallen oder nicht. Ich finde sie alle wunderschön. Aber ich fotografiere nicht oft.
Ja wir sind nicht makellos, wir sind chaoten. Man wird uns nicht in Designer Klamotten sehen, unsere Klamotten sind immer die gleichen, weil uns einfach das Geld fehlt, um uns neu anzukleiden.
Ich habe Pulis und Shirts im Schrank die 20 Jahre alt sind - für mich sind sie wie neu.
Heute bekam ich gesagt: Das man doch vorher überlegen soll, wenn man den Tiere nicht gerecht wird.
Natürlich erwarten die Leute auch, das wir alle Hellseher sind. Das wir im Vorfeld, bevor wir überhaupt einen Tierhof gründen, bereits wissen, das er auch dann noch Perfekt ist, wenn wir bereits unter der Erde liegen.
Liebe Leute wir sind keine Hellseher, wir wissen nur das wir JETZT in der Lage sind zu helfen und das tun wir das, wenn wir wüssten, dass wir eines Tages behindert sein werden und im Rollstuhl landen, würden wir erst gar nicht anfangen zu helfen.
Dann würden wir den Rest unseres validen Daseins Party machen.
Die Erwartungen sind enorm groß, aber ich bin nicht hier um die Erwartungen der Menschen zu erfüllen.
Ich bin hier weil es um die Tiere geht. Solange ich kann, werde ich unsere Tiere weiterhin schützen und pflegen.
Denn das ist alles was ich tue. Mehr hab ich nie getan...
Tierschützer sind auch nur Menschen, wir sind weder Maschinen noch haben wir einen Körper und ein Herz aus Stahl. Tierschutz macht psychisch und physisch kaput. Am Ende sind wir nicht anders als die Tiere die zu uns kommen - doch sie hatten uns. Wir stehen am Ende ohne Unterstützung da... Das ist unser Los und auch wenn wir nicht in die Zukunft blicken können, das wissen wir mit Sicherheit.
Namasté eure Andarnil
Ihre Leiden sind Unsichtbar
Wir haben gekämpft und viel Leben gewonnen.
Wir haben uns selbst missachtet um sie zu sehen.
Um ihnen den Wert zu geben, in einer Wertlosen Zeit.
Wir haben geweint und gehalten und getragen und verloren.
Sie sind uns unter den Händen gestorben.
Ihr Blut hat unsere Erde getränkt.
Nun sind wir alt und unsere Gärten voller Gräber
Sie sind schon lange fort
Manchmal sitzen wir dort wo eines liegt und singen
Und singen und singen das Lied vom Tot.
Ihr Herz schlägt laut
Ihre Stimme ist leise
Wir schreien es hinaus.
Sie sind nicht hier um zu sterben.
Sie sind hier des Lebens willen.
Wir sind es.
Wir sind die Gefahr.
Ihre Leiden sind unsichtbar.
Manchmal sitze ich dort an einem Grab
An ihrem letzten Ort.
Und Tränen laufen über mein Gesicht.
Ich weiß kaum noch die Namen.
Aber ich erinnere mich.
An ihre Wunden und Narben.
An ihre Augen die mich sahen.
Dieser Blick hat sich in meine Seele gegraben.
Ich habe sie geliebt, so geliebt.
Ihre unsichtbare Leiden die trägt der Wind mit sich fort.
Tierhof Amoa
2010-2017
Und wir sind froh, dass wir die Erfahrung machen durften mit ihnen zu wachsen und von ihnen zu lernen.
Die Trauer vergeht eines Tages, aber die Erinnerung bleibt. 
An:
Unseren Hund
Bella
Unsere Katzen:
Shadi (von einem Psychopathen getötet)
Toffi (überfahren)
Mummel (Organversagen)
Tattoo (Nierenversagen, friedlich eingeschlafen)
Manny (Als Welpe gestorben)
Tinker Bell*
Rote*
Less (Überfahren)
Teddy1 (Überfahren direkt vor dem Haus und weiter gefahren. In einer beruhigten Zone).
Teddy2 *
Seppel (Organversagen)
Flocke (Herzschlag. Nach dem Füttern sich noch das Schnäuzchen geleckt und danach einfach umgefallen und war tot. Ich habe noch Mund zu Mund Beatmung gemacht)
Agatha ( unser Maskottchen wurde auf dem Grundstück tot gefunden)
Moon*
Asha*
Issi*
Unsere Schafe:
Mumm
Maxi
Ein Hasserfüllter Mensch hat das Gatter aufgemacht und unsere beiden Schafe sind auf die Autobahn gerannt. Die Verletzungen waren so groß, dass beide erschossen wurden.
Unsere Hühner:
alle bis auf Schwarzi sind an den Folgen der Massentierhaltung gestorben.
Wir hatten 26 Hühner von Rettet das Huhn e.V..
Unser Kaninchen:
Schwarzi lag tot in seiner Voliere, Ursache unbekannt.
(Alle anderen Tiere haben ein neues Zuhause gefunden. )
Und sollte ich hier irgendeinen Namen vergessen haben...
Ihr seid jetzt alle wieder zusammen
In Liebe vereint.
*Diese Tiere sind verschwunden und nicht wieder nach Hause gekommen.

An:
Unseren Hund
Bella
Unsere Katzen:
Shadi (von einem Psychopathen getötet)
Toffi (überfahren)
Mummel (Organversagen)
Tattoo (Nierenversagen, friedlich eingeschlafen)
Manny (Als Welpe gestorben)
Tinker Bell*
Rote*
Less (Überfahren)
Teddy1 (Überfahren direkt vor dem Haus und weiter gefahren. In einer beruhigten Zone).
Teddy2 *
Seppel (Organversagen)
Flocke (Herzschlag. Nach dem Füttern sich noch das Schnäuzchen geleckt und danach einfach umgefallen und war tot. Ich habe noch Mund zu Mund Beatmung gemacht)
Agatha ( unser Maskottchen wurde auf dem Grundstück tot gefunden)
Moon*
Asha*
Issi*
Unsere Schafe:
Mumm
Maxi
Ein Hasserfüllter Mensch hat das Gatter aufgemacht und unsere beiden Schafe sind auf die Autobahn gerannt. Die Verletzungen waren so groß, dass beide erschossen wurden.
Unsere Hühner:
alle bis auf Schwarzi sind an den Folgen der Massentierhaltung gestorben.
Wir hatten 26 Hühner von Rettet das Huhn e.V..
Unser Kaninchen:
Schwarzi lag tot in seiner Voliere, Ursache unbekannt.
(Alle anderen Tiere haben ein neues Zuhause gefunden. )
Und sollte ich hier irgendeinen Namen vergessen haben...
Ihr seid jetzt alle wieder zusammen

In Liebe vereint.
*Diese Tiere sind verschwunden und nicht wieder nach Hause gekommen.
Sonntag, 11. Dezember 2016
Auslandstierschutz
Thema Auslandstierschutz, mal Tacheles mit Links...
Ich bin mal wieder zu einem Fazit gekommen, der Mensch will Glauben.
Er will sich bestätigt fühlen in seinem Glauben.
Glaube wird höher bewertet als die Wahrheit.
Oft wird die Wahrheit ignoriert um den eigenen Glauben zu schützen.
Oder es wird alles unternommen, damit die Wahrheit im Dunkeln bleibt.
Kommt die Wahrheit dennoch ans Licht orientiert sich der Mensch an der Masse. Glaubt die Masse nun an die Wahrheit wird er seinen Glauben anpassen. Nur so tritt Veränderung im Glauben ein.
In den letzten Wochen hab ich viel zum Thema Glauben und Wahrheit gelesen, teils auch wie Wahrheit interpretiert wird, ob Wahrheit überhaupt lebbar ist. Ich las das Wahrheit oft nicht ertragen wird, weil der Mensch dadurch sein Weltbild verändern müsste, was aber sehr schwer ist, da der Glaube dem Menschen zum Leben verhilft.
Sehr spannendes Thema. Ich habe es gleich aufgegriffen und durch Zufall kam ich gestern auf eine Seite des Veterinäramtes, ich hab ein wenig recherchiert und herausgefunden, das das Verbringen von Hunden aus Süd- und Osteuropa durch Tierschutzvereine bestimmten gesetzlichen Regeln unterworfen ist, die nicht immer eingehalten werden, da die Vermittlungskette nicht immer kontrollierbar und nachvollziehbar ist. Das macht es so schwierig seriöse ehrenamtlich tätige Vereine von solchen zu unterscheiden die sich daraus einen Gewinn erhoffen.
Ich habe mich dann noch etwas weiter informiert, da mich das Thema auch privat interessiert. Und bin tatsächlich auf ein paar interessante Seiten gestoßen. Wer sich wirklich dafür interessiert hier die Links:
http://leid-der-vermehrerhunde.de/infos.html
http://www.landkreis-ludwigsburg.de/…/verbringen-von-hunde…/
http://www.lto.de/…/eugh-c-301-14-vermittlung-hunde-auslan…/
Nachdem ich mir die Regelungen für den Transport der Tiere angeschaut habe, habe ich mir überlegt (ich gebe zu, ich hab mal wieder nicht geschlafen und ich recherchiere gerne, weil ich nicht alles glaube was ich lese), ich schau mir einfach mal die einzelnen Vereine an, wie die das Handhaben und wie sie die Vermittlungsgebühren berechnen. Interessanterweise kam ich auf etliche Vereine die sich auf Auslandsadoption spezialisiert haben, aber keine Auflistung der Nutzen-Kosten-Rechnung, heißt die Gebühren scheinen erst mal wild zusammen gewürfelt zu sein.
Ich bin daraufhin auf eine Seite einer Tieranwältin gelangt, sehr interessant. Ich war richtig überrascht und erfreut das es Anwälte für Tiere gibt. Ich hab mich etwas auf ihrer Seite eingelesen und interessante Inhalte gefunden:
https://kanzlei-sbeaucamp.de/auslandstierschutz-und-transp…/
Dann hab ich natürlich auch recherchiert wie hoch eine Vermittlungsgebühr bei einem Hund ausfallen darf und welche Kosten ein Verein hat.
Hier eine interessante Seite, hier schlüsselt ein Verein genau auf, wie sich die Schutzgebühr zusammen setzt, sehr vorbildlich:
http://www.wir-fuer-tiere.org/schutzvertrag-schutzgebuhr/
Genau das sollte auch wirklich jeder auf der Seite seines Tierschutzvereins finden, eine Auflistung der Kosten und eine Information zum Ablauf der Hundevermittlung.
Die Gebühren sind sehr unterschiedlich wie ich feststellen konnte liegen sie zwischen 200 Euro und 350 für einen kastrierten Hund.
Unabhängig woher der Hund kommt. So zahlt man z.B. das gleiche für einen Hund aus dem Tierheim in Deutschland, wie einen Hund aus dem Ausland.
Alles was darüber ist, gibt als nicht seriös. Wer also für einen unkastrierten Hund 300 zahlen soll, sollte nachfragen wie diese Gebühr entstanden ist. Wenn er keine nette Antwort erhält gut, wenn nicht... wahrscheinlich scheidet er dann sowieso als neues "Herrchen" aus.
Nachdem ich all das gelesen habe, hab ich mich auf die Suche nach Vermittlungsanzeigen gemacht und wurde mehr als fündig.
In Ebay Kleinanzeigen und etlichen anderen Tiervermittlungsportalen, wie Foren und Zeitungen findet man Tiere aus dem Ausland, nett fotografiert zu Preisen von bis zu 600 Euro.
Der jeweilige Verein wird natürlich angegeben. Ich war mehr als Überrascht und es hat mich auch echt sauer gemacht. Eine dieser Anzeigen:
"Hund sitzt noch im Käfig in Rumänien und wartet auf sein neues Herrschen mit Herz. Vermittlungsgebühr 450 Euro". Daneben dann der Ansprechpartner eines Vereins... mit Telefonnummer.
Also hab ich meinen Text auf meiner Facebook Chronik verfasst, ohne mein Recherchiertes preis zu geben, ich war einfach neugierig wie meine Freunde und Abbonenten darauf reagieren. Auch wollte ich wissen ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Auf das Ergebnis war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Mir war zwar klar, das ich mir bei dem einen oder anderen Auslandsverein keine Freunde mache, da ich den Text öffentlich gesetzt habe. Aber DAS bei Freunden, Ups. Da fühlte sich doch so mancher auf den Schlips getreten (Ende vom Lied war, das es einen richtigen Shitstorm gab. Ich habe den Text daraufhin privatisiert und ihn jetzt hier öffentlich geteilt). Nun gut... zurück zum Anfang.
Es ist der Glaube der hier das Problem ist... nicht die Wahrheit.
In dem Sinne... glaube nicht alles was du liest, recherchiere selbst. Dann findest du genau das heraus, was ich herausgefunden habe... vielleicht nicht so detailliert, aber das reicht wenn man zwei Minuten in Google ist, um zu verstehen, das nicht alles so toll ist am Auslandstierschutz.
Oft lese ich das man dem Billigimport von Welpen mit erhöhten Gebühren entgegentreten muss um seriös zu wirken - mit ein wenig Logik wird klar, diese Rechnung geht nicht auf.
Denn die Hundevermehrer haben das mittlerweile spitz gekriegt und ihre Preise ebenfalls erhöht....
Ach ja... Ein Hund unterm Weihnachtsbaum - NEIN... Warum ich dagegen bin - gerne im nächsten Thema.
Grüße von eurer Jo Andarnil
Ich bin mal wieder zu einem Fazit gekommen, der Mensch will Glauben.
Er will sich bestätigt fühlen in seinem Glauben.
Glaube wird höher bewertet als die Wahrheit.
Oft wird die Wahrheit ignoriert um den eigenen Glauben zu schützen.
Oder es wird alles unternommen, damit die Wahrheit im Dunkeln bleibt.
Kommt die Wahrheit dennoch ans Licht orientiert sich der Mensch an der Masse. Glaubt die Masse nun an die Wahrheit wird er seinen Glauben anpassen. Nur so tritt Veränderung im Glauben ein.
In den letzten Wochen hab ich viel zum Thema Glauben und Wahrheit gelesen, teils auch wie Wahrheit interpretiert wird, ob Wahrheit überhaupt lebbar ist. Ich las das Wahrheit oft nicht ertragen wird, weil der Mensch dadurch sein Weltbild verändern müsste, was aber sehr schwer ist, da der Glaube dem Menschen zum Leben verhilft.
Sehr spannendes Thema. Ich habe es gleich aufgegriffen und durch Zufall kam ich gestern auf eine Seite des Veterinäramtes, ich hab ein wenig recherchiert und herausgefunden, das das Verbringen von Hunden aus Süd- und Osteuropa durch Tierschutzvereine bestimmten gesetzlichen Regeln unterworfen ist, die nicht immer eingehalten werden, da die Vermittlungskette nicht immer kontrollierbar und nachvollziehbar ist. Das macht es so schwierig seriöse ehrenamtlich tätige Vereine von solchen zu unterscheiden die sich daraus einen Gewinn erhoffen.
Ich habe mich dann noch etwas weiter informiert, da mich das Thema auch privat interessiert. Und bin tatsächlich auf ein paar interessante Seiten gestoßen. Wer sich wirklich dafür interessiert hier die Links:
http://leid-der-vermehrerhunde.de/infos.html
http://www.landkreis-ludwigsburg.de/…/verbringen-von-hunde…/
http://www.lto.de/…/eugh-c-301-14-vermittlung-hunde-auslan…/
Nachdem ich mir die Regelungen für den Transport der Tiere angeschaut habe, habe ich mir überlegt (ich gebe zu, ich hab mal wieder nicht geschlafen und ich recherchiere gerne, weil ich nicht alles glaube was ich lese), ich schau mir einfach mal die einzelnen Vereine an, wie die das Handhaben und wie sie die Vermittlungsgebühren berechnen. Interessanterweise kam ich auf etliche Vereine die sich auf Auslandsadoption spezialisiert haben, aber keine Auflistung der Nutzen-Kosten-Rechnung, heißt die Gebühren scheinen erst mal wild zusammen gewürfelt zu sein.
Ich bin daraufhin auf eine Seite einer Tieranwältin gelangt, sehr interessant. Ich war richtig überrascht und erfreut das es Anwälte für Tiere gibt. Ich hab mich etwas auf ihrer Seite eingelesen und interessante Inhalte gefunden:
https://kanzlei-sbeaucamp.de/auslandstierschutz-und-transp…/
Dann hab ich natürlich auch recherchiert wie hoch eine Vermittlungsgebühr bei einem Hund ausfallen darf und welche Kosten ein Verein hat.
Hier eine interessante Seite, hier schlüsselt ein Verein genau auf, wie sich die Schutzgebühr zusammen setzt, sehr vorbildlich:
http://www.wir-fuer-tiere.org/schutzvertrag-schutzgebuhr/
Genau das sollte auch wirklich jeder auf der Seite seines Tierschutzvereins finden, eine Auflistung der Kosten und eine Information zum Ablauf der Hundevermittlung.
Die Gebühren sind sehr unterschiedlich wie ich feststellen konnte liegen sie zwischen 200 Euro und 350 für einen kastrierten Hund.
Unabhängig woher der Hund kommt. So zahlt man z.B. das gleiche für einen Hund aus dem Tierheim in Deutschland, wie einen Hund aus dem Ausland.
Alles was darüber ist, gibt als nicht seriös. Wer also für einen unkastrierten Hund 300 zahlen soll, sollte nachfragen wie diese Gebühr entstanden ist. Wenn er keine nette Antwort erhält gut, wenn nicht... wahrscheinlich scheidet er dann sowieso als neues "Herrchen" aus.
Nachdem ich all das gelesen habe, hab ich mich auf die Suche nach Vermittlungsanzeigen gemacht und wurde mehr als fündig.
In Ebay Kleinanzeigen und etlichen anderen Tiervermittlungsportalen, wie Foren und Zeitungen findet man Tiere aus dem Ausland, nett fotografiert zu Preisen von bis zu 600 Euro.
Der jeweilige Verein wird natürlich angegeben. Ich war mehr als Überrascht und es hat mich auch echt sauer gemacht. Eine dieser Anzeigen:
"Hund sitzt noch im Käfig in Rumänien und wartet auf sein neues Herrschen mit Herz. Vermittlungsgebühr 450 Euro". Daneben dann der Ansprechpartner eines Vereins... mit Telefonnummer.
Also hab ich meinen Text auf meiner Facebook Chronik verfasst, ohne mein Recherchiertes preis zu geben, ich war einfach neugierig wie meine Freunde und Abbonenten darauf reagieren. Auch wollte ich wissen ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Auf das Ergebnis war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Mir war zwar klar, das ich mir bei dem einen oder anderen Auslandsverein keine Freunde mache, da ich den Text öffentlich gesetzt habe. Aber DAS bei Freunden, Ups. Da fühlte sich doch so mancher auf den Schlips getreten (Ende vom Lied war, das es einen richtigen Shitstorm gab. Ich habe den Text daraufhin privatisiert und ihn jetzt hier öffentlich geteilt). Nun gut... zurück zum Anfang.
Es ist der Glaube der hier das Problem ist... nicht die Wahrheit.
In dem Sinne... glaube nicht alles was du liest, recherchiere selbst. Dann findest du genau das heraus, was ich herausgefunden habe... vielleicht nicht so detailliert, aber das reicht wenn man zwei Minuten in Google ist, um zu verstehen, das nicht alles so toll ist am Auslandstierschutz.
Oft lese ich das man dem Billigimport von Welpen mit erhöhten Gebühren entgegentreten muss um seriös zu wirken - mit ein wenig Logik wird klar, diese Rechnung geht nicht auf.
Denn die Hundevermehrer haben das mittlerweile spitz gekriegt und ihre Preise ebenfalls erhöht....
Ach ja... Ein Hund unterm Weihnachtsbaum - NEIN... Warum ich dagegen bin - gerne im nächsten Thema.
Grüße von eurer Jo Andarnil
Sonntag, 17. April 2016
Der Rehbock ...
Wie kann man ein nicht menschliches Gefühl beschreiben - es ist nahezu unmöglich, weil mir die Worte fehlen und doch muss ich es irgendwie ausdrücken.
Am Donnerstag wurde ein kleiner Rehbock überfahren, er war noch nicht tot, ich saß bei ihm und während ich versuchte ihn zu beruhigen geschah etwas, dass mich bis heute nachhaltig beschäftigt, verwirrt, erschüttert, traurig stimmt, mich einnimmt, mich ausfüllt. Es war das schlimmste Erlebnis das ich bisher im Themenbereich Tierschutz erlebt habe.
Es war nicht der Tod, nicht das Sterben, nicht das Blut. Es waren die Menschen um mich herum und die Gefühle des Tieres auf diese Menschen. - Sein Gefühl in mir - auf mich.
Wir fuhren die Landstraße entlang und Britta sah zur Gegenfahrbahn und aus dem Augenwinkel sah sie wie der kleine Bock direkt auf ein Auto zulief. Es gab keine Chance auf Ausweichen, oder bremsen, er wurde direkt erwischt und flog dann zurück auf den Radweg.
Britta hielt sofort an, ich stieg aus, sie zog ihre Warnweste an, lenkte die Autos leicht um und stand am Fahrbahnrand, während ich mich zu dem Tier beugte.
Zuerst passiert das, was immer bei mir passiert. Mich fragte jemand nach einer Telefonnummer - verlorene Zeit, denn ich weiß so was nicht. Ich weiß nichts. Es ist immer das gleiche, mein Gehirn schaltet auf Notstrom um, das bedeutet ich agiere anders, meine volle Aufmerksamkeit alles was mich ausmacht ist auf die Situation gelenkt, alles andere blende ich vollkommen aus. Namen, Telefonnummern, Adressen. All das verschwindet einfach.
Und auch mich blende ich aus, Schmerzen, Ängste, Vorstellungen, Gedanken... da ist nichts außer das was zu tun ist. Ich kenne diesen Zustand und ich glaube das es etwas mit dem Adrenalinausschub zu tun hat. Irgendwelche Botenstoffe übernehmen einfach meine Existenz. In diesem Moment verbinde ich mich mit dem Tier, dem Menschen. Ich antworte nur noch einsilbig, ohne selbst etwas davon mitzubekommen. Ich tue einfach nur das was ich tun muss.
Für mich ist dieser Zustand sehr intuitiv Wild.
Wenn ich auf der Erde sitze, werde ich zur Erde, wenn ich einen Menschen halte, oder berühre, werde ich zu diesem Menschen, der Berührung. Wenn ich ein Tier halte oder berühre, werde ich zu dem Tier, zu der Berührung.
Wenn ich auf der Erde sitze, werde ich zur Erde, wenn ich einen Menschen halte, oder berühre, werde ich zu diesem Menschen, der Berührung. Wenn ich ein Tier halte oder berühre, werde ich zu dem Tier, zu der Berührung.
Ich wurde zu diesem Rehbock, zu der Erde auf der ich kniete. Während ich meine Hände sachte auf seinen Körper legte fing ich zuerst an in seinem Tempo zu atmen, ich musste mich dann zwingen in eine Ruhe überzugehen, indem ich bewusst meinen Atem langsamer strömen lies, und irgendwann fühlte ich, wie das Schnaufen des Rehs sich anpasste. Mit diesem Strom bewegte ich mich vor und zurück. Aus meinen Händen floß pure Energie, vor und zurück.
Der Radweg füllte sich mit Menschen, eine Frau saß nun auch neben dem Reh, sie meinte:
"Wenn man ihn los lässt, vielleicht rennt er dann weg. So schlimm kann er nicht verwundet sein!"
Der Radweg füllte sich mit Menschen, eine Frau saß nun auch neben dem Reh, sie meinte:
"Wenn man ihn los lässt, vielleicht rennt er dann weg. So schlimm kann er nicht verwundet sein!"
Ich antwortete leise, zwischen dem Atmen: "Er wird sterben, wenn wir ihn loslassen, dann versucht er zu flüchten. Sein Bauch ist voller Blut. Die Hinterläufe sind gebrochen. Wenn wir ihn loslassen wird es schlimm, sehr schlimm!"
Der kleine Bock bewegte sich, wollte aufstehen, aber das ging nicht. Ich konzentrierte mich wieder aufs Atmen. Ganz ruhig, bleib ganz ruhig. Es dauert nicht mehr lange.
Atmen, Ruhe, Strömen lassen. Mein Körper ging vor und zurück.
Die andere Hand hielt das kleine Geweih fest und drückte es auf dem Boden.
Und die Hand der Fremden lag auf seinem Rücken.
Er öffnete die Augen und sah uns und ich fühlte sein Adrenalin, das auf meines traf. Es war wie ein Schlag. Ich musste die Luft einziehen, weil ich die Angst fühlte, aber es war noch mehr, eine Art von Zorn - und doch nicht, eine Art Aufbäumen. Etwas wie - nicht wollen!
Etwas das ich nicht kannte. Eine Art Wegschieben. Ich sah im meinem Geiste wie zwei Bockgeweihe gegeneinander stoßen, kräftig immer wieder. Läufe die nach vorne gehen aufeinander zu, Zustoßen. Krachen. Sich trennen. Ich fühlte wie Wind und Wetter an meinen Haaren zerrten, wie Blätter und Gestrüpp sich in meinem Fell einhakten. Eine fremde Welt brach über mich zusammen, während ich in die Augen des Tieres sah. Ich war dieser Rehbock. Und ich weinte, während ich ihn festhielt.
Etwas das ich nicht kannte. Eine Art Wegschieben. Ich sah im meinem Geiste wie zwei Bockgeweihe gegeneinander stoßen, kräftig immer wieder. Läufe die nach vorne gehen aufeinander zu, Zustoßen. Krachen. Sich trennen. Ich fühlte wie Wind und Wetter an meinen Haaren zerrten, wie Blätter und Gestrüpp sich in meinem Fell einhakten. Eine fremde Welt brach über mich zusammen, während ich in die Augen des Tieres sah. Ich war dieser Rehbock. Und ich weinte, während ich ihn festhielt.
Vor vielen Jahren hatte ich eine Vision, ich war damals ein Panther und ich fühlte in der Vision die Schnelligkeit und ich fühlte das Peitschen von Ästen auf meiner Haut.
Diese Erfahrung mit dem sterbenden kleinen Rehbock waren ähnlich.
Es wird immer berichtet, das kurz vor dem Tode noch einmal unser Leben an uns vorbei zieht.
Während ich den Rehbock beruhigte, sah ich Dinge die noch nicht passiert waren. Ich sah ihn nicht als kleines Rehkitz, ich sah ihn als stattlichen Bock mit einem kräftigen Geweih, ich fühlte den Wind in seinem Fell.
Während ich den Rehbock beruhigte, sah ich Dinge die noch nicht passiert waren. Ich sah ihn nicht als kleines Rehkitz, ich sah ihn als stattlichen Bock mit einem kräftigen Geweih, ich fühlte den Wind in seinem Fell.
Ich war eins mit diesem Tier.
Und um mich herum waren Menschen die störten. Die uns beide in diesem Prozess des Einssein störten. Die dem Tier angst machten, die es schlimmer machten - das sterben.
Zwischen diesem EINS sein, tauchte ich immer mal wieder auf, wenn jemand neues dazu kam. Menschen die einfach nur rumstanden. Ich hörte wie jemand nach dem Fahrer fragte und seinem Auto und dieses Menschliche in wollte Brüllen! Wen interessiert dieses Scheiß Auto. Ich fühlte Aggression in mir hochkochen. Ich war auf einmal zwei geteilt. Da war die Jo der Mensch, sie wollte schreien: "Haut endlich ab ihr Idioten, verzieht euch, sonst hau ich euch zu Brei!" Und da war die Frau die vor dem Tier sah und sich vor und zurück bewegte, gemeinsam mit dem Schnaufen des Tieres.
Ein Mann trat aus diesem Pulk der Leute. Wir kannten uns nur flüchtig.
Er war wie ich Tierschützer. "Ist die Polizei schon verständigt!"
Er war wie ich Tierschützer. "Ist die Polizei schon verständigt!"
Ich nickte: "Sie werden nicht kommen!"
"Ich hab nur ein Messer, ich hole es!"
"Ich hab nur ein Messer, ich hole es!"
Wieder nickte ich.
Dem kleinen Bock ging es schlechter. Blut floß aus Nase und Mund und er musste den Kopf drehen, damit er atmen konnte, er war kurz vorm ersticken.
Der Tierschützer war wieder da. "Was meinst du?"
"Keine Chance!" sagte ich und meinte es auch so.
"Scheiße" seine Hand berührte meine Schulter.
Endlich kam ein Jagdpächter aber er hatte kein Gewehr dabei. Der Tierschützer gab ihm das Messer. Und in diesem Moment wurde ich wieder ganz Mensch. Ich stand auf und überließ den Beiden den letzten Rest. Das töten ging schnell. Ich sprach noch ein Mantra für die kleine Seele und dann brach ich innerlich zusammen. Wäre Britta nicht gewesen, ich wäre einfach umgefallen. All das was ich empfunden hatte, dieses Einssein war weg. Vollkommen verschwunden. Es war nur noch als Erinnerung fühlbar und das hat mich wirklich fertig gemacht in dem Moment. Es war als wäre etwas aus mir herausgerissen worden, brutal und grausam.
Und dieses Gefühl ist immer noch nicht weg. Die ersten Stunden nach dem Erlebnis konnte ich die Augen nicht lange schließen, denn hinter den Pupillen erwartete mich die Erinnerung. Ich sah das Tier, ich sah mich wie ich neben dem Rehbock hockte, ich sah mich vor und zurück bewegen, im Strom mit unserem beider Atem. Ich sah es und fing an das zu Bewerten: "Ich muss total komisch ausgesehen haben, wie ich mich da so bewege..." und gleich darauf wich ich diese Gedanken mit dem Randrücken weg. Wen interessiert es!!! Scheiße egal wie ich ausgesehen habe.
Zuhause musste ich mir das Blut von der Kleidung und den Händen waschen, ich hatte absolut merkwürdige Empfindungen, Gedanken. Ein Gedanke war, es abzulecken. Ich roch daran, ich nahm es auf. Die Haare des Tieres sind immer noch an meiner Jacke aber ich lasse sie bewusst daran hängen, ich will die Jacke nicht waschen, ich will den Geruch behalten.
Ein Haar liegt jetzt in meinem Portemonnaie neben dem Bild meiner Tochter.
Ich bin immer noch verwirrt, von all diesen Eindrücken. Es war nicht der Tod der hier das schlimmste war, ich glaube wirklich, das es nicht schlimm war für den Bock zu sterben. Es war das was vor dem Tod passierte. Die Menschen, die Gerüche, dieses nicht wegrennen können, der Schmerz war nur Teil von allem. Er gehörte da hin zu ihm. Ich finde keine Worte gerade für das was ich ausdrücken will.
Mir ist heute - jetzt -bewusst, das ich alles falsch gemacht habe im Tierschutz. Und das ich alles falsch machen werde, wenn ich menschlich handle, dann mach ich es falsch. Egal was ich tue.
Egal wie wir uns verhalten, wir werden uns nie Tiergerecht verhalten können, das ist unmöglich.
Es ist nur eine Vorstellung von dem was wir denken, dass es den Tieren gut tut. Eine menschliche Vorstellung von tierischen Leid.
Nach diesem Erlebnis weiß ich nicht mehr ob ich im Tierschutz arbeiten kann. Ich weiß nichts mehr wirklich. All meine Wahrheiten über Tiere sind Vorstellungen. All meine Vorstellungen sind Phantasien.
Gestern habe ich lange meinen Blue gestreichelt, ich bin immer wieder über sein Fell. Es war anders. Alles ist anders auf einmal.
Dieser kleine Rehbock hat mir einen kleinen Einblick ermöglicht in etwas das mir total fremd ist. Eine Art andere Welt, anderes Universum.
Wir glauben, dass wir Einssein können mit allem um uns herum. Aber dieses Einssein ist nicht das was wir uns vorstellen, es ist hoch kompliziert und um es zu erfassen, müssen wir wieder zurück zu den Anfängen gehen.
Zurück ...
Ich kann es nicht erklären, dazu fehlen mir einfach die Worte. Ich weiß nur eines, das was wir bislang an Esoterischen, Religiösen, Wissenschaftlichen, Dingen zu wissen glauben, hat mit der Realität nichts zu tun. Wir sind weit - sehr weit davon entfernt wirklich zu begreifen was Tiere brauchen, wie sie denken und fühlen.
Ich weiß mein Text hinterlässt ein Gefühl von Verwirrung und das ist es letztendlich auch, was ich bin.
Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig verwirrt und es hat etwas in Gang gesetzt von dem ich momentan selbst noch nicht weiß in welche Richtung es geht.
Aber ich musste es irgendwie aufschreiben, vielleicht damit ich es selbst eines Tages verstehe. Momentan verstehe ich es nicht... ich fühle nur nach.
Euch alles Liebe
Namasté eure Andarnil
Mittwoch, 13. April 2016
Veränderungen durch bewusste oder unbewusste Aktivität
Eine Diskussion mit einem Buddhisten über die Ablehnung der Veganen Ernährung hat mich heute dazu inspiriert darüber zu schreiben, dass man aktive Veränderungen nicht ignorieren kann, egal wie man sie findet.
Je mehr man sich mit dem Buddhismus auseinander gesetzt hat, desto mehr geht man davon aus, dass man rein gar nichts kontrollieren kann.
Aus diesem Grund verzichten dann viele gelehrte Buddhisten darauf sich aktiv für etwas oder jemanden einzusetzen, oder aktiv an einer Veränderung mitzuarbeiten, was nur logisch erscheint, wenn man davon überzeugt ist, dass Kontrolle in Wahrheit nicht existiert und nur aus einer Illusion entspringt.
Die Frage die ich mir gestellt habe ist jedoch, was bringt Veränderungen mit sich?
Jede Aktivität ist eine Veränderung. Sich bewusst gegen eine Aktivität zu stellen, bringt den Impuls nahe sich einer Veränderung entziehen zu wollen - was gleichzeitig wieder bedeutet, Kontrolle ausüben zu wollen.
Die weitere Frage die ich mir gestellt habe: ist es gewollt (von wem oder was ist es gewollt), dass es Menschen gibt, die inaktiv bleiben und es somit in Kauf nehmen, das Leid geschieht?
Ausgelöst wurden diese Gedanken durch einen befreundeten Buddhisten der mir sagte er fände vegane Ernährung extrem, er würde den mittleren Weg wählen um Leid zu verhindern. Ich äusserte mich darauf hin, das ich es extrem finde, wenn man weiterhin Fleisch isst, obwohl mittlerweile jedem klar sein dürfte, dass man gerade mit dieser Ernährungsform vielfältiges Leid verursacht.
Wir kamen zu keinem Nenner und ich bat darum die Disskussion zu beenden.
Was mich bei dieser Diskussion beschäftigt hat, war wiedereinmal die Frage:
Sind Polaritäten notwendig?
Ist Leid notwendig?
Ist es Unsinn zu denken, das man Leid verhindern kann.
Und wenn es so ist -
Was für einen Sinn macht dann der Buddhismus?
ABER auch Inaktivität ist eine Form der Aktivität.
Meiner Meinung nach geht es nicht um Kontrolle, sondern um Entscheidungen.
Welchen Weg man wählt. Und diese Entscheidungen sind frei wählbar.
Im Zustand der Erleuchtung (Erwachen) erkennt man das sich alles von sich aus bewegt. Und das jedes Extrem einen Gegenpol aktiviert. Meine Vorstellung ist nun, das es genau um diese Gegenpole geht, die aus sich selbst heraus die Bewegung in Gang halten.
Der mittlere Weg bedeutet letztendlich sich mit beiden Polen auseinander zu setzen, mit dem eigenen Pol, wie mit Gegenpol.
Wenn also mein buddhistischer Freund Veganismus extrem empfindet, hat er ein Thema mit dem Veganismus und die Frage die er sich stellen sollte ist: "Warum ist dieses Thema so wichtig um es als Extrem zu empfinden?"
Wenn ich kein Thema mit etwas habe, dann berührt es mich auch nicht. Mir ist bewusst geworden, das diese Extremen Themen nur dann auftauchen, wenn sich das eigene Gewissen einschaltet. Wir sind also immer wieder an einem Punkt an dem es darum geht zu entscheiden: Was tut mir gut und was nicht.
Unser Gewissen regt sich immer dann, wenn wir das Gefühl bekommen wir würden etwas falsch machen und dann suchen wir nach Möglichkeiten um dieses "Falsch" in uns durch Erklärungen und Beweisen zu widerlegen.
Die eigene Leidfähigkeit und Lebensvorstellung ist immer ausschlaggebend für das was wir tun oder nicht tun.
Wir Menschen haben nur eine Möglichkeit leidfrei zu leben, wenn wir unsere Nahrungsmittel selbst anbauen, ohne konventionelle Tier und Landwirtschaft.
Denn auch die Landwirtschaft trägt dazu bei, das Tiere und Menschen missbraucht und ausgenutzt werden.
Die Chance wirklich Leidfrei zu leben, ist daher von sich aus schon begrenzt.
Doch genau das besagt der mittlere Weg. Leid geschieht.
Aber wir haben durch unser Gewissen und durch die Themen die uns begegnen einen Weg der uns ermöglicht das Leid zu minimieren.
Der mittlere Weg bedeutet letztendlich auf das eigene Gewissen zu hören.
Für mich heißt es weiterhin vegan zu leben, obwohl ich oft das Gefühl habe es nicht gut genug umsetzen zu können (ich finde mich kein bisschen extrem, im Gegenteil, ich mach noch viel zu wenig) und für meinen buddhistischen Freund, dass ihm wahrscheinlich immer wieder solche Menschen wie ich es bin, begegnen, bis er für sich einen Weg gefunden hat, damit umzugehen.
Ich glaube wir beiden können viel von einander lernen.
In diesem Sinne (total extrem) - na komm schon probiere es doch wenigstens mal aus - Go Vegan! :)
Wir hatten gestern übrigens ein wundervolles Abendessen: Gemüsespieße, ausgehöhlte Backofenkartoffel mit Gemüße Erdnuss"käse"kruste, auf einem Salatbeet mit drei Soßen: Minzsoße, Fruchtsoße und Kräutersoße und als Nachtisch gab es Schokomus... sehr lecker.
Namasté eure Andarnil
Mittwoch, 30. Dezember 2015
zu guter letzt in diesem Jahr...
möchte ich noch mal auf meinen Blobbeitrag aufmerksam machen: http://jobrisha.blogspot.de/2015/12/aufruf-zum-flashmob-wir-verzichten-auf.html
Meine Bella hat momentan genau diesen Gesichtsausdruck... Gestern ist sie vor lauter Panik zwischen Bett und Nachtschränkchen stecken geblieben - sie hat unglaubliche Angst...
Und aus dem - wie vielen anderen Gründen möchte ich auch auf folgenden Artikel vom Volksverpetzer Jens Grote aufmerksam machen, auch wenn ich mit manchem von ihm nicht übereinstimme... den Artikel finde ich gut und aus dem Grund verlinke ich ihn hier - fern meiner sonstigen Art - aber mit dem Ende des Jahres kann ich meine Traditionen mal brechen finde ich...
In dem Sinne kommt gut und friedvoll ins neue Jahr und wie immer mit einem lieben Gedanken an euch, ein herzliches
Namasté eure Andarnil
PS: Und wer mich mal live und in Farbe (viel Farbe) kennen lernen möchte, darf gerne meine Ausstellung in Groß-Umstadt besuchen, am 11 Januar bin ich auf jeden Fall da. Ich freue mich ganz doll auf euch!!!
Meine Bella hat momentan genau diesen Gesichtsausdruck... Gestern ist sie vor lauter Panik zwischen Bett und Nachtschränkchen stecken geblieben - sie hat unglaubliche Angst...
Und aus dem - wie vielen anderen Gründen möchte ich auch auf folgenden Artikel vom Volksverpetzer Jens Grote aufmerksam machen, auch wenn ich mit manchem von ihm nicht übereinstimme... den Artikel finde ich gut und aus dem Grund verlinke ich ihn hier - fern meiner sonstigen Art - aber mit dem Ende des Jahres kann ich meine Traditionen mal brechen finde ich...
In dem Sinne kommt gut und friedvoll ins neue Jahr und wie immer mit einem lieben Gedanken an euch, ein herzliches
Namasté eure Andarnil
PS: Und wer mich mal live und in Farbe (viel Farbe) kennen lernen möchte, darf gerne meine Ausstellung in Groß-Umstadt besuchen, am 11 Januar bin ich auf jeden Fall da. Ich freue mich ganz doll auf euch!!!
Montag, 9. November 2015
Tagebuch - Flocke ist tot...
Ein Zustand von Herbst.
Das Blatt das eben noch am Baum gehangen,
nun vor meinen Füße fällt.
Fällt auch das Leben welches eben noch gelebt
Das Herz welches eben noch geschlagen.
Die Augen welche eben noch gefunkelt haben.
So viele kleine Leben sind gegangen.
Ein ewiges Abschied nehmen
Ein ewiges Willkommen heißen
Ich gedenke heute deinen Namen.
Vorgestern ist unser ältester Kater gestorben, er hieß Flocke und war gehörlos.
Er war viele Jahre Teil unseres Lebens.
Dieses Jahr war kein einfaches Jahr für uns, es gab viele Veränderungen, viele kleine Tode.
Meine Trauer ist nun bewusster und kürzer.
Der Schmerz in meiner Brust ist kurz und präsent.
Das Vermissen ist wie ein kleiner Schleier der sich über mein Leben gelegt hat, ein kurzes Aufflackern einer Präsens die es nicht mehr gibt.
Wir haben ihn beerdigt, während die Sonne unterging und sein Grab in ein goldrotes Licht tauchte.
Shaya sang schief: Gate Gate Paragate Parasamgate bodhi svaha.
Dann sprachen wir das Sutra gemeinsam. Sie legte noch einige Blätter zu ihm ins Grab.
Es war so schön ruhig, genauso ruhig wie er gestorben war.
Er fiel einfach um und war tot.
Ich habe noch versucht durch Mund zu Mund Beatmung und Herzmassage sein Herzchen zum schlagen zu bewegen. Aber er wollte gehen und so lies ich ihn gehen.
Es ist ein anderer Tod, wenn er unvorbereitet kommt. Schnell, unaufhaltsam. Es reißt einem mit, wo immer man gerade ist. Ein Schock, den man erst einmal verarbeiten muss. Nachdem ich versucht hatte, ihm zum Leben zu bringen, standen wir drei eine Weile in der Küche und sahen auf ihn hinab, wie er dort leblos lag. Mein Gehirn konnte es nicht fassen. Er war nicht mehr da.
Gestern habe ich mir die Zeit genommen um zu trauern. Es war ein anderes Trauern. Es war ruhig um mich herum, in mir. Eine wohlige Ruhe ohne nachhallenden Schmerz. Ich hatte alles an Schmerz ausgelebt, danach kam nichts mehr. Wenn ich mich jetzt erinnere, taucht ein Flocke kurz auf und geht wieder. Eine ruhige Erinnerung, eine schöne Zeit mit ihm.
Es geht weiter, jeden Tag ein Stück weiter.
ohne ihn....
Wo immer du bist, vielleicht kannst du jetzt die Vögel singen hören... sei Frei!!!
Namasté
Eure Adarnil
Sonntag, 19. Juli 2015
Wieder ein Leben das von uns gehen wird...
Ich habe so viele Leben gehen sehen, ich habe so viel Zeit mit dem Tod verbracht. All diese Leben sind wie Zeichen gebrannt in meiner Seele.
Ein Jahr mal ohne den Tod der an meiner Tür klopft, den ich bereits wie einen guten Freund hinein lasse, der sich zu mir setzt und mit mir einen heißen süssen Tee trinkt und wenn er geht, sind es wieder weniger geworden die an meiner Seite gehen und die ich versorge, hege, liebe. Es ist ein ewiges Abschiednehmen.
Heute wird unsere Puschel für immer gehen, die letzten Stunden werde ich damit verbringen ihr Wasser einzuflößen. Ich fühle mich wie eine Henkerin die die letzte Mahlzeit verteilt. Puschel verkriecht sich, sie ist so müde und will nur noch schlafen.
Nein ich gehöre nicht zu den Menschen die ein Lebewesen vom Tod abhalten, ich gehöre nicht zu denen die alles versuchen um sie am Leben zu halten. Wenn ein Mensch gehen will, halte ich bis zuletzt seine Hand, wenn er es möchte. Ich schotte ihn ab von Leuten die ihn am Leben halten wollen und ich würde ihm sogar helfen, zu gehen, wenn ich es dürfte. Auf die Art und weise sind viele meiner Freunde gegangen.
Wenn ein Tier gehen will, begleite ich es bis zu dem Moment an dem es seine Ruhe haben will, wenn es sich verkriecht in dunkle Ecken um für immer zu schlafen, dann helfe ich ihm die letzte Reise anzutreten.
Wir Menschen denken wir müssten alles kontrollieren, aber wir werden nie die Sieger über Leben und Tod sein, egal was wir tun. Wir halten nur das unausweichliche auf. Manchmal verlängern wir nur die Zeiten der Qual, den Schmerz. Manchmal gelingt es uns, das kleine Leben zu verlängern, manchmal um Stunden, um Tage und manchmal auch um Jahre. Aber für welchen Preis?
Nein ich gehöre nicht zu den Menschen die eingreifen wollen, wenn die Natur den Rythmus unterbricht. Ich trage in mir ein Band das mich mit all denen verbindet die zwischen Leben und Tod wandeln, denn ich war einmall zwischen den Zeiten, auch ich sollte einmal sterben und alles was mir geblieben ist, ist die Panik, die Angst, das Gefühl zu sterben und dann hab ich losgelassen, ich habe mich damit abgefunden zu gehen. Und als ich wieder erwachte war ich ein anderer Mensch. Ich erinnerte mich nicht an mein vorheriges Leben, es war als sei ich mit neun Jahren neu auf die Welt gekommen.
Alles woran ich mich erinnerte war ein gleißendes helles Licht, das mich wärmend umfing.
Ich glaube durch dieses Nahtoderlebnis ist das Band entstanden, dass immer dann sichtbar ist, wenn die Zeit für Lebewesen abgelaufen ist. Dieses Band verbindet mich für immer mit dem Tod wie mit dem Leben.
Und es verleiht mir die Kaft dem Tod zu begegnen ohne Angst.
Heute geht unsere Puschel.
Wenn ihr gläubig seid, dann denkt an sie, betet nicht für eine Gesundung, sondern betet dafür das ihr letzter Weg ein einfacher Weg sein wird. Betet dafür das sie wundervoll schläft und wundervolle Träume sie begleiten.
Möge sie in anderen Welten Glücklich sein, möge sie über Wiesen springen und Schmetterlingen hinterher jagen. Möge das Nirvana sie empfangen, zärtlich und sanft.
Namasté
Eure Jo
Samstag, 27. Dezember 2014
Sylvester
Was für die Menschen ein lautes Jahres Ende mit der Hoffnung auf einen tollen Jahres Anfang bedeutet, bedeut für die Tiere im Wald der blanke Horror. Jedes Jahr fliegen Millionen Euro mit einem Krach in den Himmel, Füchse, Rehe, Hasen, Wildschweine werden aufgescheucht und rennen in Panik und Verwirrung durch den Wald. Verletzungen sind an der Tagesordnung.
Aber nicht nur bei den Wildtieren herrscht Panik. Viele Artikel der letzten Jahre berichteten: Pferde und Kühe brachen aus, sprangen in Panik über die Zäune und verletzten sich dabei. Vögel wurden durch Raketen aufgescheucht und verletzt.
Jedes Jahr aufs Neue erleben Tiere Panik und Leid, weil Menschen das Jahresende mit lauten Böllern und Raketen feiert.
Ich bin stolz sagen zu können, dass ich noch nie einen Böller, Rakete oder dergleichen gekauft oder selbst benutzt habe. Ich denke seit meiner Kindheit an die Tiere die darunter leiden können, denn ich bin am Rand des Waldes aufgewachsen und konnte hautnah miterleben wie Rehe in Panik flüchteten. Wer einmal erlebt hat, was passiert wenn durch Sylvesterraketen die Tiere Panik bekommen und über die Zäune der Gärten springen um vor einer lauten unbekannten Gefahr zu flüchten, der sieht die Dinge mit anderen Augen.
Ich bitte daher, auch im Namen meiner Familie und meiner Amoa Tiere, an diesem Tag an die Tiere im Wald und im Haus zu denken.
Peta hat ein paar gute Verhaltensregeln für die Haustiere zusammengefasst.
Bei Hunden ist es vor allem wichtig Ruhe und Gelassenheit zu vermitteln, sie müssen das Gefühl haben, das alles in Ordnung ist. Je Ruhiger wir sind, desto ruhiger werden sie. Unsere Katzen lenken wir z.B. mit Leckerlis ab, damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Hühner lassen wir im Stall und bei den Schafen muss jemand bleiben, bis das Sylvesterfeuerwerk endet, damit sie nicht in Panik über die Zäune springen.
Letztes Jahr hatten wir viel zu tun, um unsere 5 Schafe daran zu hindern auszubrechen,. Mit dem Jahresende werden gleichzeitig unsere 2 Hunde und unsere 19 Katzen Panik haben. Für viele unserer Tiere - Katzen, Kaninchen und Hühner ist es das erste Sylvester, es wird keine einfache Nacht für sie werden. Sylvester ist für unsere - wie eurer Tiere Stress hoch drei.
Für uns wird der Stress erst enden, wenn der letzte Böller verklungen ist... erst dann können wir auf ein neues friedvolles Jahr anstoßen!
Wir wünschen euch und euren Tieren ein gutes Jahresende!
Und ein gutes und friedvolles Jahr 2015!
Alles liebe
Eure Jo vom Tierhof Amoa
Link PETA
http://www.peta.de/web/festtagsgefahren.895.html
TIERE UND DER BUDDHA
Ein sehr guter Film, auch wenn Buddha laut des Palikanons den Bikkhu den Fleischverzehr mehr oder weniger gestattete, zumindest wird es von vielen Buddhisten so ausgelegt, das Fleischverzehr möglich ist, solange man das Tier nicht selbst tötet. Ich behaupte (siehe unten), dass es eine Auslegungssache ist, wie man Ahimsa für sich deutet, bzw. wie ernst man das Dharma und die 5 Sila nimmt. Nimmt man den Buddhismus ernst, dann ist es unumgänglich Vegan zu leben.
Dürfen/Sollen/Können Buddhisten Fleisch essen?
In einigen westlichen Sangha, sowie westliche Bücher über Buddhismus wird gesagt:iele westliche Buddhisten halten sich an diesem Text fest.
Nur bedenken sie nicht, das Buddha vor der Massentierhaltung lebte. Zu seiner Zeit gab es kaum jemanden der Reich genug war um Fleisch zu verschenken (die Mönche hatten eine Bettelschale und bekamen - und bekommen auch heute noch traditionell - Essen geschenkt).
Da Buddha aus Indien stammte können wir davon ausgehen, dass das Hauptnahrungsmittel um 543 vor Christus aus vedischer Ernährung bestand. Hinzu kam, dass es zur Zeit der ersten buddhistischen Überlieferungen durch Kriege und Überschwemmungen zu Hungernöten kamen. Die Leute hatten kaum etwas zu essen.
Da Kühe heilig waren, durften sie nicht getötet werden. Dennoch spielte Milch eine große Rolle in der Vedischen Ernährung, besonders in der heutigen Ernährung der indischen Bevölkerung.
Die Reichen Brahmanen (hohe Priester Kaste) aßen natürlich weiterhin ihr Fleisch, das aus Pferden und - trotz Heiligkeit - auch aus Kühen bestand, nur gehörten die buddhistischen Mönche nicht zur reichen Bevölkerung.
Wenn also wirklich Fleisch in den Bettelschalen landete, war es ein wertvolles Gut, zur sonst sehr kargen Ernährung der Mönche.
Das Buddha daher seinen Mönchen erlaubte alles zu essen, was in den Schalen landete spricht für sich, er wollte mit Sicherheit nicht, das die Bhikshu verhungerten.
Zurück zur Aussage: "Wenn ihr das Tier nicht selbst tötet und das Töten nicht in Auftrag gegeben habt, dürft ihr es essen!"
Aus heutiger Sicht bestimmt der Verbraucher, nämlich jeder einzelne von uns, den Marktwert eines Nahrungsmittel.
Wenn ihr euch mal im Supermarkt umschaut, stellt ihr schnell fest, das man regelrecht erschlagen wird, vom Fleisch und Wurstbestand. Was zu Buddhas Zeiten Mangelware war, ist heute ein Massenprodukt.
Wir haben also heute die Wahl die die Bhikshu nicht hatten, wir können entscheiden was wir in unseren Einkaufskorb legen.
Da wir nicht von Haus zu Haus gehen, ist es auch nicht von Nöten unsere Bettelschale füllen zu lassen. Würden wir das tun, würde die ganze Sache ein wenig anders aussehen, denn die heutigen Bettelmönche erhalten nur einmal am Tag Nahrung (vor 12 Uhr, danach dürfen sie nichts mehr essen, sie sind an zusätzlichen 5 Sila gebunden, die ich weiter unten erkläre.) und diese besteht aus Speisen die gemeinsam in einer Schale landen. Von Genuss kann hier nicht die Rede sein. Sie essen das was da ist.
Ich persönlich finde, dass man hier einen großen Unterschied zwischen Grihastha Haushalter* (Kein Mönch) und Bhikshu (Mönch) machen muss. Wir haben die Wahl, sie nicht.
Hinzu kommt, wir verursachen durch den Verzehr von Fleisch, die Massentierhaltung. Auch wenn wir die Tiere nicht selbst töten, so werden sie FÜR UNS getötet, was letztendlich aufs gleiche herauskommt. Denn würden wir Menschen kein Fleisch essen, gäbe es auch kein Fleischbedarf, keine Massentierhaltung und kein Abschlachten der Tiere.
Buddha sagte auch: Hinterfrage immer dein Handeln!
Somit könnt ihr euch nun selbst die Antwort geben, ob man als Buddhist gegen die 1 Sila (pāṇâtipātā veramaṇī sikkhāpadaṃ samādiyāmi = Enthaltung vom Töten von Lebewesen) . verstößt wenn man Fleisch isst.
Grihastha - bedeutet Haushalter, das wiederum heißt, das man eine Beziehung eingehen kann, das man heiraten kann, Kinder bekommen usw. Die Aufgabe eines Haushalters besteht darin, dass man sich an die vier edlen Wahrheiten und an die Sila hält und versucht durch Mitgefühl der Gemeinschaft zu dienen.
fünf Sittenregeln (pañca-síla) bindend:
1. Enthaltung vom Töten von Lebewesen,
2. Enthaltung vom Nehmen dessen, was nicht gegeben ist (Stehlen),
3. Enthaltung von unrechter Sexualität (Sexueller Missbrauch usw.),
4. Enthaltung vom Lügen,
5. Enthaltung von berauschenden und die Sinne verwirrenden Substanzen, Speisen und
Getränken (Alkohol und Drogen, wie Tabak usw.).
Während der buddhistischen Feiertage kommen noch drei Sittenregeln hinzu:
Also insgesamt acht Sittenregeln (atthanga-síla)
6. Enthaltung vom Essen nach dem Sonnenhöchststand (Zwölf Uhr mittags),
7. Enthaltung von Tanz, Musikvergnügen und Körperschmuck,
8. Enthaltung vom Gebrauch hoher, komfortabler Betten.
Novizen und Mönche (Bhikshu) beachten zusätzlich zu den pañca-síla noch weitere 5 Sittenregeln, (dasa-síla), worin die Atthanga-Síla enthalten sind also insgesamt 10 Sittenregeln.
6. Enthaltung vom Essen nach dem Sonnenhöchststand (Zwölf Uhr mittags),
7. Enthaltung von Tanz, Gesang und Musik,
8. Enthaltung vom Gebrauch von Blumenschmuck, Düften und Kosmetika,
9. Enthaltung vom Gebrauch hoher, komfortabler Betten,
10. Enthaltung von der Annahme von Geld (“Gold und Silber”).
Ich persönlich halte mich an die pañca-síla und versuche mich hin und wieder an der atthanga-síla. Was aber am Bett letztendlich scheitert. Ich habe mich noch nicht durchringen können, auf den Fußboden zu schlafen, weil das für mich mit starken Schmerzen verbunden ist.
Namasté
Eure Jo
Mittwoch, 1. Januar 2014
Abschließende Neujahrsgedanken - Rückblicke
Guten Morgen und ein schönes neues Jahr... 2014!!!
Unsere Nacht war wie viele eurer Nächte recht kurz, wenn auch anders als viele andere eurer Nächte.
Britta blieb bei den Schafen bis die letzten Raketen im Himmel zu Asche zerfielen und ich blieb bei unseren Katzen und Hunden.
Bella verbrachte eine gute Stunde zitternd und hecheln auf meinem Schoß, dieser große Hund wurde wieder zum ängstlichen Welpen, Blue hatte seinen Knochen und war damit beschäftigt und unsere Katzen waren relativ relaxt.
Shaya war dieses Sylvester das erste Mal auf, wir weckten sie kurz vor 12. Aber es schien ihr nicht sonderlich gefallen zu haben, ihr Kommentar als sie wieder rein kam: "Es ist mir zu laut und dieses Kralawawumm nervt irgendwie!"
Ich konnte ihr nur beipflichten. Bevor es los ging zu Kralawawummen unterhielt ich mich mit meiner Freundin Marie, auch sie hatte 5 Hunde zu verpflegen und es war genauso wie bei uns... einige hatten Panik wie Bella. Wir sind einer Meinung, ein großes Feuerwerk organisiert durch die Stadt, reicht voll und ganz, warum müssen zig Millionen Euro in den Himmel verschossen werden und Wald,- und Haustiere so in Panik versetzen. Wir Tierschützer sehen das Ganze mit einem Traurigen Blick... der Rest feiert und vergeudet seine "finanziellen Resourcen". Was Menschen mit ihrem Geld machen interessiert mich nicht, so lange es nicht auf Kosten anderer missbraucht wird... aber was rede ich überhaupt darüber, solch eine Alternative Meinung wollen nur wenigen lesen - Das Tiere darunter leiden, wenn ihnen diese Krawallmachenden Raketen um die Ohren fliegen... und wenn ich an die Umweltverschmutzung denke, wird es mir übel. Der Morgen riecht nach Rauch und Sprengstoff und in unserem Garten liegen mit Sicherheit irgendwelche Raketenrückstände. Richtig, ich kann Sylvester nicht ausstehen, Bella genauso wenig... Jedes Jahr habe ich den Gedanken, gleich bekommt sie einen Herzinfarkt, so sehr hechelt und zittert sie. Und wenn dieser große Hund mir in die Arme springt, weiß ich, ich bin jetzt die schutzgebende Insel...
Gut ist, das hier die Sylvesternacht nie lange andauert, letztes Jahr fielen noch um 2. Uhr Raketen vom Himmel, dieses Jahr war um 1. schon schluss. Bella beruhigte sich und um 2 schliefen unsere Hunde und Katzen friedlich in ihren Körbchen. Ich wurde auch Müde und bin dann kurz danach eingeschlafen.
Ich hatte einen sehr interessanten Traum:
Ich war in einer katholischen Kirche und saß auf einem Altar mit einer Kerze in der Mitte. Die Umgebung war kalt und grob, etwa wie in sehr alten Kirchen, sehr viel grober Stein, die Fenster waren aus Buntglas und die Kuppel war hoch. Ich saß da und überlegte in meinem Traum, wie ich auf diesem Altar gekommen war. Ich war verwirrt und hatte nur einen Gedanken, wie ich wieder runter komme. Doch der Altar war hoch, viel zu hoch um hinunter zu steigen, also hangelte ich mich an den Rand, glitt ab, ich hielt mich noch an der großen Kerze fest, die aber dann aus der Verankerung brach und so stürzte ich vom Altar. Ich kam dennoch unten sicher an, aber die Kerze hatte eine Beule. In der Kirche saßen auch andere Menschen andächtig ins Gebet vertieft, viele ignorierten mich, eine Frau sah mich an. Ich sagte ihr, das die Kerze eine Beule hat und fragte, wem ich das melden kann. Sie sagte ich solle durch eine Tür gehen, am Ende des Kirchenportals. Was ich dann auch tat. Ich klopfte mir den Staub von meiner Kleidung und ging zur Tür.
Ich kam in ein Zimmer, darin saß eine Frau am Schreibtisch. Ich erzählte ihr, das ich aus Versehen eine große Kerze beschädigt hätte. Sie wollte sich den Schaden ansehen und so gingen wir zusammen zum Altar. Sie lächelte und meinte, die Delle an der Kerze könnte man herausschneiden und ich solle mir keine Sorgen machen. Also verabschiedete ich mich und ging aus der Kirche. Und auf einmal war ich in einem Waldstück, ich lief eine Weile durch den Wald, dann kam ich auf eine Lichtung. Von weitem schon sah man eine Farm, mit vielen Tieren. Die Tiere liefen alle durcheinander, ich sah viele Jungtiere, wie Lämmer, Kälber, kleine Welpen und einige Küken. Eine Farmerin lehnte am Gatter als ich dort ankam. Sie fragte ob ich ein Kalb kaufen möchte, da sah ich, das die Tiere allesamt menschliche Gesichter besaßen. Ich lächelte einem Kalb zu und es lächelte zurück. Ich sagte der Frau, das ich mir das Kalb nicht leisten kann.
Sie fragte ob ich mir den Hof mal ansehen möchte und ich freute mich über das Angebot, "Ja sehr gerne!" sagte ich. Und so führte sie mich über ihren Hof. Ich fand es sehr interessant, denn hier schienen alle Tiere gemeinsam zu leben, ohne Abtrennung, ohne Pferch oder Gatter. Ich fragte sie wieviel Weideland sie besitzen würde und sie meinte: "Viele Hektar".
Dann fragte sie mich, ob ich bei einem Preisausschreiben mitmachen will. Ich nickte und so gingen wir in ihr Büro. Dort saß ihr Mann vor dem Computer und lächelte mir zu.
Ich fragte nicht, was es zu gewinnen gab, es interessierte mich gar nicht.
Sie stelle mir eine Reihe Fragen zu Tiere, die ich alle beantworten konnte. Dann sagte sie mir, die letzte Frage sei eine Rechenaufgabe. Ich meinte, ich müsste es aber auf einem Blatt Papier ausrechnen. Sie sagte kein Problem und gab mir einen Stift in die Hand. Ich sagte ihr, ich bräuchte noch ein Blatt Papier, da deutete sie auf einen Stapel Aktenordner und meinte ich könnte mir eine Rechnung herausnehmen und auf die Rückseite schreiben. Das fand ich zwar merkwürdig, aber ich nahm mir eine Rechnung und drehte das Blatt um.
Dann kam die Frage: "Er wollte Auto fahren..."
Ich war verwirrt.. ich hielt immer noch den Stift in der Hand und fragte ob das jetzt die Frage sei. Sie nickte... Ich sagte: "nun ja er wollte irgendwohin fahren!".
Sie sagte nein. Dann kam mir der Gedanke, den ich leider zeitgleich mit ihr aussprach:
"Er wollte den Führerschein machen!"
Ich sagte noch: "Ich war schneller!" Aber ihr Mann und auch sie meinten, leider habe ich die Frage nicht rechtzeitig beantworten können. Die Frau war richtig traurig, ich zuckte jedoch nur mit den Schultern.
"Macht nichts, ist es ist wie es ist!" sagte ich.
Dann gingen wir wieder nach draußen.
Auf einmal brach ein riesen Tumult aus, ein Hahn zankte sich so dermaßen mit einem anderen Hahn, das dabei auch andere Tiere verletzt und getötet wurden. Eine Ente und ein Huhn wurden getötet. Ich hatte panische Angst und die Farmerin ergriff die Initiative und ging dazwischen. Der Hahn rannte vor ihr davon und sie rannte hinterher und schrie: "Jetzt reicht es mir, jetzt wirst du geschlachtet!" Da fing ich an zu weinen und zu schreien: "Bitte tun sie ihm nichts, das dürfen sie nicht. Bitte!"
Die Frau hielt inne und kam langsam auf mich zu, da merkte ich, dass auch ich verletzt war.
Ich blutete stark aus dem Bauchraum. Ich wusste in dem Moment das ich sterben werde. Auch die Farmerin wusste das. Sie fragte ob sie meine Frau benachrichtigen soll.
Ich lächelte und sagte: "Nein das möchte ich nicht, aber bitte bleiben sie solange bei mir bis ich sterbe?"
Sie nickte, kniete sich neben mich und hielt meine Hand.
Ich wusste, würde Britta davon erfahren, würde sie alles tun, damit ich am Leben blieb und genau das wollte ich nicht. Ich wollte wissen wie sich ein Tier fühlt wenn es stirbt. Das sagte ich der Frau auch und sie nickte nur als sei es das normalste überhaupt.
Und dann starb ich.
Ich wachte auf und war erst mal verwirrt... Britta schlief noch. Also nahm ich mir mein Handy und schrieb über WhatsApp Marie an, ich musste mit jemanden reden, aber ich wollte Britta nicht wecken...
Während ich Marie von meinem Traum erzählte, wurde mir klar was er bedeutet... ich hatte einen Teil meines Leben geträumt, meine Entscheidungen... alles lag offen vor mir. Ich musste weinen... vor Trauer, aber auch vor Glück!
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Viele Menschen stehen während ihres Lebens an einem Schneidepunkt, sie entscheiden sich für oder gegen die Karriere, für oder gegen Heirat, Kind, Umzug... usw. Ich habe mich für Tiere entschieden. Am Anfang meines Traumes, saß ich auf einem Altar. Dies war meine Zeit der Spiritualität, ich war spirituelle Lehrerin für einige Menschen, ich war eine buddhistische selbsternannte Nonne, ich praktizierte den Buddhismus, wie andere den Katholizismus, ich saß sehr hoch auf meiner Leiter, weil viele zu mir hinauf blicken wollten. Als ich entschied ein anderes spirituelles aber auch einfaches Leben zu leben, Tieren zu helfen, fiel ich gleichzeitig von der Leiter, in meinem Traum fiel ich vom Altar. Ich habe dennoch meine Verantwortung für die Menschen nie ganz begraben, wenn jemand Hilfe wollte, war und bin ich für ihn da. Dennoch war mein Weg ein anderer, raus aus der "Kirche", in den Wald und aufs Land.
Durch meine Arbeit mit Tieren wurde mir bewusst, das es Dinge gibt, die viele Menschen nicht wissen, und oft auch nicht wissen wollen. Das Sterben spiele eine große Rolle, weniger das Leben. Ums Leben der Tiere geht es in dieser Gesellschaft nicht. Menschen überlegen sich vielmehr, wie kann ich ein Tier so effizient füttern, das es dick wird und ich gutes Fleisch verkaufen kann...
Die Farm war ein Stücken, dass was ich eigentlich für "Nutztiere" möchte, dass sie gemeinsam leben dürfen, das es keine Zäune gibt und keine Pferche, das Kälber und Lämmer bei ihren Müttern bleiben dürfen.
Das alle Tiere ein menschenähnliches Gesicht besaßen, liegt an meinem Menschlichsein. Ich fühle oft für Tiere wie für Menschen. Da gibt es keinen Unterschied, in meinem Traum kam das noch offensichtlicher hervor. Tiere und Menschen waren gleich. Und somit war es auch logisch, das ich kein Kalb kaufen wollte. Ich hätte auch keinen Menschen kaufen wollen. Die Frage der Farmerin ergab im Traum kaum einen Sinn. Aber ich antwortete dennoch so wie ich im wahren Leben auch geantwortet hätte: "das kann ich mir nicht leisten!" Wobei das: Ich kann es mir nicht leisten, eine viel tiefere Bedeutet hat, als nur zu denken das es hier um Geld geht.
Es geht um die innere Einstellung, dass ein Tier das gleiche Recht auf Leben hat, wie ein Mensch. Das gleiche Recht auf Entwicklung.
Auch im wahren leben hätte ich kein Kalb gekauft, einfach weil es mir nicht zusteht, ein Tier zu kaufen, genauso wenig steht es mir zu einen Menschen zu kaufen.
Menschen mischen sich oft in tierische Belange ein, Hähne, Hunde... usw. werden geschlachtet oder getötet wenn sie Unfrieden machen, oder andere Menschen angreifen. Ich habe momentan aktuell ein kleines Problem in meiner Katzensippe, eine Katze wird gemobbt und zwar weil zwei andere Katzen Angst vor ihr haben. Ich bin schon einige Male zwischen die Sreitereien gegangen und bislang dachte ich es läge an meiner Knuffel die unfrieden stiftet. Ich habe sogar darüber nachgedacht, Knuffel in gute Hände zu vermitteln. Der Traum zeigte mir, das Tiere genau wie Menschen ihren Platz untereinander erst finden müssen. Knuffel und ihre beiden Streitkatzen sind noch nicht angekommen und brauchen einfach Zeit. Genau diese Zeit habe ich mir im Traum für den Hahn gewünscht.
Die Farmerin wollte ihn schlachten, weil SIE es nicht aushielt, das der Hahn um sein Revier kämpfte.
Ich halte manchmal den Knatsch zwischen meinen drei Katzen nicht aus...
Das Endergebnis für die Frau im Traum: Schlachten!
Für mich: ich suche einen guten Platz!
Beides bedeutet: Wir entscheiden darüber... und im Traum fand ich das nicht richtig. Ich bat um das Leben des Hahns...
Das Ende des Traums - ich starb, weil ich letztendlich fühlen wollte, wie ein Tier fühlt. Am Ende war ich wieder Tier, ich war angekommen in mir. Teil von allem. Das höchste spirituelle Gut, Teil von allem, die totale Verschmelzung... Nirvana...
So zumindest stelle ich mir Nirvana vor, einzugehen in allem. Alles sein.
Ich entschied mich bewusst für den Tod, gegen meine Familie, gegen das menschliche Leben. Im Traum wollte ich wie ein Tier fühlen. Tier sein!
Ein Stückchen Hoffnung für all die misshandelten und getöteten Wesen, im Tot sind wir alle gleich, wir sterben und werden wieder Teil des Kreislaufs dieser Erde.
Dass ich den Traum in der Neujahrsnacht träumte, hat für mich eine große spirituelle Bedeutung.
Als mir das bewusst wurde, musste ich weinen, vor Trauer und vor Glück. Trauer und Mitgefühl für die Tiere die tagtäglich für uns Menschen sterben müssen und Glück, weil mir bewusst ist, dass sie Teil von mir sind, wie ich Teil von ihnen.
Das es da keine Grenzen mehr gibt. Vielleicht habe ich heute Nacht das erlebt, was viele Erleuchtung nennen. Klarheit, Verstehen, Einsicht und wieder einen weiteren Schritt auf meinem buddhistischen Weg hinzu gewonnen.
Das letzte Jahr war nicht einfach, aber es war eines der erfülltesten Jahre meines Lebens. Die Arbeit mit den Tieren hat vieles was vorher selbstverständlich war, in Frage gestellt.
Ich habe viele wundervolle Menschen kennen gelernt und zwei die uns und die Tiere im Team begleiten, die ähnlichen denken wie wir. Ich habe auch Missgunst und Neid, Eifersucht kennen gelernt - Menschen die uns torpedieren wollten, deren Gefühle wir letztendlich verletzen mussten, um wieder gerade stehen zu können, weiter machen zu können, Frieden zu schaffen. Menschen die uns letztendlich nicht gut taten. Es gab Momente da dachte ich ans Aufgeben, als unsere 16 Katzen an einem Katzenschnupfen erkrankten. Oder vor zwei Tagen als unsere Toilettenspühlung den Geist aufgab und wir erst einmal vor dem Problem standen, dass uns die finanziellen Mittel fehlen, um diese größere Reparatur vornehmen zu lassen.
Doch auch da kam die Lösung in Form von Kai unseren Handwerker Held, der kurzentschlossen morgens am 31. mit einem Ersatzteil vor der Tür stand und die Spühlung reparierte. Ich kann es kaum in Worte ausdrücken wie Toll ich diesen Mann finde, er ist uns in der kurzen Zeit in der er in unserem Team ist, ein echter (Tierhof Amoa) Held geworden.
Wir haben so viel unglaubliches Glück, Menschen die uns eigentlich nicht kennen, spenden für unsere Katzen, damit sie bei uns bleiben können. Stefano ein veganer Koch organisiert ein Spendenevent für unseren Tierhof, damit konnten wir endlich Elo unsere Tierärztin bezahlen.
Marie unsere beste Freundin steht uns mit Rat und Tat zur Seite und fühlt einfach wie ich. Die Gespräche mit ihr, taten mir so unglaublich gut, sie baut mich in null komma nichts auf und rückt mich zurecht, wenn ich das Gefühl habe, vielleicht schaffen wir das ja doch nicht mit unserem Hof. Marie ich liebe dich!!!
Es gab Gefühlswirrungen, ich fühlte mich in diesem Jahr wie eine Tochter und hatte das erste Mal eine Mutter. Ich erlebte wie aus ihrer Mutterliebe Frauenliebe wurde, was uns beide in einige Konflickte stürzte. Wir haben es gemeinsam geschafft zu wachsen und nun entwickelt sich daraus eine platonische Beziehung, die uns allen gut tut und mir ein Gefühl von Liebe vermittelt, die ich so noch nicht kannte. Ich liebe sie sehr meine mütterliche Freundin.
Es gibt so viele Menschen die uns begleitet haben in diesem Jahr, Menschen die mithalfen, die mit aufbauten. Die da waren, wenn man sie brauchte. Manche gingen aus oben genannten Gründen auch wieder. Aber auch das gehört zum Leben dazu.... es war ein ereignisreiches, mit viel Arbeit verbundenes starkes und glückbringendes Jahr.
Ein tolles Jahr!
Wir haben in diesem Jahr das erste Mal gemeinsam die Steuer machen können - sehr positiv für uns. Es gab auch Rückschläge politischer Natur, eine Gleichstellung wird es in dieser politischen Kombination nicht geben. Ich bin enttäuscht von meiner Partei... aber wer ist das nicht. Vielleicht habe ich nie die Möglichkeit gesetzlich eine vollständige Mutter sein zu dürfen - aber für meine Tochter ist das egal, sie liebt ihre Mami nur das zählt.
Wir haben viel vor in diesem so frischen Jahr.
Kai und Britta wollen sich eine Werkstatt einrichten.
Wir wollen eine Katzenvoliere bauen, damit unsere behinderten 10 Katzen Frischluft schnuppern können. Dann wollen wir eine Chipkatzenklappe einbauen, damit die restlichen 6 nach draußen können.
Wir haben vor den Hühnerstall zu erweitern, so das wir noch weitere "Rettet das Huhn" Hühner aufnehmen können. Wir wollen einen Schaffutterstand und Unterstand für unsere Schafe errichten. Zäune neu setzen, einen Gemüsegarten ausbauen usw.
Wir wollen den Tierhof systematisch weiter ausbauen und erweitern. Zur Zeit arbeiten wir zu viert. Keine leichte Aufgabe, aber ich habe dennoch ein gutes Gefühl. Wir haben viel geschafft in diesem Jahr.
Unser Tierhof trägt zu Recht den Namen Amo(h)a.
Ich bin sehr glücklich da wo ich jetzt bin... mit all den kleinen und großen Baustellen, den kleinen Hindernissen, den großen lehrreichen Erlebnissen.
Den Momenten voller (Er)Leben und Lieben.
Danke euch allen die uns unterstützt habt auf unserem Weg.
unserem Amoa Team:
Marie für deine Liebe, deine Zuversicht, deine Weisheit, deinen jugendlicher Esprit, deine Leichtigkeit, deine Natürlichkeit, dein Dasein. Du bist eine echte Inspiration für mich. Und zu meiner und unserer besten Freundin geworden, die ich eigentlich nicht mehr haben wollte... Ach ich lieb dich so sehr Maus!!!
Danke Kai für deine selbstlose Hilfe, du bist echt der Hammer Bär!!! Auch wenn wir uns noch nicht so lange kennen, ich will dich nicht missen, nicht nur weil du uns Frauen einfach so zur Seite stehst, sondern weil du einfach so bist wie du bist, ein liebenswerter Mensch mit einem großen Herzen. DANKE das du da bist!!!
Meiner Familie:
Frau meiner Träume, du bist das Beste was mir je begegnet ist und ich freue mich schon auf weitere Jahre voller Liebe und Zuneigung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen, eines davon ist deines. ICH Liebe Dich bis in alle Ewigkeit.
Meiner Tochter, die liebste, vernünftigste, süsseste und verrückteste Tochter die sich eine Mutter nur vorstellen kann. Du bist mein Leben!! Nicht unter meinem Herzen geboren, aber in meinem Herzen für immer und ewig. Götter wie sehr ich dieses Kind liebe!
Meinen Begleitern...
Ingrid Isentrud ... Dafür das du so eine verrückte Frau wie mich liebst, ich fühle mich unendlich geehrt, deine Freundin sein zu dürfen. Danke für deine Spiritualität die mir noch mal zeigt, wie unwichtig Grenzen zwischen den Religionen sind, dein Leben, das meinem sehr ähnlich ist, deinen Mut Zäune einzureißen und neue Ufer zu betreten und natürlich DANKE für deinen Mut auf diese ungewöhnliche Freundschaft.
Und all die anderen Menschen in meinem Leben...
Manchmal weiß ich gar nicht für wen ich eine Freundin bin, weil ich versuche jeden gleich zu behandeln, ergibt sich in mir ein Gefühl der Liebe allen Gegenüber die mir begegnen. Es ist so ein unglaubliches Glück euch zu an meiner Seite zu wissen, mich an eurer Seite wissen zu dürfen.
Viele Begegnungen sind erst sehr kurz, ältere Freundschaften gibt es kaum noch (mit einer Ausnahme).
Es gab eine Zeit, da wollte ich mich ganz von Menschen entfernen, mich nur noch auf meine Familie, die Tiere und meine Spiritualität konzentrieren. Freundschaften wollte ich keine eingehen, keine Verbindlichkeiten, keine tiefen Gefühle die mich in Trauer und Gefühlswirrungen stürzen, sollte eine Freundschaft zerbrechen oder sich Probleme innerhalb einer Beziehung entwickeln.
Während des letzten Jahres ist mir das nicht gelungen, ich bin gescheitert an meinen Vorsätzen. Natürlich bin ich Freundschaften eingegangen, ich bin auch zeitweise sehr traurig gewesen, als gerade entstehende Freundschaften wieder zerbrachen.
Im Leben geht man viele Risiken ein, Menschen kommen und gehen und pflastern deinen Weg auf dem du gehst - es ist als würde man über einen Fluß laufen mit einem reißenden Strom, und jeder Stein auf dem man sicher tritt, ist ein Mensch der dich in und zu deiner Entwicklung begleitet. Ich nenne das "Entwicklungssteine"... Manche Menschen gehen wieder, andere kommen, einige bleiben.
Es ist ein ewiges Erinnern an Dinge die man gemeinsam erlebte, ich liebe es, mich zu erinnern, es sind fast immer wohlwollende Gedanken die die gehenden Menschen begleiten. Und es stürzt mich in Aufregung wenn ich erneut Menschen begegne, die ich faszinierend finde.
Zwei Buddhisten die meinen Weg kreutzen und mich immer wieder aufs neue überraschen und erfreuen, Danke Wasana und danke Matthias. Wasana du musst unbedingt weiter schreiben und Matthias... DANKE ich fühle mich wirklich sehr geehrt deinen Blog lesen zu dürfen. Ich mag euch beide sehr!!
Viele Veganer von denen ich lernen konnte und die mich inspiriert haben meinen veganen Weg weiter zu entwickeln und zu verfolgen. Stefano einen ganz lieben Gruß an dich!!
Künstler die mich daran erinnerten, dass auch ich eine Künstlerin bin. Linda ich grüße dich ganz lieb, du und deine Comics - ihr seid Fabelhaft, wundervoll, einzigartig!!!
Autoren die mich einfach umhauten, weil sie Dinge aufschreiben, die ich in meinem Kopf habe... und die auch noch Erfolg damit haben, Gitta du bist einfach Irre GUT (nicht nur weil du das Zeug schreibst was ich fühle... :), sondern weil du damit Menschen erreichst und ihnen hilfst.... ) DANKE für deine Zuneigung und Freundschaft...
Menschen die für mich "echte aktive" Tierschützer sind, weil sie ihr komplettes Leben danach ausrichten, aktiv im Tierschutz tätig sind und gemeinsam mit den Tieren alt werden wollen. Anja,Wolfgang und Korinna... DANKE ihr drei, ihr seid einfach Engel auf zwei Beinen!!! Karin, Danni, Jens und Mira ich kenne euch (noch) nicht persönlich, aber ihr seid mir unglaublich nah gekommen... DANKE für euer DASEIN!!! Und eure Hilfe!!
Den Spendern, Paten und Sponsoren unseres Tierhofes
Ihr Lieben, ohne euch gäbe es unseren Tierhof nicht, er könnte nicht wachsen und gedeihen, einige der Tiere wäre nicht am Leben... Nicht nur wir Danken euch von Herzen - für unsere Tiere seid ihr der Nährboden... ihr helft uns, sie zu pflegen und zu hegen. Ihr legt den Grundstock für unsere Arbeit. Das ist Großartig und Wundervoll. Ich hätte Anfang des Jahres nie gedacht, so viel Hilfe und Zuneigung zu bekommen... DANKE euch von Herzen!!!
Ich bin inspiriert durch euch alle, ich bin so voll von Glück und Tatendrang - auch durch euch.
Ihr teilt mit mir meine Liebe zum Aussergewöhnlichen, egal ob es nun Tiere, Kunst, vegane Ernährung, oder die Leidenschaft der Religion ist...es ist unglaublich schön nicht alleine zu laufen... Schritt für Schritt...
Im Laufe der letzten Wochen sind neue Bekanntschaften hinzu gekommen... Menschen die Freunde werden können...DANKE ...
Ich starte dieses Jahr mit Dankbarkeit, Zuversicht und Glück im Herzen.
Namasté
Eure Jo
Dienstag, 10. September 2013
Massenvernichtung in Rumänien
So geht es mir seit einer Woche:
So ging es mir heute Morgen:
Guten Morgen, wie war eure Nacht?
Ich habe lange nicht einschlafen können, weil mich das Leid der Hunde und Katzen beschäftigt hat.
Irgendwann Nachts bin ich dann aufgewacht, ich habe von sterbenden Hunden geträumt. Mein Herz hat gerast, ich machte das Licht an und sah Knuffel die auf meinen Beinen lag. Und dann musste ich erst mal weinen. Teils vor Glück weil die Maus hier ist und in Sicherheit. Teils weil gerade so viel Schlimmes in Rumänien passiert und ich hier so wenig tun kann.
Seit dem die kleine Katzenfamilie hier ist, habe ich das Land und das Leid in meiner Wohnung. Ich könnte es ignorieren, mich umdrehen und dem Leid sagen:
"Rauß hier! Verschwinde aus meinem Leben!"
So ging das früher oft genug, früher habe ich gespendet, oder Petitionen ausgefüllt, aber dennoch war das Leid nie weit weg... mein eigenes Leid, das Leid der Tiere die damals bei mir lebten. Jetzt sitzt das alte Leid im Nebenzimmer, halb verhungert und immer noch schwach.
Und gerade weil mir die Katzen bewusst machen, was auf dem Spiel steht - die Auslöschung der Hunde und Katzen in Rumänien, wird mir auch bewusst was die Tierschützer vor Ort mitmachen müssen, welche Kräfte sie mobilisieren müssen. Und das wir. die hier helfen wollen, die Hände aber so was von gebunden sind.
Und das schlimme ist, es ist nicht nur das Elend in Rumänien, andere Tiere sind auch in Gefahr. Wenn Rumänien damit durchkommt, ziehen Länder wie die Türkei, Griechenland, Spanien (sowieso, das Land des unbegrenzten Tierleids) usw. nach.
Wenn ein Land seine Streuner töten darf, dürfen andere es auch.
Wenn ich mir vorstelle was dann passiert auf dieser Welt, rein Global. Dann schäme ich mich Mensch zu sein.
Seit Gestern habe ich zwei neue Anfragen, ein kleines Dreibeinchen aus der Türkei und ein blindes Kätzchen aus Bulgarien.
Ich habe viel zu denken gehabt Gestern.
Das hier ist unglaublich emotional, zwischen Kind und Tieren und meiner hustenden Frau schreibe ich was das Zeug hält. Zwischendurch bekomme ich Mails und PN´s die ich beantworte. Gestern war ich sogar zeitweise richtig Sauer, weil ich erneut (von ein und den Selben schon mehrfach) gefragt wurde, ob ich Hunde aufnehme und ich erneut klar machen musste, dass ich hier nicht alle Tiere aufnehmen kann und noch mehr Hunde, würde ich einfach nicht gerecht werden. Blöd wenn man trotzdem Schuldgefühle hat...
Ich wünschte, ich hätte ein Tierheim, so groß wie ein Land, dann würde ich hier die Türen öffnen und alle dürften hinein laufen, all die misshandelten, missbrauchten Geschöpfe dieser Welt. Ich würde es Ahimsa nennen (Sanskrit: Nicht-Verletzen/ Gewaltlosigkeit).
Noch nie wurde mir so sehr bewusst, wie Gewalt sich weiter verbreiten kann, was menschliches Karma wirklich bedeutet. Der Schmerz der sich in mir ausbreitet, ist wie der globale Atem all der Tiere die getötet wurden und noch getötet werden. Ich weiß wie Energie funktioniert, wenn du einmal daran andockst fühlst du es wie eine Welle über dich hinweg ziehen. Du bist Teil davon, du spürst das Leid. du fühlst das Glück. Du bist Teil allem.
Der Tot dieser Tiere steht für den Tot aller Tiere die von Menschen getötet werden.
Zur Zeit ist in Rumänien der Ausnahmezustand ausgebrochen. Viele bereits vermittelte Tiere dürfen das Land nicht verlassen. Shelter werden zerstört, die Tiere werden nach draußen gejagt und dann werden sie systematisch abgeschlachtet.
Ich bin entsetzt!
Linda von Vegancomics (http://www.vegancomics.blogspot.de/) verarbeitet dieses Entsetzten für sich so:
So geht es mir jetzt:
266 Abgeordnete von Rumänien haben für die Euthanasie gestimmt. Den Hunden bleiben 14 Tage nach dem Fang, egal ob sie kastriert oder gechippt sind oder nicht.
Ab sofort darf legal getötet werden.
Meine Gelassenheit, mein Gleichmut, meine buddhistische globale Einstellung steht gerade auf dem Kopf. Ich tendiere dazu die Menschen aus Rumänien zu verurteilen, aber ich tue es nicht.
Ich tendiere dazu zu brüllen: "Ihr Mörder! Ihr Tierschänder! Ihr Schlächter!"
Aber ich tue es nicht.
Alles was ich jetzt noch tun will, ist helfen.
Bei uns leben zur Zeit 10 Katzen. Zwei weitere Notfellchen (Blind und Dreibeinchen) kommen im Oktober (Wir haben JA gesagt, und wir freuen uns und gleichzeitig bitten wir um Spenden, BITTE Spendet für unsere Katzen, schaut euch unsere Hilfeseite an: https://www.facebook.com/groups/TierhofAmoa/?fref=ts, Oder mailt mir: Tierhofamoa@gmail.com, ich kann euch dann genau sagen, was wir benötigen )
Britta und ich haben die Obergrenze von 16 Katzen.
Mehr geht nicht.
Gesunde Katzen kann ich vermitteln, die behinderten Fellchen bleiben bei uns.
Ich bin gerade recht aktiv in Facebook, weil sich dort viele Tierschützer finden um zu überlegen, was zu tun ist. Das ist eine gute Möglichkeit um den Kontakt nach Rumänien nicht zu verlieren. Die Medien hier in Deutschland bringen falsche Meldungen: (http://tierhof-amoa.blogspot.de/2013/09/zu-den-aktuellen-tiermorden-in-rumanien.html).
Viele Deutschen gehen immer noch davon aus, das der gewaltsame Tot des Kindes, durch Bisse von Hunden, daran schuld ist, das es nun eskaliert. Sie gehen davon aus, das die Tiere HUMAN durch Euthanasie getötet werden. Die Wahrheit sieht anders aus. Die Tiere werden abgeschlachtet, lebendig verbrannt, angeschossen und liegen gelassen, lebendig begraben, die Gräueltaten sind grenzenlos. Hier werden die schlimmsten Phantasien ausgelebt, die Mensch sich nur ausdenken kann.
Mittlerweile gibt es genug Filmmaterial welches das Leid bestätigt.
Ich bin entsetzt und traurig und Hilflos.
Hin und wieder schwappt Wut in mir auf, ich schaffe es immer wieder zu reflektieren. Aber ich weiß auch, das es ein Kraftakt ist. Meditieren geht gerade gar nicht, mir fehlt einfach die Zeit...
Hier ein kleiner Ausschnitt aus meinen Artikeln auf Facebook:
Öffentliche Mail!
Ich bekomme lauter Horror Nachrichten: "In Calmulung (Rumänien) ist kein Straßenhund mehr zu sehen, alle sind getötet. Jeder Shelter (Unterstandmöglichkeit für die Hunde dort) ist in Gefahr. Man holt sogar Hunde aus den Gärten!! Wenn nicht schnell was passiert sehe ich schwarz! Es bleiben nur noch 12 Tage dann beginnt erst das große Morden. Europaweite Proteste... ist die letzte Lösung denke ich.... "
Gerade ist die Hölle auf Erden ausgebrochen. Ich habe die Befürchtung das der Mob sich versammelt. Rumänien macht nur den Anfang. Meine Hoffnung. meine positive Einstellung ist gerade ziemlich angekratzt.
Wo empfinden Menschen noch Grenzen in dem was sie tun? Der Blutrausch in Rumänien zeigt, wie leicht ein ganz normaler Mensch zum Mörder werden kann. Hunde sind hier austauschbar, morgen sind es andere Tiere, übermorgen ist es der Mensch selbst.
Wie weit soll das noch gehen?
Beten hilft da nicht mehr, ich kann auch mein eigenes Gewissen nicht dadurch rein waschen, weil ich Tiere zu mir nehme. Ich bin ein Mensch, und das erste Mal in meinem Leben, fühle ich so wie ein Christ sich fühlen könnte. Ich fühle mich schuldig menschlich zu sein.
Wenn wir hier schweigen und wegsehen, dann machen wir uns schuldig.
Es geht nicht mehr darum sich zu rechtfertigen: "Aber ich habe keine Platz, oder Tiere sind halt nicht mein Ding..." Es geht darum sich bewusst zu machen, das die Nächsten wir sind, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Frustration nicht mehr an Tieren ausgelassen wird... was kommt, wenn keine Straßenhunde mehr da sind. Werden dann Kinder dafür her halten müssen?
Was passiert, wenn bewusst wird, das sich durch das Massentöten nichts ändert an der eigenen Situation. Kommt dann die Reue?
Mensch was tust du dir selbst an.
Ja ich bin Anklagend, nicht gegen einen einzelnen, sondern gegen die Jenigen die sich zusammen raufen und in der Masse MACHT erlangen, um zu töten..
Ja ich bin immer noch gegen Gewalt, denn wenn wir jetzt aufschreien und unsere Äxte herausholen, sind wir nicht anders.
Gibt es eine friedvolle Lösung? ICH hoffe es!
Was kann ein jeder tun?
Aufklären und Denken. Den Hunden hilft keine Mediation und keine Wutausbrüche. Wir müssen denken und Möglichkeiten finden hier zu helfen. Wenn Plätze da sind um ein Tier aus Rumänien aufzunehmen, dann gebt diesen Platz frei und dann hofft das die Tiere kommen.
Wenn jemand gut schreiben kann, dann schreibt euch die Finger wund, baut eure Blogs auf, schreibt über das Land und über die Tiere in euren Webseiten.
Wenn jemand einen Draht zu Politikern hat, dann sprecht mit ihnen darüber. Fragt welche Möglichkeiten erdacht werden. Nimmt sie mit ins Boot. Wir müssen hier Solidarität üben, für ein Land das sich der Gewalt geöffnet hat und nun unschuldige Lebewesen vernichtet.
Wir müssen auch anfangen die Menschen dort mit anderen Augen zu betrachten. Schaut in den Spiegel, sie sind nicht anders als wir, sie sind nur durch ihren Hass und durch ihre Unzulänglichkeit blind und taub.
Das einzige was uns hier von ihnen trennt ist die Bereitschaft Gewalt abzulehnen und friedlich eine Lösung zu finden.
Lasst uns zusammen arbeiten als Team. Das ist die einzige Möglichkeit um etwas großflächig zu verändern. Mit Gewalt erreichen wir nur Gegengewalt.
Wenn kein Blut mehr fließen soll, müssen wir anfangen uns zu entscheiden.
September 2013
In diesem Sinne
Namasté
Johanna Schlitzkus Tierrhof Amoa
So ging es mir heute Morgen:
Guten Morgen, wie war eure Nacht?
Ich habe lange nicht einschlafen können, weil mich das Leid der Hunde und Katzen beschäftigt hat.
Irgendwann Nachts bin ich dann aufgewacht, ich habe von sterbenden Hunden geträumt. Mein Herz hat gerast, ich machte das Licht an und sah Knuffel die auf meinen Beinen lag. Und dann musste ich erst mal weinen. Teils vor Glück weil die Maus hier ist und in Sicherheit. Teils weil gerade so viel Schlimmes in Rumänien passiert und ich hier so wenig tun kann.
Seit dem die kleine Katzenfamilie hier ist, habe ich das Land und das Leid in meiner Wohnung. Ich könnte es ignorieren, mich umdrehen und dem Leid sagen:
"Rauß hier! Verschwinde aus meinem Leben!"
So ging das früher oft genug, früher habe ich gespendet, oder Petitionen ausgefüllt, aber dennoch war das Leid nie weit weg... mein eigenes Leid, das Leid der Tiere die damals bei mir lebten. Jetzt sitzt das alte Leid im Nebenzimmer, halb verhungert und immer noch schwach.
Und gerade weil mir die Katzen bewusst machen, was auf dem Spiel steht - die Auslöschung der Hunde und Katzen in Rumänien, wird mir auch bewusst was die Tierschützer vor Ort mitmachen müssen, welche Kräfte sie mobilisieren müssen. Und das wir. die hier helfen wollen, die Hände aber so was von gebunden sind.
Und das schlimme ist, es ist nicht nur das Elend in Rumänien, andere Tiere sind auch in Gefahr. Wenn Rumänien damit durchkommt, ziehen Länder wie die Türkei, Griechenland, Spanien (sowieso, das Land des unbegrenzten Tierleids) usw. nach.
Wenn ein Land seine Streuner töten darf, dürfen andere es auch.
Wenn ich mir vorstelle was dann passiert auf dieser Welt, rein Global. Dann schäme ich mich Mensch zu sein.
Seit Gestern habe ich zwei neue Anfragen, ein kleines Dreibeinchen aus der Türkei und ein blindes Kätzchen aus Bulgarien.
Ich habe viel zu denken gehabt Gestern.
Das hier ist unglaublich emotional, zwischen Kind und Tieren und meiner hustenden Frau schreibe ich was das Zeug hält. Zwischendurch bekomme ich Mails und PN´s die ich beantworte. Gestern war ich sogar zeitweise richtig Sauer, weil ich erneut (von ein und den Selben schon mehrfach) gefragt wurde, ob ich Hunde aufnehme und ich erneut klar machen musste, dass ich hier nicht alle Tiere aufnehmen kann und noch mehr Hunde, würde ich einfach nicht gerecht werden. Blöd wenn man trotzdem Schuldgefühle hat...
Ich wünschte, ich hätte ein Tierheim, so groß wie ein Land, dann würde ich hier die Türen öffnen und alle dürften hinein laufen, all die misshandelten, missbrauchten Geschöpfe dieser Welt. Ich würde es Ahimsa nennen (Sanskrit: Nicht-Verletzen/ Gewaltlosigkeit).
Noch nie wurde mir so sehr bewusst, wie Gewalt sich weiter verbreiten kann, was menschliches Karma wirklich bedeutet. Der Schmerz der sich in mir ausbreitet, ist wie der globale Atem all der Tiere die getötet wurden und noch getötet werden. Ich weiß wie Energie funktioniert, wenn du einmal daran andockst fühlst du es wie eine Welle über dich hinweg ziehen. Du bist Teil davon, du spürst das Leid. du fühlst das Glück. Du bist Teil allem.
Der Tot dieser Tiere steht für den Tot aller Tiere die von Menschen getötet werden.
Zur Zeit ist in Rumänien der Ausnahmezustand ausgebrochen. Viele bereits vermittelte Tiere dürfen das Land nicht verlassen. Shelter werden zerstört, die Tiere werden nach draußen gejagt und dann werden sie systematisch abgeschlachtet.
Ich bin entsetzt!
Linda von Vegancomics (http://www.vegancomics.blogspot.de/) verarbeitet dieses Entsetzten für sich so:
So geht es mir jetzt:
266 Abgeordnete von Rumänien haben für die Euthanasie gestimmt. Den Hunden bleiben 14 Tage nach dem Fang, egal ob sie kastriert oder gechippt sind oder nicht.
Ab sofort darf legal getötet werden.
Meine Gelassenheit, mein Gleichmut, meine buddhistische globale Einstellung steht gerade auf dem Kopf. Ich tendiere dazu die Menschen aus Rumänien zu verurteilen, aber ich tue es nicht.
Ich tendiere dazu zu brüllen: "Ihr Mörder! Ihr Tierschänder! Ihr Schlächter!"
Aber ich tue es nicht.
Alles was ich jetzt noch tun will, ist helfen.
Bei uns leben zur Zeit 10 Katzen. Zwei weitere Notfellchen (Blind und Dreibeinchen) kommen im Oktober (Wir haben JA gesagt, und wir freuen uns und gleichzeitig bitten wir um Spenden, BITTE Spendet für unsere Katzen, schaut euch unsere Hilfeseite an: https://www.facebook.com/groups/TierhofAmoa/?fref=ts, Oder mailt mir: Tierhofamoa@gmail.com, ich kann euch dann genau sagen, was wir benötigen )
Britta und ich haben die Obergrenze von 16 Katzen.
Mehr geht nicht.
Gesunde Katzen kann ich vermitteln, die behinderten Fellchen bleiben bei uns.
Ich bin gerade recht aktiv in Facebook, weil sich dort viele Tierschützer finden um zu überlegen, was zu tun ist. Das ist eine gute Möglichkeit um den Kontakt nach Rumänien nicht zu verlieren. Die Medien hier in Deutschland bringen falsche Meldungen: (http://tierhof-amoa.blogspot.de/2013/09/zu-den-aktuellen-tiermorden-in-rumanien.html).
Viele Deutschen gehen immer noch davon aus, das der gewaltsame Tot des Kindes, durch Bisse von Hunden, daran schuld ist, das es nun eskaliert. Sie gehen davon aus, das die Tiere HUMAN durch Euthanasie getötet werden. Die Wahrheit sieht anders aus. Die Tiere werden abgeschlachtet, lebendig verbrannt, angeschossen und liegen gelassen, lebendig begraben, die Gräueltaten sind grenzenlos. Hier werden die schlimmsten Phantasien ausgelebt, die Mensch sich nur ausdenken kann.
Mittlerweile gibt es genug Filmmaterial welches das Leid bestätigt.
Ich bin entsetzt und traurig und Hilflos.
Hin und wieder schwappt Wut in mir auf, ich schaffe es immer wieder zu reflektieren. Aber ich weiß auch, das es ein Kraftakt ist. Meditieren geht gerade gar nicht, mir fehlt einfach die Zeit...
Hier ein kleiner Ausschnitt aus meinen Artikeln auf Facebook:
Öffentliche Mail!
Ich bekomme lauter Horror Nachrichten: "In Calmulung (Rumänien) ist kein Straßenhund mehr zu sehen, alle sind getötet. Jeder Shelter (Unterstandmöglichkeit für die Hunde dort) ist in Gefahr. Man holt sogar Hunde aus den Gärten!! Wenn nicht schnell was passiert sehe ich schwarz! Es bleiben nur noch 12 Tage dann beginnt erst das große Morden. Europaweite Proteste... ist die letzte Lösung denke ich.... "
Gerade ist die Hölle auf Erden ausgebrochen. Ich habe die Befürchtung das der Mob sich versammelt. Rumänien macht nur den Anfang. Meine Hoffnung. meine positive Einstellung ist gerade ziemlich angekratzt.
Wo empfinden Menschen noch Grenzen in dem was sie tun? Der Blutrausch in Rumänien zeigt, wie leicht ein ganz normaler Mensch zum Mörder werden kann. Hunde sind hier austauschbar, morgen sind es andere Tiere, übermorgen ist es der Mensch selbst.
Wie weit soll das noch gehen?
Beten hilft da nicht mehr, ich kann auch mein eigenes Gewissen nicht dadurch rein waschen, weil ich Tiere zu mir nehme. Ich bin ein Mensch, und das erste Mal in meinem Leben, fühle ich so wie ein Christ sich fühlen könnte. Ich fühle mich schuldig menschlich zu sein.
Wenn wir hier schweigen und wegsehen, dann machen wir uns schuldig.
Es geht nicht mehr darum sich zu rechtfertigen: "Aber ich habe keine Platz, oder Tiere sind halt nicht mein Ding..." Es geht darum sich bewusst zu machen, das die Nächsten wir sind, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Frustration nicht mehr an Tieren ausgelassen wird... was kommt, wenn keine Straßenhunde mehr da sind. Werden dann Kinder dafür her halten müssen?
Was passiert, wenn bewusst wird, das sich durch das Massentöten nichts ändert an der eigenen Situation. Kommt dann die Reue?
Mensch was tust du dir selbst an.
Ja ich bin Anklagend, nicht gegen einen einzelnen, sondern gegen die Jenigen die sich zusammen raufen und in der Masse MACHT erlangen, um zu töten..
Ja ich bin immer noch gegen Gewalt, denn wenn wir jetzt aufschreien und unsere Äxte herausholen, sind wir nicht anders.
Gibt es eine friedvolle Lösung? ICH hoffe es!
Was kann ein jeder tun?
Aufklären und Denken. Den Hunden hilft keine Mediation und keine Wutausbrüche. Wir müssen denken und Möglichkeiten finden hier zu helfen. Wenn Plätze da sind um ein Tier aus Rumänien aufzunehmen, dann gebt diesen Platz frei und dann hofft das die Tiere kommen.
Wenn jemand gut schreiben kann, dann schreibt euch die Finger wund, baut eure Blogs auf, schreibt über das Land und über die Tiere in euren Webseiten.
Wenn jemand einen Draht zu Politikern hat, dann sprecht mit ihnen darüber. Fragt welche Möglichkeiten erdacht werden. Nimmt sie mit ins Boot. Wir müssen hier Solidarität üben, für ein Land das sich der Gewalt geöffnet hat und nun unschuldige Lebewesen vernichtet.
Wir müssen auch anfangen die Menschen dort mit anderen Augen zu betrachten. Schaut in den Spiegel, sie sind nicht anders als wir, sie sind nur durch ihren Hass und durch ihre Unzulänglichkeit blind und taub.
Das einzige was uns hier von ihnen trennt ist die Bereitschaft Gewalt abzulehnen und friedlich eine Lösung zu finden.
Lasst uns zusammen arbeiten als Team. Das ist die einzige Möglichkeit um etwas großflächig zu verändern. Mit Gewalt erreichen wir nur Gegengewalt.
Wenn kein Blut mehr fließen soll, müssen wir anfangen uns zu entscheiden.
September 2013
In diesem Sinne
Namasté
Johanna Schlitzkus Tierrhof Amoa
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