Gedanken einige Monate vor meinem Geburtstag
Ich habe erkannt das der Mensch sich aus diesem Grund - das wahrnehmen seiner Stärke - vollkommen überschätzt auf diesem Planeten und oft vergisst, das er nicht alleine hier lebt. Ich habe im Laufe der letzten 50 Jahre erkannt, das es wichtig ist, die eigene Schwäche zuzulassen, sich selbst als Mensch zurück zu nehmen und somit anderen Lebewesen den Platz einzuräumen den man locker ausfüllen könnte, ganz einfach weil es Leid verhindert, das genauso heftig wieder zurück kommt. In Form der Vernichtung unserer Welt.
Wir Menschen sind nicht die Eroberer unseres eigenen Planeten, wir sind die Zerstörer, jeder einzelne von uns - das habe ich in mir selbst erkannt. Ich bin in der Lage alles niederzutrampeln was ich aufgebaut habe und es erneut aufzubauen, ganz egal was es an Ressourcen verbraucht. Ich habe erkannt, das ich töten kann und vernichten, dass ich dazu in der Lage bin Schmerz und Leid zu verbreiten. Ich habe aber auch erkannt, das ich in der Lage bin genau das Gegenteil zu tun.
Wir haben immer die Entscheidung was wir erreichen wollen mit unseren Taten, wir müssen nur vorausschauend handeln. Wir müssen erkennen was passieren könnte, wenn wir tun, was wir tun. Und wir müssen erkennen, das wir nicht die Krone der Schöpfung sind, das sind andere Lebewesen weit vor uns gewesen und es werden immer andere Lebewesen sein, die diesen Platz viel mehr verdienen als wir.
Durch die letzten 50 Jahre habe ich Demut kennen gelernt, eine sehr intensive Erfahrung, die mich lehrte was Einsamkeit, Armut, Reichtum, Leid und Glück bedeutet. Ich muss durch all das hindurch um mich selbst kennen zu lernen und anzuerkennen, das nur durch das Selbst, das Ego Mitgefühl entsteht. Weisheit ist ein Erfahrungsschatz der sich nur dann öffnet, wenn man all das erlebt und sich nicht verschließt vor dem Schmerz der Selbsterkenntnis - das dass Menschsein eben nur eines von vielen Seins in diesem Universum ist.
Es ist nicht das Negative das uns hemmt in unserer Entwicklung, es ist eher das was wir nicht wahrnehmen. Die Kleinigkeiten, die Schönheiten, zu verstehen, dass es immer weiter geht, durch jeden Schmerz, jedes Leid hindurch auf eine andere Seite der Erfahrung. Zurück blickend waren es wichtige und gute 50 Jahre. Auch das Leid das seine Spuren hinterließ hat mich geschützt vor Unachtsamkeit. Ich habe nie den Blick der Reaität verloren, ich bin nie abgesoffen in einem Strudel der Illusion. Zurückblickend erkenne ich, das ich all das brauchte um zu verstehen wie unsere Welt tickt. Unsere Welt die durch meinen Blick eben nur meine Welt ist, nicht jedermanns Welt.
Die Wahrheit hinter all dem ist immer die Wahrheit des Betrachters. Mit dieser Erkenntnis gehe ich in mein 51 Lebensjahr und ich gehe voller Glück!
Namasté
Alles liebe eure Jo
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