Mantra Musik

Donnerstag, 4. August 2016

Tagebuch: Hochsensibilität

Hochsensibilität gepaart mit Asperger ist manchmal wie Folter

Zu allen schönen Dingen gehört auch etwas negatives...
Ich bin durch meine Hochsensibilität in der Lage Töne zu hören und körperlich wahr zu nehmen, die sonst niemand hört. Endlich hab ich herausgefunden warum ich jede Nacht pünktlich um 3:30 mit Kopfschmerzen aufwache und das seit dem wir hier wohnen... Es ist die blöde Kläranlage die dann anspringt. Sie läuft jetzt schon eine Stunde, ich hab alle Zimmer ausprobiert, das ganze Haus vibriert, keine Chance, das Zimmer zum schlafen zu wechseln. Morgen werde ich erst mal meinen Vermieter anrufen, in der Hoffnung das man die Intervalle umstellen kann.

Britta hat übrigens ein super Gehör und hört nichts. Ich höre seit meiner Kindheit die Flöhe husten, rieche Zigarettenrauch von Nachbarn die drei Häuser weiter rauchen. Meine Sinne sind im Ruhezustand so stark ausgeprägt, das ich die Bewegung von Insekten wahrnehme und höre. Das Laufen kleinen Insektenbeinchen (kleiner Tausendfüßler), hat in meiner Kindheit für einigen Wirbel gesorgt, meine Pflegeeltern wollten mich schon einweisen, also hab ich irgendwann nichts mehr gesagt und die Insektenbeinchen ertragen.

Elektrische Leitungen sind schon immer ein Problem gewesen, ich fühle den Strom fließen, was bei mir allgemein zu Kopfschmerzen und Übelkeit führt. Bei der Kläranlage ist es ein Intervallgeräusch das mich mit Kopfschmerzen und Schmerzen im Schulter/Nacken Bereich aufwachen lässt. Dadurch das ich nicht nur die Intervalle höre, sondern auch durch die Mauer und den Fußboden fühle, wird es zum Problem, dann helfen leider keine Ohrstöpsel.
Einkaufen ist oft eine Qual, da mittlerweile fast jeder Laden eine Klimaanlage hat, die bei mir zu Tinitus führt. Ich fühle nicht nur den Luftstrom extrem als unangenehm, ich höre es leider auch rauschen. Je länger ich in einem Laden bin, desto intensiver wird das Rauschen.
Wenn ich in der Stadt bin, fangen die Probleme schon mit dem Aussteigen aus dem Auto an, Rauschen, Surren, Vibrieren, es ist so unglaublich laut und vibrierend das mir oft schlecht wird und ich ungefähr eine bis zwei Stunden brauche bis ich mich an diese Töne gewöhnt habe.

Ich brauche dann meist Britta oder jemand anderen an dem ich mich festhalten kann, weil ich total die Orientierung verliere und Panik bekomme. Das ist wie Folter, da ich sofort Körperlich reagiere.
Es gibt Umgebungen die meide ich wie die Pest. Besonders schlimm ist es auf Bahnhöfen und Flughäfen. Bahnfahrten sind für mich körperlich und seelisch unangenehm (daher bin ich echt aufs Auto angewiesen). Komischerweise geht es im Auto und im Bus (wobei der extrem ruckelt, was ich auch als unangenehm empfinde).

Ich werde mir jetzt erst mal den Wecker um 3:20 stellen in der Hoffnung das ich mit einer Schlafpause die Schmerzen in den Griff bekomme.

Hochsensibel bin ich seid meiner Kindheit, meist bekomme ich es ganz gut in den Griff, wenn wir länger in der Stadt unterwegs sind, brauche ich etwas bis ich mich an die Töne gewöhnt habe. Wenn ich länger Auto fahre und dann aussteige ist es erst mal als würde man mir mit der Pfanne auf den Kopf hauen, der Kontrast ist extrem unangenehm. Da ich mich an die Vibrationen und die Geräusche im Auto gewöhnt habe. Während des Umzugs (wir sind ja 8 Stunden unterwegs gewesen) fand ich das Anhalten an Raststätten als schlimm, man musste ja auf Toilette oder mal Tanken. Kaum war ich aus dem Auto draußen, fing es an zu Vibrieren, Funkmasten, Elektroleitungen, das Funksystem der LKWs, ein Gefühl als würde man gegen die Wand laufen.

Als ich das erste Mal die Leitung meiner Nachttischlampe nachts gehört habe, dachte ich, ich dreh durch.

Britta und ich haben damals die komplette Wohnung durchsucht und weil ich durch Zufall meine Nachttischlampe berührte um sie einzuschalten wurde mir dann klar, das es die Lampe ist, oder besser der Strom der durch den Lampenfuß nach oben zur Birne steigt und wieder zurück - das hat uns eine ganze Nacht gekostet. Strom fließt vorallem laut, wenn er durch Metall hindurch muss, Lampen mit einem Metallfuß sind besonders unangenehm. Auch jetzt hab ich eine solche Lampe, ich berühre nur den Schalter und nicht den Fuß... auch wenn ich mich jetzt an das Geräusch gewöhnt habe, ist das Berühren etwas anderes, ein zartes Bitzeln in meinen Händen das leicht nach vibriert.
Damals hat Britta das erste mal erfahren müssen, das ich Dinge höre die sie nicht hört. Ich bin froh, dass sie mir geglaubt hat, sie hätte genauso gut denken können, ich sei nicht ganz dicht. 

Das Geräusch der Kläranlage ist für mich vergleichbar mit dem Geräusch eines Betonmischers. Es ist extrem laut in der Stille der Nacht. Hinzu kommt dann noch das Vibrieren das sich je nach Umwälzung anders anfühlt - ich nehme zumindest an, es wälzt um... anders kann ich es nicht erklären. Es spült, dann rauscht es und dann geht es wieder los, als würde ein Betonmischer, Beton mischen und das direkt in meinem Körper.
Mich wundert nicht, das mein Hirn irgendwann mit Schmerzen reagiert. Jetzt muss ich das Ganze nur irgendwie in den Griff kriegen, mich entsensibilisieren...
Ich hoffe das klappt, sonst muss ich wohl immer um die Uhrzeit wach bleiben.
Denn ausziehen will ich nicht mehr. Hier gefällt es mir so gut. Ich liebe diesen kleinen Ort, ich mag das Haus, das Chaos...es passt zu uns. Die Chance noch mal so was ähnliches zu finden ist nahezu aussichtslos. Ich werde mich drum kümmern, vielleicht kann man ja die Intervalle umschalten und wenn nicht, dann schlaf ich tagsüber, wenn die Kläranlage mal nicht pumpt.

Das dumme ist nur ich bin gerade so unglaublich müde...

Ich wünsche euch noch eine gute Restnacht...
Und die Ruhe die ich mir gerade auch wünsche.

Herzlichst eure Andarnil 

Samstag, 23. Juli 2016

Immer noch... Tagebuch...

 Zu den letzten Ereignissen:

Manchmal ...
Immer noch liest man und hört man aus der Trichterposition gewolltes, nicht wahres, vermutetes, bedeutsames.
Man hört die OHs laut im eigenen Ohr, verfolgt die an Unfallstellen stehenden, glotzenden, sich projizierenden, an den Fernsehern hängenden, in die bildenden Zeitungen vertiefenden. Die an Oberflächlichkeiten kauenden, die Nichtssagenden Vielsagenden, nicht wissen was sie meinen, weil die eigene Meinung viel zu anstrengend ist, die sich ankauernden, anbiedernden, die das glauben wollen, was andere an Unwahrheiten denken. Die am Grauen nagenden, sich größer und besser fühlenden, die mit dem Zeigefinger winkenden.
Die mit dir Streiten wollenden, weil sie das was sie nicht wissen verteidigen müssen, damit es an Zapfen von Bäumen hängt, wie Wassertropfen in den Abfluss kullert. Wie mich das nervt. Wie mich das nervt, wie es mich nervt. 

Manchmal ...
...schweigt man (besser).
...schreit gegen die Wand.
...läuft blind in Gräben
...ballt die Fäuste
...hält die Luft an, hört auf zu atmen.
...erbricht man

...fängt an die Welt zu kreieren, die in der eigenen brutalen Phantasie existiert...
Um sie nach Draußen zu lassen, um sie wahr werden zu lassen.
Manchmal ...
... erstickt man besser an seinem Erbrochenen.

(co) Johanna Andarnil Schlitzkus

Die nächsten Zeilen habe ich aus einer sehr interessanten Diskussion entnommen, die ich heute geführt habe (interessant, neutral, achtsam und respektvoll... das muss man betonen, denn normalerweise ist Facebook dafür bekannt, das solche Diskussionen Seltenheitswert haben). Die Sätze stammen natürlich von mir:

Warum es sich bei dem Begriff: "Migrationshintergrund" um Manipulation in der Berichterstattung handelt:

"... Momentan ist es absolut Kontraproduktiv den Geburtsort eines Täters mit einfließen zu lassen, da die Bevölkerung gleich darauf schließt es könne irgendwas mit IS zu tun haben. Dazu reicht schon das Wörtchen: "Migrationshintergrund": Somit wird von vorne herein suggeriert das die Zugehörigkeit eines Landes größer bemessen wird, als die Tat selbst.


Das Gehirn kann nur bestimmte Informationen speichern, der Rest geht verloren. Damit spielen die Medien, sie geben also zuerst Informationen raus, die Mutmaßlich sind, also keiner Wahrheit entsprechen, sondern auf Vermutungen basieren. Das reicht schon um Angst zu schüren UND Interesse zu wecken. Die Wahrheit die viel Später erst kleingedruckt erscheint, geht unter. Was zurück bleibt ist der erste Eindruck. Aus einem Verrückten der wild um sich schießt, ist ein Attentat eines IS geworden - das bleibt und hält sich wie Kaugummi und die Leute die das weiter verbreiten, sind sich zu 100% sicher das es die Wahrheit ist. Und wenn jemand sich zu 100% Sicher ist, erreicht er andere Menschen, wie ein Lauffeuer. Ganz egal was denn nun wirklich passiert ist, hat das Ergebnis dieses Lauffeuers verherrende Wirkung und spielt den Rechten Politikern UND der IS in die Hände.

Die Frage die man sich hier langsam wirklich stellen muss, ist - ist das so gewollt, oder handelt es sich bei diesen Berichterstattern um Vollidioten - und wenn ja warum stoppt die niemand? Ich tippe auf ersteres."

Sorry das ich politisch werde, aber ich kann es nur immer wieder betonen, ich bin so unglaublich froh, das ich keinen Fernseher habe - Facebook, Google und Twitter reicht voll und ganz um den Glauben an die Menschheit zu verlieren - ich bin froh, dass ich mich immer wieder motivieren kann um Hoffnung zuzulassen - dazu benötige ich aber genug Abstand von dem was meine Mitmenschen so schreiben, momentan habe ich fast alle Abonnements geschlossen und überfliege nur noch das was Freunde posten, von denen ich weiß, dass sie meine Einstellung zum Weltgeschehen einigermaßen teilen. Alles andere versuche ich so gut wie zu ignorieren. Anders geht es gerade nicht. 

Bitte schaltet euer Gehirn ein und hinterfragt das was ihr lest - egal was ihr lest. 

Ich verzichte heute ausnahmsweise auf das Namasté
Ich wünsche euch alles Liebe, Gute, Frieden!!!
Eure Jo Andarnil


Mittwoch, 15. Juni 2016

Das langsame Sterben ...





Ich weiß das meine Ausführung den einen oder anderen schocken wird. Es wird mit Sicherheit sehr kontrovers diskutiert, vielleicht werde ich auch angegriffen. Ich bin gespannt.

Gestern wurde meine Hündin Bella operiert, sie hat Gesäugekrebs, wir nehmen an er ist bösartig.
Heute liegt sie still in ihrem Körbchen, sie hat sehr gekämpft bis die Narkose gewirkt hat. Von meiner hyperaktiven Bella ist nicht viel übrig... sie hat Schmerzen. Und ich leide mit.

Heute schreibe ich über meine Zwiespältigen Empfindungen, über das was ich weiß und das was ich an mir gerne verändern möchte.
Ich möchte so gerne das menschliche in mir ablegen, wenn es um das Leben eines Tieres geht. Klingt merkwürdig, das ist es auch. Denn es beinhaltet das ich all meine Gefühle ignoriere und statt dessen das Tier in seiner Ganzheitlichkeit wahrnehme mit all dem was es an natürlichen Instinkten in sich trägt. Das bedeutet auch, das ich das Tier, sein Leben, seinen Instinkt und sein Sterben genauso akzeptiere wie meinen Schmerz es zu verlieren.

Ich möchte mir bewusst machen, das mir kein Tier dieser Welt - genau wie kein Mensch dieser Welt gehört.
Und das ich nicht das Recht habe in einen natürlichen instinktiven Prozess von Leben und Sterben einzugreifen.
Ich möchte mich ändern.
Das ist die eine Seite.

Die andere Seite in mir möchte noch mehr tun für Tiere, ihnen ein Stück ihrer Würde zurück geben. Ihnen den Raum bieten, den Menschen ihnen weggenommen haben. Und ihnen durch die Möglichkeiten die wir Menschen haben das Leben und Sterben erleichtert.
Ich möchte das, was ich mir selbst auch wünsche - Freiheit für jedes Tier.

Wenn ich beide Gedanken nebeneinander stelle merke ich, das es nicht funktionieren kann.

Mir kamen diese Gedanken gestern als wir Bella nach der Op abholten. Wir brachten sie hin, da war sie noch unsere Bella. Sie hatte keine Schmerzen, war wie immer hyperaktiv und leicht ängstlich. Dann bekam sie die Spritze und wir merkten wie sehr sie sich dagegen sträubt, sie wollte partout nicht einschlafen. Allein das tat mir weh, weil ich begriff, wie unnatürlich und angstmachend das für sie sein musste. Sie verstand ja nicht, das wir nur ihr Bestes wollten, nämlich dass sie wieder gesund wird.

Als wir sie dann holten kam sie uns zitternd und voller Panik im Blick entgegen, sie konnte nicht wie sonst an mir hochspringen, aber sie freute sich, das wir wieder da waren.
Und nun liegt sie in ihrem Körbchen, sehr ruhig - so gar nicht das Wesen das sie sonst immer ist.
Hin und wieder zittert sie und oft fiepst sie wie ein Welpe. Ich werde ihr nachher Medikamente geben, gegen die Schmerzen.

In solchen Momenten denke ich mir, was tun wir eigentlich den Tieren an. Wir versuchen sie auf der einen Seite zu vermenschlichen und ignorieren ihre genetische instinktive Art mit Leben und Tod umzugehen und auf der anderen Seite nehmen wir ihnen jede Würde ihrer Existenz. Wir missbrauchen sie, quälen sie, töten sie, essen sie auf, ein Teil wird anderweitig verwertet und der Rest kommt auf dem Müll.
Was für ein schreckliches Dasein.

Tiere sind für uns Sklaven.

An solchen Tagen wie heute möchte ich keine Tiere mehr halten, weil ich Mensch bin und egal was ich mache, es nicht gut genug ist für das Tier.
Denn ein Mensch kann nie einem Tier das geben, was es wirklich braucht. Genug Freiraum und die Möglichkeit der eigenen Entscheidung, das fressen zu wollen was es will, Jagen zu wollen, töten zu wollen, in die Richtung zu laufen in die es laufen will ohne das ein Auto es anfährt. LEBEN zu wollen, STERBEN zu wollen.

Als Mensch sehe ich  es nur von meiner Seite.
Da ist ein Hund der mich braucht, eine Katze die gestreichelt werden will, ich der Dosenöffner.
Wir Menschen erkennen nicht den wahren Wert eines Tieres, weil wir entweder unser Herz total verschließen und Tiere zum Opfer machen, zur Ware. Oder weil wir unser Herz weit öffnen und das Tier den Part eines Freundes bekommt, den man ein ganzes Leben lang begleiten will und der keine Widerworte gibt und auch sonst dem Menschen jeden Wunsch von den Augen abliest und wenn er das nicht kann, wird er verschenkt oder kommt ins Tierheim oder wird eingeschläfert und dann holt sich der Mensch einen neuen Freund.

Es gibt Tiere die für uns arbeiten und die ihren Stellenwert dadurch erhöhen solange sie in der Lage sind zu arbeiten: Polizeihunde die ihr Leben aufs Spiel setzen, oder Zootiere die sich begaffen lassen, Tiere in der Forschung, die nur deshalb leben, um gequält zu werden.
Es ist so falsch. Manchmal denke ich das menschliche Gehirn hat hier einen Fehler. Ein Teil fehlt, oder ein Teil ist zuviel. Nur deshalb sind wir in der Lage all dieses Grauen umzusetzen Tagtäglich immer wieder aufs Neue.
Wir missbrauchen unsere Mitgeschöpfe aufs schlimmste. Wir nehmen ihnen den Raum den sie brauchen um zu leben, wir domestizieren sie und misshandeln sie, wenn ihr Instinkt die Oberhand bekommt. Hunde werden erzogen, damit sie dem Menschen dienen und wenn das nicht funktioniert, sagen wir: der Hund stimmt nicht. Er ist böse und wenn er böse ist, muss er dafür bestraft werden, wir töten und rechtfertigen es damit das wir andere Menschen schützen wollen. Wir freuen uns, wenn Tiere mit uns spielen und wir sagen: Wir tun ihnen einen Gefallen das wir mit IHNEN spielen. Wir halten uns für Helden, wenn wir ein Tier retten, das ohne uns nicht gerettet werden müsste. Wir erschießen Rehe, angeblich um die Überpopulation zu verhindern - in Wahrheit nennen wir die Jägerei - genau wie die Fischerei Sport - und Sport ist gerade in diesem Fall Mord.

All das ist so verrückt.

Diese Sicht auf die menschliche Seite ist hart. Und nach reiflicher Überlegung wird bewusst, dass wir womöglich nicht anders können. Das es eine Schuld in dem Sinne nicht gibt. Wir haben wahrscheinlich gar keine Wahl.
Die einzige Chance um an diesem Leid der Tierwelt etwas zu verändern, ist wohl das menschliche in einem Selbst abzulegen.

Die Buddhistin in mir sagt: Wir müssen erkennen, dass es kein ICH gibt.
Der Mensch in mir sagt: Wir müssen erkennen, das wir nicht gut sind.
Das wir von Grund auf die Monster auf diesem Planeten sind.

Ich muss es wohl akzeptieren, das ich meiner Bella leid angetan habe, um Leid zu verhindern. Ein ewiger Kreislauf, aus dem es kein Entrinnen gibt, solange ich das menschliche in mir trage.

Während ich das hier schreibe fühle ich eine tiefe Verbundenheit zu Monster und Tier.
Während ich das hier schreibe habe ich eine Entscheidung gefasst.
Sollte der Krebs noch einmal ausbrechen, werde ich ihr das nicht noch einmal antun. Ich liebe sie zu sehr. Noch haben wir etwas Zeit.
Das (wenn auch ICH-lose ) Monster in mir akzeptiert.

In diesem Sinne...
Leben und Tot liegen so nah beieinander das es unmöglich ist, beides voneinander zu trennen. Am Ende müssen wir akzeptieren, dass jedes Lebewesen sterben wird. Mit unserem Zutun oder ohne unser Zutun. Es tut immer weh.


Namasté eure Andarnil








Donnerstag, 2. Juni 2016

Mitgefühl, Achtsamkeit, Liebe... ein Geben und Nehmen...


Ein Geben ohne Erwartung erhält ein Geben ohne Erwartung zurück.

Wir erleben die Welt in ihrer Ganzheitlichkeit - sehr viele traurige Momente. Denn meine Bella hat Krebs. Wir wissen nicht ob sie die Op gut übersteht, oder zu den anderen Vierbeiner über die Regenbogenbrücke geht. Als ich es erfuhr war ich so starr wie ein Felsen und genauso kalt war es in mir. Ich fühlte erst einmal gar nichts und dann kam die Angst und Trauer, sie gesellte sich zu den anderen Ängsten um unsere Existenz und das Überleben unserer Tiere.
Die letzten Monate haben tiefe Gräben in mir hinterlassen, ein dauerndes Hoch und Tief zerrt an meinen Nerven.
Ich bin erschöpft und falle Frühabends schon todmüde ins Bett um dann in der Nacht aufzuwachen und zu grübeln. Der Buddhismus der mich all die Jahre in seinen weichen Händen hielt zeigt mir nun die komplette Vielfalt seiner Erfahrung - das Leid in seiner Ganzheit, wie das Glück in seiner Ganzheit. Beides gemeinsam so voll und ganz ohne das ich die Möglichkeit habe weg zu sehen, oder abzutauchen, mich in Nebensächlichkeiten zu verstecken. Ich bekomme alle Ebenen ab und muss damit leben. 

Es war schon immer so, das bei jedem Neuanfang etwas altes ging. Meist waren es Tiere die kurz davor krank wurden und starben. Auch aber lieb gewonnenen Freundschaften gingen zu Ende, oder Partnerschaften. Ich kenne es gar nicht anders.
Das ist die dunkle Seite der Medaille, die Seite die man gerne wieder vergisst, oder an der man sich festklammert... je nachdem welch ein Mensch man ist.

Ich möchte sie schnellstmöglich vergessen um mich  immer wieder um das JETZT zu kümmern ohne an die Zeit zurückzudenken die mir weh tat.
Die letzten Monate waren sehr schmerzhaft und sind es immer noch.
Wir haben erleben müssen, das Menschen sich zurück zogen, einige haben uns verurteilt, andere wiederum haben uns Halt gegeben, uns mit Liebe und Zuneigung überschüttet.

Heute will ich von "den Anderen" erzählen.
...
Von einer lieben Freundin die in Australien lebt und mich in jeder Hinsicht unterstützt. So einen Menschen habe ich bisher noch nie kennen gelernt. Ihr Leitsatz ist: "Ich weiß wie es ist wenn es einen schlecht geht. Mir geht es gerade gut, also warum nicht helfen, wo Hilfe nötig ist"
Sie hat uns schon so oft in der Not geholfen, dass ich es nicht mehr aufzählen kann. Auch wenn wir uns nur selten sehen und eigentlich nur über Whats App Kontakt pflegen ist sie für mich zu einer wirklichen Freundin geworden, ich möchte sie nicht missen.

...
Von meinen neuen Nachbarn. Die ich schon sehr lange kenne. Wir haben das gleiche Schicksal, denn wir mussten sehr lange auf unseren Herzenswunsch warten - auf unsere Kinder. Dieses Schicksal hat uns zusammengeführt. Früher war ich so etwas wie "Die Mutter der Nation" , wir trafen uns in einer Online Selbsthilfegruppe die ich gründete. Wir trafen uns auch einmal persönlich und ansonsten pflegten wir den Kontakt über das Forum. Als ich dann das Forum aus persönlichen Gründen schloss, waren viele der Frauen enttäuscht und traurig. Der Kontakt wurde erst einmal auf Eis gelegt. Doch dann trafen wir uns wieder auf Facebook. Diese liebe Menschen unterstützen unseren Tierhof seitdem und halfen uns unser neues Zuhause zu finden. Ohne die zwei hätten wir keine Chance gehabt, aber das war es nicht alleine. Als die Besichtigung unseres Hauses näher rückte boten sie uns sofort an, bei ihnen zu übernachten und dann geschah etwas das ich ganz ehrlich noch nie erlebt habe. Sie schenkten uns die schönste Zeit seit langem inklusive veganer Bewirtung (obwohl sie omnivor leben). Wir haben uns so wohlgefühlt bei der großen kleinen Familie wie schon lange nicht mehr und das erste mal seit Jahren konnte ich mich so richtig entspannen, es war wie Urlaub.
Aber es gab noch mehr was sie für uns taten, wir dürfen auch während der Renovierung des Hauses bei ihnen übernachten, zusammen mit einer Freundin von uns, die sie gar nicht kennen. Als wir überlegten wie wir das mit der Kaution hinbekommen, legten unsere Freunde  die Kaution vor und boten sogar an, die Katzen zu holen. Aber das lehnte ich dankend und mit Tränen in den Augen ab. Die zwei hatten schon wirklich genug für uns getan. Und bei alldem was sie für uns tun, sorgen sie noch für 1 eigenes Kind und 3 Pflegekinder. Das ist für mich so was von unglaublich, das ich es oft nicht fassen kann.
...
von einer lieben Freundin die extra Urlaub genommen hat um unsere Katzen von Süddeutschland nach Norddeutschland zu fahren. Vor einigen Jahren half  ich ihr mal in einer Notsituation und seit dem sind wir sehr gut befreundet. Wir sehen uns nicht sehr oft, wir telefonieren auch kaum miteinander, aber wir haben etwas miteinander geteilt, das uns verbindet, wir sehr war mir gar nicht bewusst.
Sie unterstützt unsere Tiere seit einigen Monaten. Angefangen hat es damit das wir uns beim Einkauf trafen und sie mir beim Abschied einfach 20 Euro für unsere Tiere in die Hand drückte. Wir hatten beide Tränen in den Augen vor Rührung. Später sagte sie mir, dass sie schon länger darüber nachdenkt uns zu unterstützen. Dabei war ihr Leben alles andere als Einfach. Es gibt Momente da ist sie so erschöpft das sie im Stehen einschlafen könnte, sie arbeitet sehr viel und sehr hart.
Und nun fährt sie 600 km mit 15 Katzen im Gepäck und sagt: " Wo es mir schlecht ging, hatte ich Freunde und dafür bin ich Dankbar. Jetzt ist es an mir diese Hilfe die ich bekommen habe, an Menschen die mir wichtig sind weiter zu geben. Licht in dunkle Ecken tragen..."

Es gibt Momente da sitze ich hier und weine vor Glück das ich solche Freunde habe. Und die drei sind nur ein Beispiel von Vielen Momenten mit sehr unterschiedlichen Menschen.

...
So gibt es z.B. eine Freundin die ich schon über 20 Jahre kenne. Einst trafen wir uns, weil wir beide dachten, vielleicht steckt hinter den Zeilen die Frau des Lebens - aber dem war nicht so, stattdessen . wurde daraus eine Freundschaft. Wir haben Zeiten erlebt, da waren wir getrennt, weil ich mich trennen musste. Aber es kam auch die Zeit da trafen wir uns wieder und lebten die Freundschaft erneut auf. Wir haben viel gemeinsam erlebt. Trauer und Glück steht eben nebeneinander und hält sich an der Hand.
So ist es auch mit meiner Freundin. Durch ein traumatisches und gefährliches Erlebnis während ihrer Arbeit, konnte sie ihren Beruf als Intensiv Krankenschwester nicht mehr ausführen und sie saß fast auf der Straße. Während dieser Zeit kamen wir uns wieder näher, wir rückten zusammen und ich gab ihr seelischen Beistand. Es war keine einfache Zeit für sie. Mittlerweile ist auch sie berentet.
Und als sie erfuhr das wir endlich ein neues Zuhause gefunden haben, bot sie spontan an zu helfen. Also wird sie nächste Woche mit nach Norddeutschland fahren und mit uns renovieren.
Das ist nicht das erste Mal das wir gemeinsam renovieren. Irgendwie scheint das bei uns so etwas wie ein liebevolles Ritual geworden zu sein. 

...
Dann gibt es noch meine niederländische Freundin. Die sich sorgt und mehrmals am Tag anruft um zu fragen wie es uns geht. Jede Niederlage wird mit einem herzlichen Auffangen unterstützt und jeder glückliche Moment wird mit Freude begrüßt.
Die letzten Monate war sie wie ein Fels in der Brandung für uns. Sie ist körperlich sehr eingeschränkt weil sie die gleiche Rheuma Erkrankung hat wie ich. Aber wir sehen uns sehr oft und jedesmal empfinde ich eine tiefe liebe zu ihr.
Dabei hat auch sie sehr viel schlimmes erlebt in den letzten Jahren und es gab immer wieder Momente da brach ein neuer Staudamm in ihrem Leben ein. Jetzt hab ich das Gefühl kommt sie endlich bei sich selbst an und das zeigt sie anhand ihrer Lebensfreude.
Sie gibt sehr viel an Zuneigung und Liebe, nicht nur uns sondern auch Flüchtlinge die sie betreut. Durch sie habe ich einen Einblick in das Leben der Menschen die um ihr Leben geflohen sind. Menschen deren Schicksale von Seiten unserer Gesellschaft oft ignoriert werden. Meine Freundin kümmert sich um sie und sie leidet mit und freut sich mit - jedes Lächeln in den Gesichtern der Menschen die sie betreut ist ein kleiner Sieg gegen den Neid und der Missgunst.

Was ich sehr schön an all diesen Freundschaften finde - wir teilen miteinander Freude und Leid und das auf allen Ebenen.

All diese Freunde haben mitgefiebert als klar war das wir ein Haus suchen, weil wir dieses verlassen müssen. Teilweise war es ein Rennen zwischen lieben Menschen wer es schafft dass wir in dessen Richtung ziehen. Man schickte uns Anzeigen aus den  Regionalzeitungen in denen sie lebten. Und als wir die Anzeige aus Cuxhaven bekamen, telefonierten meine Norddeutschen Freunde hinter uns her: "Ihr müsst da gleich anrufen, das ist in unserer Nähe!"
So viele liebevolle Aufmerksamkeit ist gerade Balsam für meine gebeutelte Seele.
Das macht mich unglaublich Glücklich, mehr als ich in Worte fassen kann.

Ich habe das noch nie so vorher erlebt.
Für mich und Britta ist es immer schon selbstverständlich gewesen zu helfen, wenn Hilfe notwendig war. Das wir Hilfe auch zurück bekommen, damit haben wir nicht gerechnet. Ich bin jedesmal irrtiert und es treibt mir immer noch die Tränen in die Augen.
Und tief in mir ist dieser berühmte Satz, den wohl jeder schon einmal gedacht oder ausgesprochen hat: 
Womit hab ich das verdient. 

Ja ich bin davon nicht entfernt. Wir denken alle wenn uns Glück widerfährt womit wir nicht gerechnet haben, das wir nichts getan haben, um das zu verdienen.
Mein Herz schaltet sich mittlerweile bei diesen Gedanken sofort ein -
"Du stellst keine Erwartungen wenn du etwas tust, oder hilfst. Warum gönnst du nicht den anderen die gleiche Freude zu helfen?" Das schüttelt mich wieder wach.

Glück ist da wenn man gibt und auch das annehmen, ist ein geben.
Das wird mir erst jetzt bewusst. Ich hoffe sehr das meine Freunde sich genauso über ihr Geben und mein Annehmen freuen wie ich selbst.
Ich hoffe das ich gute Gefühle in ihnen entstehen lassen kann, weil ich so unendlich Dankbar bin für ihr Dasein, für ihr Vertrauen, für ihre Freundschaft, für dieses Geben und Annehmen. 
Wir haben so unglaublich tolle Menschen um uns herum. 

Und während ich das hier schreibe muss ich weinen... Britta fragt mich ob es Glück ist, Trauer oder Liebe und ich fühle einfach alles zusammen.
Es tut weh tief in mir, weil ich so viel Geben nur von Britta kenne. Ich kann es einfach nicht anders beschreiben, ich bin tief berührt das ich einen Kloß im Hals habe.
Und gleichzeitig kommen Gedanken an meine Kindheit hoch, das ich erst 50 Jahre alt werden musste, um Menschen zu finden die mir in der Not zur Seite stehen...

Glück hat so viele, unwahrscheinlich viele Facetten. Und zu jedem Glück gehört eben auch ein Stück Trauer dazu.

Es gab Zeiten da war ich noch verzweifelter als jetzt und ich habe es geschafft zu überleben... das hier ist eigentlich nichts dagegen und doch bin ich unendlich froh, wenn wir endlich ein Leben im Norden anfangen können - Ankommen... ich denke daran und freue mich von Herzen auf meine lieben Nachbarn. 

Die nächsten Wochen komme ich kaum zum Schreiben, wir ziehen am 1 Juli um. Der Umzug wird zwei Tage andauern. Es wir sehr stressig.

In diesem Sinne 

In solchen Situationen merkt man erst wie wichtig Freunde sind.
Deshalb mein Tipp an euch:
Sagt doch einfach mal euren Freunden wie lieb ihr sie habt und freut euch darüber wenn sie sich freuen...

Euch alles Liebe - bis bald.
Eure Andarnil 





Dienstag, 31. Mai 2016

Organspende?



Ein Thema das mich immer wieder beschäftigt.
Ich Teile die Ansicht, das ein Gehirntod nicht gleichbedeutend sein muss mit dem Tod des Menschen. Ich denke vielmehr das wir viel zu wenig über die Seelenprozesse wissen, um wirklich sicher zu sein, das der Stillstand des Gehirns alles Leben auslicht.

Für mich ist es klar ersichtlich, das es zwei Bereiche gibt die abgeklärt werden müssen, bevor ich einer Organspende zustimme. Das eine ist die Seele - wann wird sie geboren, wann stirbt sie. Ich habe selbst ein Nahtoderlebnis und war im Sterbeprozess mehrerer Menschen wie Tiere dabei, was ich immer wieder beobachten konnte, war das wenn das Lebewesen  gestorben war, seine Präsens noch fühlbar war. Erst Stunden oder Tage später war diese Präsens verschwunden.

Anfangs dachte ich, ich spinne. Doch bei einem Erlebnis wurde mir klar, das ich nicht alleine so fühle. Eine Frau starb vor Jahren in meinen Armen, sie nahm sich das Leben.  Als sie gestorben war, fühlte ich immer noch ihre Anwesenheit. Auch als ihr Leichnam abgeholt wurde, fühlte ich diese Anwesenheit in der Umgebung an dem sie gelegen hatte. Meine Freunde hielten mich für durchgeknallt, sie dachten ich stünde unter Schock,denn ich hatte ja ihr Ableben mitbekommen und es war sehr gewaltvoll für alle beteiligten, denn sie sprang vom siebten Stock und kam direkt vor meinem Wohnzimmer Fenster auf.

Am Anfang dachte ich sogar das sie recht haben. Aber dann passierte etwas, dass mich vom Gegenteil überzeugte. Es gingen viele Leute mit ihren Hunden dort spazieren und ich konnte beobachten wie die Hunde einen großen Bogen um ihren Sterbeort machten, während die Leute einfach darüber liefen. Das passierte nicht nur bei einem Hund, sondern bei vielen. Die Hunde zogen an der Leine um den Platz nicht betreten zu müssen. Das war so überraschend und gleichzeitig erleichternd für mich. Diese Präsens blieb mehrere Tage an diesem Platz und irgendwann war sie verschwunden. 

Natürlich könnte man jetzt sagen, dieser seelische Prozess hat ja nichts mit dem Körper zu tun, aber auch hier sehe ich es anders. Wir sind im Inneren genauso vernetzt wie im Außen, damit meine ich, alles was in uns ist, gehört auch dort hin, es hat seine Berechtigung sonst wäre es nicht dort. Wenn uns ein Teil während unseres Lebens fehlt, geht es uns nicht gut, dann müssen wir Medikamente nehmen, um einen Ausgleich herzustellen.

Warum sollte es im Tod anders sein?

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Organspende, ich habe darüber gelesen, darüber diskutiert, man wollte mich überzeugen, manipulieren, man hat mich beleidigt weil ich - in meinem Fall - dagegen  bin. Bislang kann ich spenden, nicht weil ich anderen nicht helfen will, im Gegenteil, wenn ich wieder einen Bericht lese mit einem Kind das eine Organspende oder eine Zellspende braucht, dann denke wieder darüber nach und wieder. Es lässt mich nicht kalt, es verfolgt mich gerade zu, denn auch ich bin Mutter.

Und dennoch habe ich bisher kein für mich schlüssiges Argument gefunden, das meine Meinung ändert.

Ich habe auch darüber nachgedacht ob ich Egoistisch bin, das wurde mir oft vorgeworfen. Aber ich kenne mich sehr gut und ich weiß, das ich bei manchen Dingen Egoistisch sein kann, wenn es z.B. darum geht meine Meinung zu äussern, oder etwas zu tun, was mir gut tut - aber eben anderen nicht schadet.
Aber in diesem Fall ist es kein Egoismus. Ich denke da viel darüber nach und ich stelle meine Meinung immer wieder in Frage. Das ist kein leichtes Thema für mich, vorallem weil ich auch ein Kind habe das ich natürlich schützen möchte, da verfolgen mich die Bilder von Kinder die eine Spende brauchen im Schlaf. Aber ich stell mir auch die Frage, das vieles Heutzutage sehr leichtsinnig und schnell umgesetzt werden muss um den Menschen mit aller Gewalt am Leben zu halten. Der Tod ist nicht mehr Natürlich und Sterbeprozesse gibt es nur noch wenige. In unserer technisierten Welt hat das Sterben keinen Platz.
Und das Altern, Wechseljahre, Hormone usw. sowieso nicht. Alles muss möglichst lange am Leben gehalten werden. Und ich finde so eine Herangehensweise macht den Missbrauch zur Normalität. Ich wurde oft verurteilt weil ich nicht einfach einen Wisch ausfüllen kann, der garantiert das meine Organe entnommen werden dürfen.

Ich finde es merkwürdig darüber entscheiden zu dürfen, das man mich ausnimmt wenn mein Hirn seine Aktivität eingestellt hat, aber nicht selbst entscheiden kan wie und wann ich sterben darf wenn mein Gehirn noch aktiv ist - das ist für mich nicht logisch.
Und genau das macht es für mich zum legalen Handel mit Organen, nämlich das es hier immer nur um die Lebenserhaltung geht aber nicht um die freie Entscheidung sterben zu können, wenn man noch die Möglichkeit hat den Tod selbst zu bestimmen.

Oft wurde ich gefragt, wie ich denn handeln würde, wenn mein eigenes Kind ein Organ bräuchte. Ich antwortete jedesmal, das ich es nicht weiß. Im Leid erlicht jegliche Moral und Ethik, Menschen sind bereit zu töten um andere zu schützen. Diese Frage kann man also gar nicht ehrlich beantworten, wenn man noch nicht in der Situation ist. Ob ich selbst ein Organ annehmen würde, ich denke nicht, aber auch hier weiß ich es nicht wirklich. Momentan erhoffe ich mir einen selbstbewussten und selbstgewollten Sterbeprozess. Ein bewusstes Abschiednehmen von den Menschen die ich liebe. Das wünsche ich mir. Was ich auf keinen Fall will ist eine Lebensverlängerung.

Ich will nicht an Apparaten dahinvegetieren. Ich möchte sterben dürfen, wenn meine Zeit gekommen ist.
Aber womöglich ist das so ein ungewöhnlicher Wunsch in unserer heutigen Zeit das auch dieser ignoriert wird...
Mir ist bewusst das ich hier Grenzen anspreche.
Aber das ist ja nichts Neues :)

In diesem Sinne meine Divise:
Genieße das Leben solange du es noch frei und in eigen Verantwortung genießen kannst!

Namasté
und alles liebe eure Andarnil 



Den obigen NICHT Organausweis kann man hier herunterladen, ausdrucken, laminieren und mit sich führen.
http://www.transplantation-information.de/download/organspendeausweis_widerspruch.pdf

Montag, 23. Mai 2016

Neuanfang


Endlich gibt es etwas schönes zu berichten, wir haben endlich ein Haus gefunden und werden am 1 Juli einziehen.
Die lange Suche hat nun ein Ende.

Es geht Bergauf!!!

Die nächsten Wochen werde ich kaum zum Schreiben kommen, wir müssen noch viel erledigen, vorallem Packen und planen, denn  um mit 17 Tieren umzuziehen braucht es Planung. Diesmal werden wir den Umzug nicht in Alleinverfahren starten, sondern ein Umzugsunternehmen beauftragen. Der Weg ist einfach zu weit um mal kurz das Auto vollzuladen und loszudüsen. Wir ziehen in ein anderes Bundesland. Das ist für uns alle ein großer Schritt. Aber das Meer ist ganz in der Nähe und wir haben viel Platz, mit Nebengebäuden und Scheune, ein Paddock ist auch dabei, auf dem werden wir allerdings eine kleine Obstwiese anbauen.
Wir werden wieder in ein unrenoviertes Haus ziehen, wie immer. Wir hatten noch nie das Glück in ein Haus zu ziehen, das bereits fertig renoviert war. Aber das kennen wir ja alles schon.
Hauptsache wir kommen gut dort an.

Das schöne ist, unsere Freunde wohnen in der Nähe und nach 7 Jahren konnten wir uns endlich wieder sehen. Nun sind wir fast Nachbarn, das freut mich total.

Also auf einen Neubeginn, ich melde mich sobald das Internet funktioniert... bis dahin

Namasté
Auf einen Neuanfang!!

Alles liebe von eurer Andarnil

Donnerstag, 5. Mai 2016

Weckt mich bitte auf aus diesem Albtraum (Musik)


Hier der Link zum Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=H8Jp7ZOelNc



Man mag von Xavier Naidoo denken was man will, aber dieses Lied ist Genial!
Ursprünglich gesungen von Samy Delux/Text Samy Delux von 2001


"Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum

Wir leben in `nem Land, in dem mehr Schranken stehn als es Wege gibt,
mehr Mauern als Brücken gibt, Stimmung is negativ,
und die Alten fragen warum rauch ich täglich Weed,
warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv,
wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,
umgeben von Schildern die uns sagen: Betreten verboten!
umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen,
während Bullen daneben stehn, um Problemen aus dem Weg zu gehen
umgeben von Ja-Sagern, die alles nur nachlabern,
den kaltes dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern
umgeben von Kinderschändern, die grad mal Bewährung kriegen,
genauso wie die scheiß Nazis deren Opfer unter der Erde liegen.
Hat dieses Land wirklich nich mehr zu bieten
als ein paar Millionen Arschgesichter mit ner Fresse voller Hämoriden,
die meinen dies Land sehr zu lieben, doch sind nich sehr zufrieden,
passt zu eurem Frust oder warum seid ihr hier geblieben?
Ich muss mich von euch ganzen Schlappschwänzen abgrenzen,
all den ganzen Hackfressen, die mich jeden Tag stressen,
sind die gleichen Leute an der Spitze die sich sattessen,
und Minderheiten werden zu Mehrheiten und trotzdem vergessen!

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

Ich bin der Typ der kurz nach Beginn der Party schon geht,
weil ich nich feiern kann solange ich im Babylon leb,
wir haben miese Karten, regiert von Psychopaten,
verwaltet von Bürokraten, die keine Gefühle haben,
kontrolliert von korrupten Cops die oft Sadisten sind,
Verdächtige suchen nach rassistischen Statistiken,
gefüttert von Firmen die uns Jahrzehnte lang vergifteten,
informiert durch Medien die`s erst zu spät berichteten,
scheiß auf`n Unfall im PKW, Schäden von THC,
wir ham` bald alle BSE, und du schaust noch auf dein EKG,
bevor dein Herz stoppt,
und denkst auf`n dickes Steak hätt ich trotzdem jetzt Bock (verdammt nochmal),
Gehirnwäsche pur, rund um die Uhr und Vater Staat schlägt und vergewaltigt Mutter Natur,
die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader,
und ham nen Horizont von ca. einem Quadratmeter, keine eigene Meinung,
aber zehn eigene Ratgeber,
die schwachsinnigen scheiß reden als hätten sie nen Sprachfehler,
hoffen die braven Wähler zahlen weiterhin gerne Steuergelder,
doch ich bin hier um Alarm zu schlagen,
wie`n Feuermelder!

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

(diese Strophe wurde Naidoo geändert)

Was sagt wohl Frau Merkel dazu, ich glaub ich ruf sie mal an, sag zu ihr Angi, schau dir doch unsere Jugend mal an,
1/3 starrt mit offenem Mund auf ihre Playstation,
das zweite Drittel feiert im Exzess als Rave-Nation,
abhängig von teuflischen pharmazeutischen Erzeugnissen,
weil sie nicht wussten was diese scheiß Drogen bedeuteten,
das dritte Drittel hängt perspektivlos rum auf deutschen Strassen,
Kids mit 13 Jahren ziehn
sich schon dies` weiße Zeug in die Nasen,
die keine Ziele und Träume haben, und das sind meist teure Waren,
kann nich leben, nich weiter als heute Abend,
denken zur Not geht es wie bei Nintendo noch neu zu starten,
scheißen drauf ob sie bald sterben, wer will schon alt werden,
in diesem Land, in dem mehr Schranken stehn als es Wege gibt,
mehr Mauern als Brücken gibt - Stimmung is negativ,
für die Alten: Darum rauchen wir täglich Weed,
und deshalb sind ich und meine ganze Generation so depressiv

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen

Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Man versucht uns ständig einzureden,
dass es noch möglich wär hier frei zu leben,
Weck mich bitte auf aus diesem Alptraum,
Menschen sehn vor lauter Bäumen den Wald kaum,
Ich und Du und Er und Sie und Es sind besser dran wenn wir uns selber helfen"